Geschichte

Turngemeinde 1879 Traisa e.V. – Geschichte

Geschichte

Die Anfänge (1879 – 1939)

Seit Bestehen der Turngemeinde Traisa gehörten leichtathletische Übungen zum Programm. Zwar waren die früheren Wettkämpfe nicht vergleichbar mit den heutigen offiziellen Disziplinen der Leichtathletik und den Mehrkämpfen des Turnerbundes, denn es gab z.B. Weit-Hoch-Sprung, Steinstoßen mit 15 kg, Stabwerfen und ähnliches als offizielles Programm, die heute so gut wie verschwunden sind. In den Jahren vor dem ersten Weltkrieg wurde innerhalb der Turnerschaft alljährlich ein Gauturnfest durchgeführt, das dem Geräteturnen oder den gemischten Wettkämpfen, Geräte und leichtathletische Disziplinen vorbehalten war. Daneben gab es einen Gau – Wettkampf in den „volkstümlichen Disziplinen“, wo die obengenannten neben den Laufwettbewerben ausgetragen wurden. Traisas Turner waren immer bei diesen Wettkämpfen vertreten. Auch beim ersten „Turngang auf dem Frankenstein“ im Jahre 1902, aus dem sich das heutige „Frankenstein – Bergturnfest“ entwickelte, standen Traisas Turner am Start; und dieses bis heute, Jahr für Jahr fast ohne Unterbrechung. Nach dem Ersten Weltkrieg, in der Zeit von 1920 bis 1939 waren die Verhältnisse etwa gleich. Es gab keine spezielle Leichtathletik – Abteilung. Die Turner nahmen an volkstümlichen Wettkämpfen teil und besuchten das Frankenstein-Bergturnfest, aber keine speziellen Leichtathletik – Veranstaltungen, die hier oder da noch durchgeführt wurden. Während des Krieges ruhte der Trainings- und Übungsbetrieb.

Zurück

Wiederbeginn nach dem Kriege (1945 – 1959)

Nach dem 2.Weltkrieg änderte sich das Bild, denn mit der Wiederaufnahme der Vereinstätigkeit bildete sich auch eine starke Gruppe Jugendlicher und Aktiver, die das volkstümliche Turnen bzw. Leichtathletik bevorzugt betrieben. Wenn man das Mitteilungsblatt der TGT aus den Jahren 1955 – 1970 zur Hand nimmt und diesen Zeitraum von 15 Jahren einmal analysiert, so stellt man fest, dass bereits im ersten Jahrgang der Vereinsmitteilungen von 1955 von den guten Erfolgen der Leichtathleten gesprochen wird. Dieser Trend hält an und steigert sich bis zur Mitte der sechziger Jahre, dann allerdings flauen die Erfolgsmeldungen ab. Leider sind die Angaben in den Vereinsmitteilungen insofern nicht vollständig, weil meistens nur die erreichten Plätze, nicht aber die dazugehörigen Leistungen vermerkt sind. Aber schon im Jahrgang 1956 tauchen als erster und zweiter Sieger beim Gauturnfest in Gräfenhausen im Dreikampf Jugendturner B die Namen Uwe Keiler und Dieter Würtenberger auf, ebenso als Sieger die 4 x 100 m Staffel mit Uwe Keiler, Manfred Leißler, Dieter Würtenberger und Horst Schneider. In den folgenden Jahren zeigte es sich, dass Traisas Leichtathleten besondere Könner im leichtathletischen Mehrkampf, sowie hervorragend Staffelläufer waren. Die Siegerlisten bei den Gau- und Bergturnfesten, bei nationalen und Jubiläumssportfesten weisen in großer Zahl erste und weitere Platzierungen unsrer Wettkämpfer auf. Namen wie Uwe Keiler, Manfred Leißler, Dieter Würtenberger, Heinz Wagner, Klaus Jung, Erich Bub, H. Plößer, H. Würtenberger, Volker Seely, Helmut Breitwieser, um nur einige zunennen, waren allerorts bekannt. Später kamen noch hinzu: Klaus Aßmuth, Peter Dehnert, D. Strobel, Karl – Heinz Kindinger, Wilhelm Geibel, L. Rigler- Hufland, K.H. Schweitzer, Hartwig Maucher. Weiterer Erwähnung bedürfen: Bernd Reinhardt, der talentierte Hochspringer und Mehrkämpfer, und Fritz Bartl, der die gesamte Nachkriegszeit bis ins hohe Alter in der Aktiven- und Altersklasse als Dreikämpfer für erste Plätze gut war und sich auch einen Namen als Volksläufer und Volksgeher auf der langen Distanz gemacht hat. In den folgenden Jahren machte sich mit Alfred Fischer in der Klasse M60 ein weiterer Sportler einen Namen, der die Turngemeinde Traisa über die Grenzen hinaus bekannt gemacht hat. Alfred Fischer wurde übrigens für seine guten Leistungen als Kreismeister und Teilnehmer bei den Europameisterschaften der Senioren von der Gemeinde Mühltal geehrt. Im Jahre 1987 wurde er bei den Bezirksbestenkämpfen der Senioren bei verschiedenen Disziplinen zweimal erster (Bezirksmeister), einmal Zweiter und einmal Dritter. Für diese Leistungen ist er bei der Sportlerehrung der Gemeinde Mühltal besonders ausgezeichnet worden. Außerdem belegte er bei einigen Frankenstein – Bergturnfesten jeweils vordere Plätze.

Zurück

Die größten Erfolge 1960 – 1970

Wie stark in frühen Jahren die Leichtathletik – Abteilung der TGT war, zeigt einmal, dass beim Leichtathletik – Sportfest am 2. Oktober 1960 in Langen 12 Jugendliche und Aktive sowie vier Wettkämpferinnen weibl. Jugend B teilnahmen, die von ihnen bestrittenen Positionen alle 1.bis 5. Plätze erreichten. Beim Gauturnfest in Weiterstadt 1961 errangen unsere 4 x 100m Staffeln Aktive, Jugend A und B alle den ersten Platz. Im gleichen Jahr gewann die TGT die 1500m Staffel rund um den Frankenstein bei der männlichen Jugend mit Aßmuth, Häcker, Geibel, Rigler-Hufeland, Strobel, Dehnert und Seely. Diese Erfolge zeigen, dass die TGT nicht nur einige Spitzensportler aufzuweisen hatte, sondern eine starke Mannschaft mit sehr guter Durchschnittsleistung war. In diesem Zusammenhang ist die persönliche Leistung unseres Seniors Dieter Würtenberger hervorzuheben. Neben vielen 1. Plätzen in Einzeldisziplinen war Dieter Würtenberger sieben mal Frankenstein – Bergturnfest – Sieger in den Jahren 1960,1961,1964,1965,1966,1967 und 1968. Er hat sich auch erfolgreich bei Landeswettkämpfen geschlagen. Bemerkenswert ist, dass er zusammen mit Uwe Keiler beim deutschen Turnfest in Berlin 1968 in die 4 x 100m Hessenstaffel berufen wurde, was heißt, dass zwei Traisaer Leichtathleten das Land Hessen in der Staffel vertreten haben. Mit Dieter Würtenberger muss auch Uwe Keiler genannt werden, der in den Anfangsjahren schon große Erfolge erzielte, jedoch durch den Umzug seiner Eltern nach Wiesbaden ab 1960 nicht mehr zur Verfügung stand. Erst 1966 kam er, in Wiesbaden wohnend, wieder nach Traisa, nahm an den Vereinswettkämpfen teil und vertrat beim Deutschen – Turnfest 1968 in Berlin die Leichtathleten der TGT. Er erreichte im Leichtathletik – Sechskampf den 2. Platz bei den Deutschen Meisterschaften. 1970 setzte er einen Glanzpunkt seiner Laufbahn und wurde Deutscher Meister bei den Wettkämpfen in Stadthagen. Aber auch unsere Frauen verzeichneten viele Erfolge, so waren sie 1962 Vize-Hessenmeister im Waldlauf und Kreis- und Bezirksmeister über 3x 1000m. Diese starke Mannschaft setzte sich aus Beate Krebs, Marianne Klee, Kristel Krämer, Elfriede Mahr und Ursula Schmitt zusammen. Ferner wurden auch viele vordere Platzierungen bei Gau-, Bezirksmeisterschaften sowie auf Einzelwettkämpfen belegt. Dieser große Erfolg, den ein Leichtathlet der TGT errang, war jedoch nur noch ein Abglanz der alten Leistung und Stärke der gesamten Abteilung, denn ab 1966 war ein geschlossenes und erfolgreiches Auftreten der Abteilung nicht mehr verzeichnet worden.

