Beach-Volleyball – Das Spiel und die Regeln

Grundlagen des Spiels

Beach-Volleyball ist eine Mannschaftssportart, bei dem sich 2 Mannschaften mit je 2 Spielern auf einem durch ein Netz geteiltes Sand-Spielfeld gegenüberstehen. Der Ball wird gespielt, indem er mit Armen und Händen geschlagen wird.

Ziel des Spiels ist für jede Mannschaft, den Ball regelgerecht über das Netz auf den Boden der gegnerischen Spielfeldhälfte zu bringen und zu verhindern, daß er in der eigenen Spielfeldhälfte zu Boden fällt.

Der Ball wird von einem Aufschlagspieler ins Feld gebracht. Er führt den Aufschlag aus, indem er den Ball über das Netz in die gegnerische Spielfeldhälfte schlägt.

Eine Mannschaft hat das Recht, den Ball dreimal zu schlagen (einschließlich Blockberührung), um den Ball in die gegnerische Spielfeldhälfte zurückzuspielen. Einem Spieler ist es nicht gestattet, den Ball zweimal hintereinander zu schlagen, außer er blockt.

Der Spielzug dauert so lange, bis der Ball den Boden berührt, aus geht, oder es einer Mannschaft nicht gelingt, ihn ordnungsgemäß zurückzuspielen.
Wenn die annehmende Mannschaft den Spielzug gewinnt, erhält sie das Aufschlagrecht. Der Aufschlagspieler wechselt jedesmal, nachdem dem Gegner der Aufschlag abgenommen wurde.

Im Beach-Volleyball gibt es folgendes Wettkampfsystem:

  • Zwei Gewinnsätze bis 21 Punkte; der entscheidende 3.Satz wird bis 15 Punkte gespielt; jeweils sind 2 Punkten Unterschied notwendig.

SPIELFLÄCHE

Spielfeld: 8 m x 8 m; Freizone: mindestens 3 m, international, 5-8 m
Netzhöhe: Frauen 2,24 m und Männer 2,43 m
Netzlänge: 9,50 m; Netzbreite: 1,00 m

Die Spielfeldoberfläche muß aus gleichmäßigem Sand bestehen, so eben und einheitlich wie möglich, ohne Steine, Muscheln und Dinge, die ein Risiko für Schnittwunden und Verletzungen der Spieler darstellen.
Für offizielle internationale Wettbewerbe muß der Sand mindestens 30 cm tief sein und aus feinen Körnern bestehen.

Für offizielle internationale Wettbewerbe müssen die Begrenzungslinien im Kontrast zum Sand stehen (möglichst dunkelblau) und 5-8 cm breit sein.
Die Begrenzungslinien sollten Seile oder Farbbänder aus einem strapazierfähigen Material sein.

Es gibt keine Mittellinie.

Zonen und Flächen

Es gibt keine Vorderzone. Damit entfallen alle Regeln, die speziell die Vorderzone betreffen.

Die Aufgabezone ist der Bereich hinter der Grundlinie und zwischen den Verlängerungen der beiden Seitenlinien. In der Tiefe erstreckt sich die Aufgabezone bis ans Ende der Freizone.

Es gibt keine Auswechselzone. Damit entfallen alle Regeln, die das Auswechseln betreffen.

Temperatur

Die Temperatur muß mit einem Freiluftwettbewerb verträglich sein.

NETZ

Es ist das gleiche wie das Hallennetz, außer daß es zwei horizontale, und waagerechte umgefaltete Bänder von 5-8 cm Breite an den Seiten, der Netzober- und -unterkante gibt.

ANTENNEN UND BALL

Für die Antennen gelten die gleichen Vorschriften wie für die Halle.
Die Eigenschaften des Balles sind die gleichen wie in der Halle mit folgenden Ausnahmen:

  • Innendruck: 171-221 hPa; (0,175–0,225 kg/cm2); Farbe: optisch gut wahrnehmbar
  • Außenhülle: wasserabweisend

Offizielle Wettbewerbe des BVV müssen mit den vorgeschriebenen Bällen gespielt werden. Der BVV kann bei bestimmten Spielen das 3-Ball-System vorschreiben.

MANNSCHAFTEN

Zusammensetzung und Eintragung

Eine Mannschaft besteht aus 2 Spielern – ohne Ersatzspieler. Ein Coach ist nicht zugelassen.

SPIELERAUSRÜSTUNG

Kleidung

  • Zur Ausrüstung eines Spielers gehört eine Shorts oder Badehose/Badeanzug. Ein Trikot oder Trägershirt ist freiwillig, außer es ist im Turnierreglement vorgeschrieben.
    Trikot und Shorts müssen sauber sein.
  • Die Spieler müssen barfuß spielen, außer es liegt eine Sondergenehmigung des Schiedsrichters vor.
  • Die Trikots und Shorts der Spieler müssen bei internationalen Turnieren mit den Nummern 1 und 2 numeriert sein. Die Nummer muß auf der Vorderseite stehen.

Verbotene Gegenstände und Kleidung

  • Es ist untersagt, Gegenstände zu tragen, die Verletzungen der Spieler verursachen können.
  • Bei offiziellen Turnieren ist das T-Shirt zu tragen, das vom Ausrichter zur Verfügung gestellt werden kann.

RECHTE UND PFLICHTEN DER TEILNEHMER

Grundsätzliche Pflichten

Die Teilnehmer müssen die Spielregeln kennen und sie befolgen. Beide Spieler haben das zusätzliche Recht, den Schreiber nach dem Aufgabespieler zu fragen.

ZÄHLWEISE

Satz- und Spielgewinn

  • Es gilt folgendes Wettkampfsystem :
  • Zwei Gewinnsätze bis 21 Punkte. Ein entscheidender 3.Satz wird bis 15 Punkte gespielt. In allen Sätzen muß jeweils ein Vorsprung von 2 Punkten vorliegen.

VORBEREITUNG DES SPIELS

Auslosung

Vor dem Einspielen vollzieht der erste Schiedsrichter im Beisein der beiden Mannschaftskapitäne die Auslosung. Der Gewinner der Auslosung wählt — entweder das Recht die Aufgabe auszuführen oder sie anzunehmen — oder die Spielfeldseite. Dem Verlierer verbleibt die Alternative, aber er hat das Recht zur Wahl im zweiten Satz.

MANNSCHAFTSAUFSTELLUNG

  • Da es nur 2 Spieler gibt, entfällt die feste Aufstellung.
  • Es gibt keine Rotation; nur eine Aufschlagreihenfolge.
  • Es müssen sich immer 2 Spieler pro Mannschaft auf dem Feld befinden.

POSITIONEN DER SPIELER UND ROTATION

Positionen

Im Moment des Aufschlages müssen sich die Spieler jeder Mannschaft in ihrer eigenen Spielfeldhälfte befinden (ausgenommen der Aufschlagspieler).

Die Spieler können sich frei aufstellen. Es gibt keine festgelegten Positionen auf dem Feld. Damit entfallen alle Rotations- und Positionsregeln.

DAS SPIELEN DES BALLES

Eine Mannschaft hat das Recht auf höchstens drei Schläge (eingeschlossen Block).

Gleichzeitige Kontakte

Führen gleichzeitige Ballkontakte von Gegnern zu einem gehaltenen Ball, so ist dies kein Doppelfehler; der Spielzug wird nicht wiederholt.

Merkmale des Schlages

Der Ball darf mit jedem Körperteil berührt werden.

Fehler beim Spielen des Balles

Der Ball muß sauber geschlagen werden, er darf nicht gehalten (gehoben, getragen, geworfen…) werden, ausgenommen in einer Abwehrreaktion nach einem hart angegriffenen Ball. In diesem Fall darf der Ball in der ersten Abwehrreaktion im oberen oder unteren Zuspiel für einen kurzen Augenblick unsauber (auch mit der offenen Hand) gespielt werden

Gehaltener Ball:

Ein Spieler schlägt den Ball nicht sauber, ausgenommen in einer Abwehrreaktion nach einem harten Angriffsschlag.