Zurück

Die „Alten“ fehlten (1970)

Durch berufliche Inanspruchnahme und Verheiratung waren viele Aktive weggezogen. Der Nachwuchs war noch nicht soweit. Der leuchtende Stern der Leichtathletik-Abteilung hatte sich etwas verdunkelt. So vermerkt dann auch der Vorstand der TGT bei dem Bericht über das Wettkampfjahr 1970, dass an dem Frankenstein-Bergturnfest nicht die gewohnten glänzenden Siege errungen wurden, denn „die Alten“ fehlten. Doch hoffe man, dass aus der zahlreichen Beteiligung von Schülern und Schülerinnen einst wieder eine starke und leistungsfähige Abteilung erwachsen werde.

Zurück

Es geht wieder aufwärts (1970 – 1980)

Anknüpfend an die große Tradition Traisaer Leichtathleten hat sich seit Anfang der 70er Jahre eine Schüler- und Jugend – Leichtathletikabteilung in der TG Traisa etabliert. Diese konnte im Laufe der Zeit einige stolze Erfolge erringen. Soweit unsere Unterlagen noch vorhanden sind können wir folgendes berichten. 1978 wurde die Kreismeisterschaft im Waldlauf mit der Mannschaft der Schülerinnen C über 1000 m in der Besetzung Christine Amann, Nadja und Nicola Pietz gewonnen. Ebenfalls im Waldlauf konnte im Jahre 1979 bei den Schülern D Roger Horn Kreismeister werden. Bei den Kreis – Hallenmeisterschaften wurden Florian Sommer im Sprint über 40m und Stefanie Schmidt im Hochsprung Kreismeister ihrer Altersklasse. Den Titel einer Gau – Mehrkampfmeisterin holte sich Regina Windeck bei der weiblichen Jugend B. 1980 stellte die TGT bei den Kreis – Hallenmeisterschaften mit Karla Schmidt im Hochsprung die Meisterin. Erfolgreichstes Jahr wurde das Wettkampfjahr 1981. Allein bei den Kreis – Hallenmeisterschaften stellten wir vier Kreismeister und zwar: im Schlagballwurf durch Sandra Hanstein, im 35m Lauf mit Sören Fischer, in der 4 x 1 Runden-Staffel bei den Schülerinnen mit Dagmar Ebeling, Claudia Schramm, Nicola Pietz und Susanne Grünewald und im Hochsprung holte Stefanie Schmidt den Titel zum zweiten Mal nach Traisa. Bei den Kreismeisterschaften auf der Bahn wurden unsere Mädchen mit Dagmar Ebeling, Cornelia Hirzer, Claudia Schramm und Susanne Grünewald ebenfalls Kreismeister. Auch auf Bezirksebene konnten wir uns behaupten und stellten mit Sören Fischer bei den Schülern D im Mehrkampf und Udo Schöll bei den Schülern C im Hürdenlauf die Bezirksmeister des Jahres 1981. Leider können wir bei unsere Zusammenstellung nur die Erstplazierten erwähnen, sowie die wichtigsten Wettkämpfe, möchten aber an dieser Stelle auch an alle anderen Athleten erinnern, die gute Plätze belegten. Traisaer Schüler- und Jugend- Leichtathleten waren auf vielen Sportfesten in der näheren und weiteren Umgebung gern gesehene Gäste und immer für gute Leistungen bekannt. 1986 wurde Dagmar Ebeling Bezirksmeisterin im leichtathletischen Dreikampf der weiblichen Jugend A, ebenso Annette Liebel in der Klasse der weiblichen Jugend B. Ferner erreichte die Schülermannschaft einen ersten Platz beim Mühltalerstaffellauf. Beim Frankenstein – Bergturnfest gewann die männliche Jugend den 1. Platz bei der Staffel „Rund um den Frankenstein“, die weibliche Jugend belegte Platz zwei. Über einige Jahre hinweg hatten auch wir, wie wohl alle Vereine, eine „Durststrecke“ im Nachwuchsbereich zu überwinden, doch dürfen wir heute feststellen, dass dieses überwunden ist, denn zur Zeit trainieren in der Woche über 180 Kinder und Jugendliche, sowie Erwachsene in den einzelnen Übungsgruppen. So wurde das jahrelange, zähe Ringen um unseren Nachwuchs und der unermüdliche Einsatz der Übungsleiter und Helfer dieses Jahr mit vier Kreismeistertiteln in der Halle und auf dem Platz belohnt. So wurde Simone Delp Kreishallenmeisterin im Ballwurf, im Juni die 4 x 400m Staffel mit Klaus Spahn, Torben Bund, Bernd Freudensprung und Rolf Freudensprung Kreismeister und im September Tanja Brack Kreismeisterin im Hochsprung sowie Elizabeth Delp über die 50m. Nicht zu vergessen ist auch Annette Heppenheimer, sie wurde Vize – Bezirksmeisterin im Crosslauf. Auch nahmen unsere Athleten an Stadtläufen teil, hier besonders zu erwähnen wäre der 3. Platz von Silke Eichenauer beim Bessunger Stadtteillauf. So wurden Stefan Plag und Christine Walther in die Kreismannschaft des Leichtathletik Kreises Darmstadt berufen; dies hat uns besonders gefreut. Besonders schön war der wiederholte Gewinn von 4 Pokalen des Mühltalerstaffellaufes im Juni dieses Jahres. In Jahre 1992 wurden unsere Frauen Kreismeister über die 4 x 400m Strecke (mit Spahn, Eichenauer, Krämer, Fischer), ferner wurden verschiedene Kreismeistertitel errungen, so z.B. Annika Mauer über 60m Hürden in der Halle, ein Heattrick gelang im Weitsprung mit 1. Fabian Kisch; 2. Tim Hoffmann; 3. Jean-Luc Richter. Im Weiteren gewann im Jugendbereich die Turngemeinde Traisa diverse 1. Plätze auf verschiedenen Wettkämpfen z.B. Dirk Meier ( Männer 1,64 m im Hochsprung). 1993 setzen sich schon im Frühjahr die guten Leistungen unserer Leichtathleten fort, so wurde bei den Kreishallenmeisterschaften Fabian Kisch 2. im Weitsprung und unsere männliche Jugend gewann die Mannschaftswertung der Kreiswaldlaufmeisterschaften in ihrer Klasse mit Torben Bund, Stefan Bank und Daniel Gerbaulet. Im Juni dann wurde unsere Männerstaffel mit Klaus Spahn, Dirk Meier, Marcus Bund und Tobias Schweighöfer Kreismeister über die 4x400m Staffelstrecke. Unsere Frauen Staffel über die selbe Distanz wurde zweiter, mit Katja Schulz, Jutta Krämer, Shirley Sports und Anette Partheil. Die Jugendstaffel, obgleich weit führend, wurde wegen eines Wechselfehlers disqualifiziert. In den Sommerferien nahm unserer Frauenstaffel an einem Meeting über 4x100m teil und belegte einen schönen zweiten Platz (Katja Schulz, Jutta Krämer, Annette Rausch und Anette Partheil). Gleich daran schloss sich der Mühltalerstaffellauf an, bei dem 6 von 9 möglichen Pokalen gewonnen wurde. Besonders stark waren hier die Jugend und Schüler vertreten, die jeweils in ihrer Klasse den Pokal gewinnen konnten. Auch wurde im Mai auf dem Traisaer Waldsportplatz der alljährliche Wettkampf ausgetragen. Bei dem es dieses Jahr (1979) für jeden Sieger eine Gedenkmedaille gab, die anlässlich des 100jährigen Jubiläums gestiftet worden war. In diesem Jahr wurde auch der erste „Rückblick“, damals noch unter dem Namen „Leichtathletik-Kurier“ von Günter Zöllner veröffentlicht. Diese Schrift beinhaltete vorwiegend eine Zusammenfassung der erbrachten Leistungen der Athleten, die sie auf Wettkämpfen im vergangenen Jahr erzielt hatten. Diese Schrift schlief zwar nach einigen Ausgaben ein, wurde aber 1990 von Tobias Schweighöfer mit einem neuen Konzept aufgegriffen und wird bis heute alljährlich publiziert.

Zurück

1980-1990

Doch sollte man nicht nur auf die sportlichen Erfolge der Athleten der Turngemeinde blicken, denn auch die Vereinsarbeit lässt in diesen Jahren zum einen neue Ideen und zum anderen auch deren tatkräftige sowie erfolgreiche Umsetzung erkennen. So war der Beginn der Achtziger durch die Feiern des 100 jährigen Bestehen der Turngemeinde Traisa gezeichnet. Auf dem Fest selbst war außer bei der Mitwirkung am Fackelzug und an den Festzügen am Sonntag und Montag, von den Leichtathleten nicht viel zu sehen. Die erwachsen Mitglieder der Leichtathletik-Abteilung wirkten im Hintergrund als Gerätetrupp, beim Auf- und Abbau im Festzelt und bei der Bewirtschaftung mit. Bei den Festumzügen allerdings waren die Schülerinnen und Schüler mit einer stattlichen Anzahl vertreten und ernteten durch ihr diszipliniertes Auftreten währende des Festzuges unterwegs viel spontanen Beifall. Neben den Festlichkeiten des Gesamtvereins wurde in der Abteilung der Grundstein des sich immer weiter etablierenden alljährlichen Hallensportfestes. So wurde das erste Hallensportfest, wie alle bisher nachfolgenden, in der Kreissporthalle Nieder-Ramstadt veranstaltet. Mit sage und schreibe 120 Teilnehmern aus sieben verschieden Vereinen wurde ein Mannschaftswettkampf durch geführt. Hierzu bestand eine Mannschaft aus zwei Mädchen und zwei Buben, die im 35 und 600 Meterlauf sowie in der 4×1 Rundenstaffel gegen die Mannschaften der anderen Vereine antraten. Außerdem wurde als Einzeldisziplin Hochsprung angeboten. Mit jeweils einer Erstplatzierung der Mannschaft überzeugten die Athleten der Turngemeinde in den Jahrgänge der C und D SchülerInnen, sowie mit einem jeweils zweiten Platz in den Jahrgängen der A und B SchülerInnen. Im Hochsprung gewann Joachim Zöllner mit 1,59 Metern den Wettkampf der männlichen Jugend B. Doch war das Hallensportfest nicht der einzige von der Turngemeinde veranstaltet Wettkampf in diesem Jahr. Denn die Turngemeinde richtete dieses Jahr die Kreiswaldlaufmeisterschaften aus. Die Wettkampfvorbereitungen waren mehr als nur turbulent, da in diesem Winter der Schnee meterhoch lag und ein paar „Sportsfreunde“ kurz vor Wettkampfbeginn die Streckebegrenzungen und –markierungen entweder verstellt oder entwendet hatten. Doch trotz aller Probleme konnte der Wettkampf pünktlich und planmäßig abgewickelt werden. Aus den Achtzigern sollte weiterhin die Hüttentour erwähnt werden. 1986 machte sich hierzu Klaus Spahn mit fünf weiteren Jugendlichen auf den Weg zum Königssee, um im Berchtesgadener Land 7 Tag von Hütte zu Hütte zu wandern. Wirft man von hier aus einen Blick auf die Gegenwart, so ist ersichtlich, dass vieles seinen Ursprung in diesen Jahren hat und dass der Verein und ganz besonderst die Abteilung Leichtathletik von diesen Dingen geformt wurde.

Zurück

Deutsches Turnfest, Wettkämpfe und Freizeiten (1990)