Lob:

Ein Spieler lobt mit offener Hand oder den Fingern. Der Ball darf z. B. mit der geschlossenen Faust bzw. der Fläche der Mittelfingerknochen über das Netz geschlagen oder gestoßen werden.

SPIELER AM NETZ

Eindringen unterhalb des Netzes

Ein Spieler darf die gegnerische Spielfeldhälfte betreten bzw. mit irgendeinem Körperteil berühren, vorausgesetzt, er behindert nicht das gegnerische Spiel.

Es ist untersagt, irgendeinen Teil des Netzes oder der Antennen zu berühren.

Spielerfehler am Netz

Ein Spieler dringt in die gegnerische Spielfeldhälfte ein und behindert das gegnerische Spiel.

AUFSCHLAG

Definition

Der Aufschlag ist das Insspielbringen des Balles durch den Aufschlagspieler, der sich hinter der Grundlinie, innerhalb der Verlängerungen der Seitenlinien, frei aufstellen kann und den Ball mit einer Hand oder einem Arm schlägt.

Erster Aufschlag im Satz

Der erste Aufschlag des ersten und dritten Satzes wird von der Mannschaft ausgeführt, die bei der Auslosung das Recht dazu erlangt hat.

Aufschlagreihenfolge

Gewinnt die annehmende Mannschaft den Spielzug, erlangt sie das Recht zum Aufschlag. Der Spieler, der das letzte Mal den Ball nicht ins Spiel gebracht hat, führt den Aufschlag aus.

Sichtblock

Der Spieler der aufschlagenden Mannschaft darf dem Gegner weder den Aufschlagspieler noch die Flugbahn des Balles durch einen Sichtblock verdecken. Die Sicht muß nach Aufforderung des Gegners freigemacht werden.

ANGRIFFSSCHLAG

Lobbälle sind nicht erlaubt

Einschränkungen für den Hinterspieler

Es gibt weder Vorder- noch Hinterspieler, da es keine Vorderzone gibt. Damit entfallen auch die entsprechenden Regeln.

Fehler beim Angriffsschlag

Ein Spieler spielt den Ball im oberen Zuspiel in die gegnerische Spielfeldhälfte, wobei die Flugbahn des Balles nicht senkrecht zur Schulter- und Hüftachse ist (Zuspielabsicht ist kein Fehler).

Ein Spieler spielt den Ball im oberen Zuspiel als Sprungpaß in die gegnerische Spielfeldhälfte (erlaubt ist nur ein sauberes oberes Zuspiel senkrecht zur Schulter und Hüftachse vorwärts oder rückwärts im Stand).

BLOCK

Ein Block ist ausgeführt, wann immer der Ball von einem Blockspieler berührt wird.

Nach einem Blockkontakt hat die Mannschaft Anspruch auf 2 weitere Schläge, um den Ball zurückzuspielen. Die zweite Ballberührung darf auch der Blockspieler ausüben.

REGULÄRE SPIELUNTERBRECHUNGEN

Reguläre Spielunterbrechungen sind Auszeiten.

Anzahl der regulären Unterbrechungen

Jede Mannschaft hat in jedem Satz das Recht auf 2 Auszeiten. Beide Spieler dürfen Auszeiten beantragen.

Reihenfolge der Unterbrechungen

Es dürfen mehrere Auszeiten nacheinander genommen werden, ohne daß das Spiel zwischendurch fortgesetzt wird.

Auszeit

Eine Auszeit dauert 30 Sekunden.

Spielerauswechslung

Es gibt keine Spielerauswechslungen.

AUSNAHME-SPELUNTERBRECHUNGEN

Ein verletzter Spieler hat 5 Minuten Wiederherstellungszeit. Wird er nicht wiederhergestellt, ist seine Mannschaft unvollständig.

PAUSEN UND SEITENWECHSEL

Pausen

Die Pausen zwischen den Sätzen betragen 1 Minute. Die Pause beim Seitenwechsel während des Spiels entfällt.

Seitenwechsel

Nach jeweils 10 bzw. 5 (3.Satz) gespielten Punkten werden die Spielfeldseiten gewechselt – ohne Pause.