Für die „großen“ Leichtathleten wurde dieses Jahr zum wiederholten Male eine Skifreizeit, dies mal in Ischgl, durchgeführt. Eine Gruppe von 12 Personen reiste mit dem eigenen PKW nach Ischgl in Österreich. Dort hatte sie eine urige Selbstversorger – Hütte gemietet. Die Woche ging schnell vorüber und war ein gelungenes Erlebnis für alle; und hier insbesondere unsere Ski – Touren in die Schweiz zum Mittagessen. Am Abend besuchten die Gruppe dann regelmäßig das Hallenbad zum Entspannen, um daran anschließend gemütlich den Rest des Abends in der Hütte zu verbringen. In diesem Jahr haben wir nur an wenigen Wettkämpfen teilgenommen. Wir hoffen, dass dies in Zukunft wieder besser werden wird. Wir besuchten folgende Sportfeste: Zweimal in Sandbach, Hochsprung mit Musik in Usingen, Frankenstein – Bergturnfest, Deutsches Turnfest in Bochum/Dortmund. Nicht zu vergessen unsere eigenen Veranstaltungen, im Frühjahr in der Halle und unsere Vereinsmeisterschaften im Herbst auf dem Sportplatz in Traisa. In diesem Jahr fanden sie in Anlehnung an die Sportabzeichenbedingungen statt, so dass auch „Nichtleichtathleten“ daran teilnehmen und das Sportabzeichen abnehmen lassen konnten. Hier hatten wir seit langem wieder einmal regen Zuspruch. Anschließend haben wir gegrillt und mit Würstchen und Getränken die Freiluftsaison abgeschlossen. Nebenbei erwähnt sei noch der Besuch des sportmedizinischen Institutes in Frankfurt durch eine Gruppe unserer Leichtathleten, bei dem sie von erfahrenen Sportärzten auf ihre Sporttauglichkeit untersucht wurden. Auch auf dem Deutschen Turnfest in Bochum / Dortmund waren wir mit einigen Athleten vertreten. Wir starteten mit einem Sonderzug des Deutschen Sportbundes von Darmstadt aus nach Dortmund. Auf diesem Turnfest mit fast 100.000 Teilnehmern aus ganz Deutschland erlebten wir unvergleichlich schöne Tage. Unsere leichtathletischen Wettkämpfe konnten wir erfolgreich abschließen. Unterstützt wurden wir von unseren „älteren“ Leichtathleten, die ebenfalls zu ihren Wettkämpfen nach Bochum/Dortmund angereist kamen. Alle 8 Teilnehmer unserer Jugend waren sich einig: „1994 in Hamburg sind wir wieder dabei, komme was wolle“. Anlässlich der Sportplatzeinweihung des TV Waschenbach wurde der diesjährige Mühltaler Staffellauf im Ortsteil Waschenbach ausgetragen. Wie in den vergangenen Jahren wurde auch in diesem Jahr eine große Anzahl der Mannschaften von der Turngemeinde Traisa gestellt. Von unseren sechs angetretenen Mannschaften errangen drei erste Plätze. Trotz anfänglich schlechter Wetterverhältnisse fand dann anschließend die Siegerehrung bei herrlichem Sonnenschein mit gemütlichem Beisammensein auf der Sportanlage des TV Waschenbach statt. Es gehört zur guten Tradition, alljährlich die von der SG Sandbach/Odw. angebotenen Hallensportfeste zu besuchen. So konnten wir uns auch in diesem Jahr im Frühjahr und beim Wettkampf am 10. und 11.November in einigen Altersgruppen wieder als Sieger eintragen. Erfreulich war das gute Abschneiden der Kleinsten, sprich D-Schüler. Sie mussten in der nächst höheren Gruppe (C-Schüler) starten und hielten sich recht wacker. Für einige unserer Teilnehmer war es der erste Wettkampf in fremder Umgebung und man konnte die Aufregung verstehen. Alles war aber vergessen, als jeder mit einer Urkunde die Heimreise antreten konnte. Zu Beginn der Herbstferien fand wieder ein Trainingslager in Oberhundem im Sauerland statt. Mit einer Gruppe von 30 Leichtathleten fuhren wir am Freitag, dem 5.10.90, in Nieder-Ramstadt los. Gegen 17.00 Uhr erreichten wir unsere Jugendherberge. Nach dem Beziehen der Zimmer und dem Abendessen spielten wir an diesem Abend einige schöne Spiele mit allen. Besonders ist hervorzuheben, dass an dieser Fahrt Athleten aller Alterklassen teilnahmen. Am Samstag starteten wir mit einer Trainingseinheit in den Tag. Am Nachmittag standen dann Sportspiele, wie Volleyball, Tischtennis und vieles mehr auf dem Programm. Danach ging es zum Entspannen ins Hallenbad. Nach dem Abendessen zogen wir uns dann die dicken Jacken an und machten uns auf den Weg zu unserer Nachtwanderung, die uns am Rhein-Weser-Turm zu einer kurzen Pause einkehren ließ. Nach zweieinhalb Stunden Wanderung erreichten wir wieder unsere Jugendherberge. Einige Stimmbänder hätten es wohl auch nicht länger ausgehalten, da auf der Wanderung ausgiebig gesungen wurde. Einen besonderen Dank an unseren Vorsänger Marcus! So nahte auch schon der Sonntag. Bei klarem blauem Himmel veranstalteten wir am Vormittag eine Schnitzeljagd, die uns in die Wälder und das Gestrüpp des Sauerlandes führte. Der Nachmittag stand wieder ganz im Zeichen des Sports. Am Abend gab es dann unseren bunten Abend mit Spiel, Spaß, Modeschau und Tanz. So ging auch dieser Tag zu Ende. Zum Abschluss besuchten wir am Montag, leider im Regen, aber wir sind ja nicht aus Zucker- den Panorama-Park. Es war für alle ein Erlebnis. Hier sind besonders Christine und Silke zu nennen, die auf der Sommerrodelbahn so ihre Probleme mit den Kurven hatten. Die „Leichtathletik-Senioren“ – und seit einigen Jahren auch Seniorinnen- haben sich inzwischen zu einer verschworenen Gemeinschaft zusammengefunden. Der Donnerstagabend ist für sie „heilig“. Denn seit eh und je ist dieser Tag der Tag der Leichtathleten. Auch nur der Versuch, diesen anderweitig zu verplanen, käme einer „Palastrevolution“ gleich. Die Anzahl der Wettkampfbeteiligungen ist zwar inzwischen etwas zurückgegangen, doch ist es fast schon eine Pflicht an herausragenden Ereignissen, wie Deutsches Turnfest, Landesturnfest und Frankenstein-Bergturnfest, teilzunehmen. So ist u.a. die Turngemeinde Traisa einer der wenigen Vereine, der an allen 88 Frankenstein-Bergturnfesten teilgenommen hat. Und gerade bei diesen Wettkämpfen konnten jeweils hervorragende Plätze belegt werden, das heißt die „Alten“ haben noch nichts verlernt. Nur ist der Bewegungsablauf inzwischen etwas langsamer geworden. In diesem Jahr stand nun wieder das Deutsche Turnfest in Bochum/Dortmund an, an dem sich die Leichtathletik-Senioren selbstverständlich beteiligt und hervorragende Platzierungen erzielt haben. Bei all den „jungen“ Leichtathletik-Senioren darf man auch die „Ober-Senioren“ Alfred Fischer und Fritz Bartl nicht vergessen. Diese beiden gelten als sogenannte „Nebelkämpfer“. Denn sie tauchen bei irgend einem Sportfest auf, belegen erste oder sehr gute Plätze und verschwinden wieder- ohne dass jemand etwas davon gesehen hätte. So geschehen in diesem Jahr bei Kreis- und Bezirksmeisterschaften, beim Deutschen Turnfest, oder gar bei Europameisterschaften in Budapest. Doch wie es halt so ist, wenn auch der Wettkampfergeiz etwas nachgelassen hat, so haben die geselligen Ereignisse in entsprechendem Maße zugenommen. Auch dies ist ein Betätigungsfeld, auf dem die Leichtathletik- Senioren zu Hause sind. Ob es das traditionelle Angrillen im Januar oder das Abgrillen im Dezember ist. Voraussetzung hierbei sind allerdings, es ist möglichst kalt und liegt außerdem noch Schnee. Bei diesen Veranstaltungen wird selbstverständlich die gesamte Familie mit einbezogen. Alles in allem ist diese Abteilung eine Gemeinschaft, bei welcher der Sport nicht zu kurz kommt, die Geselligkeit gepflegt wird und jeder „Neue“ sofort als vollwertiges Mitglied aufgenommen wird- vorausgesetzt er zahlt seinen Einstand.

Zurück

 

Gute Leistungen (1991)

Unter diesem Motto fuhr eine Gruppe von ca. 15 der ‚größeren‘ Leichtathleten, wie im vergangenen Jahr, für eine Skifreizeit in die Silvretta-Skiarena. Es ist schon Tradition geworden, dass sich ein bunter Haufen, beginnend vom Anfänger bis hin zum Stilskifahrer und gnadenlosen Pistenfutzi, gemeinsam eine Woche der Faszination Schnee und Sonne hingibt. Unterhalb der Ballunspitze im kleineren Skigebiet bei Wirl zog man nach der Anreise aus Mühltal zum Eingewöhnen die ersten Schwünge. Manch einer hat sich da gefragt, wie er denn vergangenes Jahr den Parallelschwung hinbekommen hat. Nach dem ersten bewölkten und nebligem Tag, präsentierten die Sonne und die ausgesprochen ‚hohen‘ Temperaturen das Silvretta-Skigebiet in voller Pracht. Zwar konnte man im Laufe der Woche sehen, wie aus einer ca. 7-spurigen Autobahn eine einspurige wurde, was aber dem Spaß am Skifahren nicht Einhalt gebot. Aufgeteilt in Grüppchen fuhr man zu den abgelegensten Liften, preschte in der Hoffnung nicht in einem Graben oder Bach zu landen, unbekannte Pisten ins Tal hinunter oder versuchte sich an Buckelpisten. Zur Mittagszeit oder wenn man sich ein bisschen müde fühlte, legte man eine Pause in einer der unzähligen, auf den Pisten verstreuten, Gastwirtschaften ein oder legte sich für ein Weilchen auf eine Liege zum Sonnen. Vergessen darf man die freiwilligen ‚Skilehrer‘ nicht, die täglich zusammen mit unseren Anfängern die Pisten befuhren, mit der nicht immer ganz leichten und ziemlich nervigen Aufgabe, ihnen ein paar grundlegende Dinge zu vermitteln. Nach einem Skitag, an dem meistens bis zur letzten Minute gefahren wurde, freute man sich auf die Hütte, die wie im vergangenen Jahr ein uriges Bauernhaus war. Bei Kaffee und Kuchen ruhte man sich ein wenig in der Wohnstube aus. Einige besuchten dann zusätzlich zum Relaxen und zum Duschen das nahegelegene Hallenbad. Währenddessen schickte sich eine eingeteilte Küchencrew an, das Essen vorzubereiten. Nach Kochen, Abendessen und Abspülen saß man dann entweder in der Küche oder Wohnstube bei einem Glas Rotwein oder Bier gemütlich zusammen oder feierte bei lauter Musik und wilden Tänzen. Und so waren sich am Abfahrtstag alle einig: es war wieder eine super Skifreizeit, nächstes Jahr sehen wir uns wieder. Als erstes großes Ereignis des neuen Jahres standen im Februar die Kreishalleneinzelmeisterschaften in Darmstadt auf dem Plan. So fuhren wir mit 20 Athleten zu diesem Wettkampf. Besonders erfreulich für uns war der Kreismeistertitel von Simone Delp im Ballwurf. Aber auch alle anderen Teilnehmer schlugen sich in den stark besetzten Wettkämpfen sehr gut. So wurde unter anderem Stefan Plag Vizekreismeister über 1000 m. Schon im März fanden dann die Bezirks-Crossmeisterschaften in Wolfskehlen statt. Bei einer Teilnahme von 29 Vereinen wurde Annette Heppenheimer in der Frauenklasse 2. über die Strecke von 4600 in. Christine Walther belegte bei den Schülerinnen Platz 4 über 1500 in, Silke Eichenauer Platz 6. Trotz des kühlen und nassen Wetters war diese Veranstaltung ein voller Erfolg. Im März fand dann unser eigenes Hallensportfest in der Kreissporthalle in Nieder-Ramstadt statt. Ausgeschrieben waren allerdings nur Laufwettbewerbe über die Kurz- und Mittelstrecke, sowie für Staffeln. Trotz schwacher Resonanz der auswärtigen Vereine war der Wettkampf stets spannend und interessant. Bei einer Teilnehmerzahl von über 40 Athleten dauerte es schon einige Zeit, bis alles abgewickelt war. Alle Ergebnisse sind auf Seite 24 zusammengefasst. Ganz spontan fanden sich an Pfingsten dieses Jahres 18 Jugendliche der Abteilung Leichtathletik zu einem Zeltwochenende in Balkhausen zusammen. Nach allgemeinem lustigen Zeltaufbau, Holzsuchen für Lagerfeuer und vielen Spielen auf dem großen Freizeitgelände, wurde sich zu einem gemütlichen Abend mit Grillen, viel Geschwätz und Gesang um das Lagerfeuer zusammengesetzt. Am nächsten Morgen brach man dann, nach dem gemeinsamen Frühstück, die Zelte wieder ab. Man war sich einig, solche Unternehmungen in Zukunft zu wiederholen. Die Staffelmeisterschaften des Kreises Darmstadt wurden anlässlich eines Staffelabends der LG Bensheim/Rimbach ausgetragen. Mit einem kleinen Aufgebot nahm in diesem Jahr auch die TG Traisa daran teil. Bei angenehmem und trockenem Wetter wurde der Wettkampf zügig abgewickelt. Neben den Staffeln wurden auch noch die Einzeldisziplinen Sprint und Weitsprung angeboten, an denen sich aber unsere Mannschaft nicht beteiligte. Bei den meisten Staffeldisziplinen dominierten vorwiegend andere Vereine. Nur in der 4x400m Staffel konnte die TG Traisa mit der Männerstaffel in der Besetzung B. Freudensprung, K. Spahn, R. Freudensprung, T. Bund den 1. Platz belegen und wurde mit diesem Erfolg Kreismeister. Am Mühltaler – Staffellauf nahmen, wie jedes Jahr, die Leichtathleten unserer Abteilung mit großem Erfolg teil. Der Rundkurs für den Staffellaufe war dieses Jahr in Traisa abgesteckt. Die Strecke führte vom Schwimmbad durch die „Ochsengasse“ wieder zum Schwimmbad und von dort auf den Traisarer Sportplatz, wo das Ziel war. Den Rahmen um das Ereignis gestaltete der SV 1911, der sein 80 jähriges Jubiläum feierte. Im Bereich der Schülerinnen und Schüler konnten wir uns beide Pokale sichern, ebenso den Pokal der Frauen und Männer. Der Pokal der Schülerinnen geht nun nach dreimaligem Gewinn endgültig in unseren Besitz über. Darüber haben wir uns am allermeisten gefreut. Am Samstag, dem 15.06.91, begann in Bürstadt das Landeskinderturnfest mit über 7000 Kindern. Auch die Leichtathleten der TG Traisa nahmen unter Leitung von Barbara Jung und Annette Heppenheimer daran teil. Nach der Eröffnung des Turnfestes wurde ein bunter Abend mit Musik und Feuerwerk für die Kinder und Jugendlichen veranstaltet. Übernachtet wurde in einer Schule, von der am nächsten Tag die Wettkämpfe aufgesucht wurden. Besonders zu erwähnen sind die Leistungen der TGT Athleten. Im Dreikampf (50m – Lauf, Ballweitwurf, Weitsprung) belegten Petra Plag den 57., Meike Bittelmeyer den 112. Platz, Nicole Jost erreichte einen 118. und Kirsten Mauer einen 79. Platz jeweils in ihren Altersklassen. Bei den Jungen belegte Stefan Plag den 35. und Thomas Klappich den 90. Platz. Nach Beendigung der Wettkämpfe fand eine tolle Abschlussveranstaltung statt, an der auch unsere Kinder aktiv mitwirkten. Nach einer ‚Reise um die Welt‘ mit Musik und Tanz aus verschiedenen Ländern, landete das Flugzeug wieder in Bürstadt, wo zum Abschluss fünf Fallschirmspringer auf dem Rasen des Stadions unter großem Beifall der Kinder landeten. Das Landeskinderturnfest war insgesamt eine gelungene Veranstaltung, wobei der positive Gesamteindruck auch nicht durch einige organisatorische Schwierigkeiten getrübt werden konnte. Eine Großveranstaltung mit tausenden von aktiven, quirligen und froh gelaunten Kindern durchzuführen, bedeutet immer ein hohes Maß an Flexibilität seitens aller Beteiligten. Unseren Mitwirkenden hat es einen Riesenspaß bereitet und alle waren sich einig : „Beim nächsten Landeskinderturnfest sind wir wieder dabei!“. Aus Tradition forderte auch in diesem Jahr die Stadt Darmstadt interessierte Sportler auf, in den Straßen der Innenstadt ihre Leistungen beim Stadtlauf zu messen. Der ASC Darmstadt als Veranstalter ermöglichte sozusagen Leichtathletik zum Anfassen. Bei idealem Laufwetter kamen die knapp 2000 Teilnehmer aus 23 Nationen und die rund 15000 Zuschauer gleichermaßen auf ihre Kosten. 11 Athleten der TGT nahmen an dem Lauf in den entsprechenden Altersklassen teil. Während die Schüler am Nachmittag ihren Lauf bestritten, war die Masse der Teilnehmer erst um ca. 21.00 Uhr an der Reihe, im ‚Lauf für alle II‘. Um 19.00 Uhr stand der Höhepunkt des Wettbewerbes auf dem Programm, der Lauf der Asse. In einem für den durchschnittlichen Sportler sehr hohen Tempo, bewältigten die zumeist ausländischen Teilnehmer die 7900m lange Distanz in kurzer Zeit. Dominierend in dem Feld war ein quirliger, kleiner Kenianer, dem man im Ziel das Tempo und die Distanz überhaupt nicht anmerkte. Cup da Franco – das ist ein Erlebnis für Teilnehmer und Zuschauer. Wer schon einmal mitgelaufen ist, weiß, wie faszinierend es ist mitzulaufen. Das Flair und die Atmosphäre der nächtlichen Innenstadt und die stetigen Anfeuerungsrufe der Zuschauer, lassen einem die Laufstrecke unvergessen machen. Im Anhang haben wir einige herausragende Leistungen angeführt. Wie das nun einmal so ist, nach den Sommerferien standen wieder einige Wettkämpfe ins Haus. Zu aller erst das Frankenstein Bergturnfest am 25.8.91. Dieses traditionsreiche Sportfest besuchten wir mit 8 Teilnehmern. Die erzielten Platzierungen lagen alle im Mittelfeld. Am 31.8. und 1.9.91 nahmen wir am regionalen Schülersportfest in Egelsbach teil. Dieses große Sportfest mit ca. 500 Teilnehmern war eine sehr gelungene Veranstaltung. Bei strahlendem Wetter erzielte Tanja Brack im Kugelstoß mit 8.98 m einen 3. Platz in ihrer Altersklasse. Ferner belegte Petra Plag einen 6. Platz mit 4.88 m in der selben Disziplin. Noch zu erwähnen wäre Christine Walther mit einem 2. Platz im 800 m-Lauf. Am Freitag, dem 21.9.91, wurde dann Silke Eichenauer beim Bessunger Stadtteillauf in Darmstadt 3. über 1900 m. Einen Tag später erzielte Christian Kunkelmann beim Schülersportfest in Langen hervorragende Leistungen im Weitsprung und 50 m Lauf. Er belegte im Weitsprung den 6. Platz und wurde über 50 m Erster. Besonders gefreut haben wir uns über die Leistung von Tanja Brack im Hochsprung und Kugelstoß, sie belegte jeweils den 1. Platz. Einen Woche später, am 22.9.91, fanden in Darmstadt die Kreis-Schülereinzelmeisterschaften statt. Trotz schlechten Wetters kamen sehr gute Leistungen für unsere Athleten dabei heraus. Elizabeth Delp wurde Kreismeisterin über 50 m, Tanja Brack wurde ebenfalls Kreismeisterin im Hochsprung. Aber auch die weiteren Ergebnisse lassen für die Zukunft noch einiges erwarten, so der 4. Platz von Petra Plag über 60 m Hürden, der 2. Platz von Christine Walther über 800 m und der 3. Platz von Silke Eichenauer über dieselbe Strecke. Aber auch unsere anderen Athleten waren erfolgreich, hier einige Auszüge aus der Ergebnisliste: Felix Blank 8. über 50 m, Tim Trottnow 7. im Ballwurf, Florine Muth 4. über 50 m. Die Liste ließe sich noch fortsetzen, aber das Allerwichtigtste war, dass es allen Spaß gemacht hat. Eine besonders erfreuliche Nachricht erreichte uns anschließend. Stefan Plag wurde für die 1000 m und Christine Walther für die 800 m in die Mannschaft des Kreises Darmstadt berufen. Super !!! Man gebe einige junge Sportler und Übungsleiter mit einigen Sportgeräten, etwas Motivation und viel guter Laune in eine schöne Jugendherberge und rühre kräftig um, und fertig ist ein perfektes Trainings- und Freizeitwochenende. Nach diesem Rezept gelang auch das diesjährige „Trainingslager“ der Leichtathletikabteilung hervorragend. Dank guter Organisation und ausführlicher Vorarbeit konnten alle Teilnehmer vierabwechselungsreiche Tage in Laubach (bei Gießen) genießen. Auch das Wetter war größtenteils gut, so dass der Ausflug zur Saalburg, die Nachtwanderung und die „Freiluft-Trainingszeiten“ reibungslos über die Bühne gingen. Lediglich am letzten Tag musste der Besuch des Freizeitparks „Lochmühle“ wegen Dauerregens durch ein gemeinsames Pizzaessen ersetzt werden. Der abwechslungsreichen und spannenden Ortsrallye war es zu verdanken, dass wir jetzt u.a. wissen, wie der Chefarzt der Laubacher Kliniken heißt und wo man sich in Laubach ein Ei kochen lassen kann. Neben den „geselligen“ Programmpunkten kam auch der Sport nicht zu kurz. Das tägliche Training wurde gewissenhaft durchgeführt, so dass sich niemand über mangelnde körperliche Betätigung beschweren konnte. Die Abende vertrieben wir uns mit Spielen und Basteln. Die Nachtruhe war fast nie gefährdet, da die täglichen Aktivitäten alle mehr oder weniger geschlaucht hatten. Auch dieses Jahr besuchten wir wieder als Saisonabschluss das Hallensportfest der SG Sandbach. Dieses Hallensportfest ist immer gut besucht und schön organisiert. So war es auch diesmal. Am Samstagvormittag kämpften unsere Kleinsten in den Disziplinen 40 in, Ballwurf, Mittelstrecke und Staffel um den Sieg. Für viele war es der erste Wettkampf, so dass er zu einem besonderen Erlebnis wurde. Da die Urkunden sofort nach Beendigung des Wettkampfes überreicht wurden, konnten alle ganz stolz mit Ihren Ergebnissen nach Hause fahren. Am Nachmittag waren dann unsere 9 – 12 Jährigen dran. Auch hier wurde der Wettkampf zu einem schönen Ereignis, vor allem als Christian Kunkelmann im Hochsprung den 3. Platz belegte, obwohl er zuerst gar keinen Hochsprung machen wollte. Bei jedem Sprung steigerte er sich in Technik und Höhe. Er gewann zusätzlich ganz souverän den 40 in- und den 400 m Lauf. Bei den Mädchen überzeugte unsere Kreismeisterin Elizabeth Delp über 40 in und holte einen weiteren Sieg nach Traisa. Am Sonntag waren dann die Jugend und Aktiven am Zuge. Auch hier gestaltete sich der Wettkampf vielseitig. Besonders im Hochsprung, wo sich Tobias Reinhardt und Dirk Fleischmann zu immer neuen Höhen trieben und mit dem Endergebnis von 1,73 in sehr zufrieden waren.

Zurück

Wettkämpfe, Umfrage und Hallenumbau (1992)

Um 6 Uhr morgens ging es los. Eine lustige Gruppe der Traaser Leichtathleten zog es wieder einmal in die Berge, um die Pisten unsicher zu machen und ein weiteres Mal Spaß bei ihrer Skifreizeit zu haben. Das Ziel hieß Gstaad – ein kleines Skigebiet in der Schweiz. Die gute Stimmung ließ sich auch nicht durch einen Stau während der ohnehin schon langen Anfahrt trüben. Kaffee wurde reihum in die Autos gereicht. Zur Belustigung manch anderer Autofahrer wurde das Kassettenradio voll aufgedreht und mitgesungen. Endlich erreichte man das Ziel. Da die Hütte nicht mit dem Auto erreichbar war, musste das Gepäck, das bei manchem Teilnehmer recht große Ausmaße hatte, von dem Pistenbulli hinaufgefahren werden. Kaum waren die Sachen irgendwie in der Hütte angelangt, ging es ab auf die Piste. Die letzte ruhige Minute des Skigebietes war abgelaufen. Die Traaser Leichtathleten waren auf dem besten Weg alles unsicher zu machen. Nein, bei ihnen gab es keine trockenen Abfahrten. Sie wurden geschmückt mit Höhepunkten. Wie zum Beispiel das Rennen von Tobias Schweighöfer und Andi Anger. Da durften schon einmal Wetten abgeschlossen werden. Auch für „Geographie“ war bei den Fahrten Zeit. So kann man den Blick auf die „Zugspitze“ eindeutig zu den Höhepunkten zählen. Geschichte war bei der Fahrt nicht wegzudenken. Es stellte sich heraus, dass selbst die Wikinger bis in die Region vorgestoßen waren. Was die, Hörner der Kühe eindeutig bewiesen. Mittags wurde auf einer der vielen Stationen Rast gemacht. Am Abend gab es ein reichhaltiges Unterhaltungsprogramm. Begab man sich in die rechte Ecke des Aufenthaltsraumes, konnte man den Erinnerungen der ehemaligen Wehrpflichtigen lauschen. Begab man sich in die linke Ecke, durfte man sich in der Nützlichkeit des grünen Punktes weiterbilden und erfuhr mehr über die Problematik der Umverpackungen. Doch wem das alles nicht zusagte, konnte sich der Sucht des Spielens hingeben und sich einfach in die Mitte setzen. Auch wenn die Lifte schon standen, gab es noch ein reichhaltiges Sportprogramm. Nur ein paar Meter von der Hütte entfernt stand eine von einigen Unermüdlichen gebaute Sprungschanze. Sie konnte nach Belieben genutzt werden, was natürlich großen Anklang fand. Da in jedem Menschen immer ein Stück Kind bleibt, egal wie alt er ist, nutzten einige Teilnehmer die Vielseitigkeiten des Rucksackes und der Piste, um eine kleine Rodelrallye zu machen. Auch für den lustigen Verlauf eines Geburtstages konnte gesorgt werden. Wie jedes Jahr unterstützte die Abteilung Leichtathletik die Kerb tatkräftig. Die älteren Leichtathleten taten Dienst hinter der Theke und sorgten für das Wohl der Gäste. Am Kerbeumzug nahmen wir traditionell wieder mit vielen Athleten teil. Dieses Jahr verkauften wir Stücke des alten Turnhallenbodens. Nach der Aufstellung aller Teilnehmer begann in der Nähe des Bürgerhauses Traisa der Zug. Von dort führte er durch den Ort und endete am Kerbeplatz. Bei herrlichem Sonnenschein fand auch diesmal der Zug ein reges Interesse bei den Zuschauern und wurde dementsprechend bejubelt. Die Teilnahme hat auf jeden Fall viel Spaß gemacht. Unser diesjähriges Trainings- und Freizeitlager fand vom 8. – 11. Oktober in Annweiler/Pfalz statt. Wie schon in den Jahren zuvor, wollten wir vor allem vier schöne Tage verbringen und auch ein bisschen Sport treiben. Nach der Ankunft und dem Auspacken im Turnerheim, wurde zunächst ein Spaziergang zur Erkundung des Dorfes unternommen. Abends ging es zum lockeren Trainieren und Spielen in die hauseigene Turnhalle. Am nächsten Morgen stand ein „Spiel ohne Grenzen“ auf dem Programm. Auf dem Sportplatz, der uns ein wenig an Traisa erinnerte, hatten wir zwei Mannschaften eingeteilt, die Disziplinen wie Tauziehen und Propellerlauf zu absolvieren hatten. Zur Erholung fuhren wir dann nach dem Mittagessen in ein ca. 20 km entferntes Hallenbad, das wir, obwohl es gerade neu eröffnet war, fast für uns alleine hatten. Es wurde gerutscht, geschwommen, geplanscht oder gewhirlt. Abendswaren wir zwar alle etwas müde, doch beim gemeinsamen T-Shirt-Bemalen wurden alle wieder munter. Es entstanden wahre Kunstwerke. Am Samstagmorgen wurde in der Halle trainiert. Nachmittags veranstaltete man bei leider kühler Witterung eine Stadtrallye. Die Sieger wurden am Abend mit bunten Gummibärchenketten ausgezeichnet. Außerdem fand dann auch die traditionelle Trainingslager-Nachtwanderung statt – ohne Planung – deshalb auch querfeldein durch den Wald. Am Sonntagmorgen gingen wir alle mit Tüten bewaffnet in den Wald, um Maronen für zu Hause zu sammeln. Als Abschluss besuchten wir auf der Rückfahrt den „Kurpfalzpark“. Dort wanderten wir durch weitläufig angelegte Wildgehege, wo wir Wildschweine, Rot- und Damwild und sogar einen Bären beobachten konnten. Außerdem nutzten wir begeistert die Sommerrodelbahn und verfolgten in der Nachmittagssonne eine Greifvogelschau. Obwohl zwischen der Jüngsten und dem Ältesten der Gruppe 25 Jahre lagen, verstanden sich alle prächtig. So konnten wir auf ein wirklich gelungenes Wochenende zurückblicken. Die Leichtathleten unterstützten mit mehreren Arbeitseinsätzen die Umbauarbeiten der Halle. Sie halfen in vielen Arbeitsstunden beim Ausräumen, Reinigen und wieder beim Einräumen der Halle. So wurden alle Fenster von außen und innen geputzt sowie der Hallenboden und alle Sportgeräte gereinigt. Nicht zu vergessen ist auch die Herrichtung der Stücke aus dem alten Hallenboden. Für eine Spende ab 10 DM sollen diese zur Finanzierung des Umbaues beitragen. Es können noch Exemplare erworben werden. Herzlichen Dank allen Helferinnen und Helfern für die tatkräftige Unterstützung. Zwei Sportfeste richteten wir aus. Im Frühjahr zunächst unser traditionelles Hallensportfest für Schüler und Jugendliche in der Kreissporthalle. Es nahmen über 100 Jungen und Mädchen teil, ein Rekordergebnis. Danach waren wir gemeinsam mit der SG Weiterstadt Veranstalter der Kreis-Mehrkampf-Meisterschaften für Schülerinnen und Schüler im Blockmehrkampf im Bürgerpark Nord in Darmstadt. Beides Mal gab es viel zu tun. Vielen Dank an alle Helfer und Kampfrichter. Auch zur Abnahme der Sportabzeichen auf dem Traisaer Sportplatz stellten wir in diesem Jahr wieder Kampfrichter ab. Die ersten Monate waren geprägt vom Hallentraining für die bevorstehende Saison und Starts bei Hallensportfesten bzw. den Kreis-Waldlaufmeisterschaften. Dann folgten vom Frühjahr bis in den späten Herbst zahlreiche Sportfeste und regionale Meisterschaften. Der Hallenumbau störte uns nicht, da wir saisonbedingt auf dem Sportplatz trainierten. In Nah und Fern starteten TGTler, und das mit großen Erfolgen. Am wertvollsten waren die 2 Kreismeister- und die 9 Kreisvizemeistertitel, die dieses Jahr gewonnen wurden. Und das in einem Sportkreis mit überdurchschnittlicher Konkurrenz. Darüber hinaus konnten unsere Sportler 26 weitere Siege erringen. Eine Umfrage unter den Athleten ergab, dass das vielfältige Angebot der Abteilung sehr großen Anklang findet. Die interne Organisation bewerten 73% als gut. 73% trainieren regelmäßig, darunter je 45 % einmal bis zweimal, 9% sogar dreimal in der Woche. Die Größe der jeweiligen Trainingsgruppe wird von fast allen, nämlich von 91%, als genau richtig eingestuft. Das Training halten 30 % für sehr gut, 60 % für gut und 10% für zufriedenstellend – alle einhellig für ausgewogen. Zwei Drittel finden das Training interessant, sind aber mit dem Zustand des Sportplatzes sehr unzufrieden (Zustand: gut: 0%, mäßiger: 36%, schlecht: 64%). Trotz der Freude an leichtathletischen Übungen wollen viele nicht unbedingt auch an Wettkämpfen teilnehmen. Diese finden 55 % gut, 45% dagegen nicht. Sie sind mit dem vielseitigen Training und den sonstigen Aktivitäten durchaus zufrieden. 64 % befürworten die Anzahl der Wettkämpfe, für jeweils 18% sind sie zu häufig oder zu selten. 82% finden es gut, dass die Abteilung auch Trainingslager und Sportfreizeiten durchführt. Weitere außersportliche Veranstaltungen würden zwei Drittel begrüßen. Immerhin interessiert sich mit 45% fast die Hälfte auch über die Abteilung hinaus für den Gesamtverein. Das bewies auch die starke Teilnahme an der diesjährigen Jahreshauptversammlung der TGT. Mit einem größeren Aufgebot fuhr man am 19. Januar zum Hallensportfest nach Bürstadt. Dort gab es gleich zum Jahresbeginn zahlreiche TGT-Erfolge. Drei Siege gingen an Traisa. Christian Kunkelmann gewann in der Klasse M11 den 35m-Endlauf in 6,16 sec und wurde im Hochsprung (1,10 m) und über 400m (1:29,06 min) jeweils Zweiter. Peter Haber gewann in der Klasse M10 den Ballwurf (22,00 m) und die 400m (1:37,37 min). Beim traditionellen Hallensportfest der TGT am 18.3.92 in der Kreissporthalle waren Mehrkämpfe für Schüler und Jugend angesagt. Über 100 Jungen und Mädchen waren am Start, ein absoluter Teilnehmerrekord. Dennoch konnten die Helfer um Abteilungsleiter Tobias Schweighöfer die einzelnen Disziplinen zügig abwickeln. Zahlreiche Betreuer und Zuschauer sahen spannende Wettkämpfe, die meist erst im abschließenden Langstreckenlauf entschieden wurden. Es gab dabei auch Traisaer Erfolge. Im Dreikampf siegten Felix Blank (M9), Peter Haber (M10), Elizabeth Delp (W11), Silke Eichenauer (weibl. Jugend B) und Katja Schulz (weibl. Jugend A). Bei den Rundenstaffeln gewannen die Schüler D (Blank, Lange, Kisch, Hofmann), die Schüler C (Kunkelmann, Blanco, Zorn, Horn) und die Schülerinnen A (Plag, Wendt, Delp, Mauer). Weitere Ergebnisse siehe Anlage. Im Mai gab es schon wieder Kreismeisterschaften. Diesmal im Mehrkampf der Schüler. Dem Leser wird sicherlich bewusst, dass es schon eines hohen Engagements von Übungsleitern und Eltern bedarf, um den jungen Athleten alle diese Startmöglichkeiten zu ermöglichen. Bei vielen Wettkämpfen müssen die teilnehmenden Vereine, also auch die TGT, ausgebildete Kampfrichter stellen. Da geht so manches Wochenende im Jahr in Sachen Sport drauf. Daher an dieser Stelle nochmals Dank an alle, die unseren Athleten ihre Starts ermöglichten. Bei diesen Kreismeisterschaften im Drei- und Vierkampf, welche die TGT gemeinsam mit der SG Weiterstadt im Bürgerpark Nord ausrichtete, gab es riesige Starterfelder mit allem, was im Kreis Rang und Namen hatte. Am erfolgreichsten war Christian Kunkelmann, der im Vierkampf guter Vierter wurde. Dabei stellte er mit 1,30 m im Hochsprung einen persönlichen Rekord auf und gewann damit diese Disziplin. Sehr erfolgreich waren auch Sina Emig als 5. und Kirsten Mauer als 7. im Dreikampf der Klasse W8. In diesem Jahr beteiligte sich eine größere Gruppe von TGT-Athleten beim Stadtlauf in Darmstadt. Keiner von ihnen war Langstreckenspezialist, weshalb man auf das Abschneiden gespannt sein durfte. Einige übten auf dem Traisaer Sportplatz eifrig die Streckenlänge. Dann kam der große Tag. Von der Begeisterung der zahlreichen Zuschauer angesteckt, liefen alle großartig und kamen gut ins Ziel. Dabei überraschte der 11-jährige Christian Kunkelmann im Lauf der Schüler über 1880 m mit einem 8. Platz in seiner stark besetzten Altersklasse. Unter den knapp 300 Frauen kamen Annette Heppenheimer als 86., Ulrike Spahn als 235. und Daniela Fischer als 236. ins Ziel. Auch die Männer schlugen sich wacker. Bernd Freudensprung wurde 110., Tobias Reinhardt 144., Rolf Freudensprung 168., Klaus Spahn 191., Marcus Bund 258. und Tobias Schweighöfer 269. bei 350 Teilnehmer. Auch beim Nationalen Schülersportfest in Egelsbach durfte die TGT nicht fehlen. Über 1000 Meldungen aus 31 Vereinen sowie eine gute Organisation ließen diese Großveranstaltung zu einem Erlebnis werden. Unser Nachwuchs schnitt dabei sehr gut ab. Ein erneuter Beweis der guten Arbeit unserer Betreuer. Es gab 2 Siege und zahlreiche gute Platzierungen. Peter Haber (M 10) gewann den Ballwurf mit 41,00 m und Andreas Geweniger in derselben Altersklasse den Weitsprung mit 4,24m. Stephanie Mager (W6) wurde sowohl im Weitsprung mit 2,20 m als auch im Dreikampf mit 663 Punkten Zweite. Das vergangene Jahr war neben den üblichen sportlichen Aktivitäten von baulichen Maßnahmen geprägt. Angefangen von der Erneuerung des Gartenzaunes um das Gartengrundstück von Hartwig Maucher – auch als Festwiese der TGT-Senioren bekannt – über die Rodung des Baugeländes Rohm/Fischer bis hin zur Aushebung eines Regenrückhaltebeckens bei Wolfgang Rohm bewiesen die Senioren mit tatkräftiger Unterstützung handwerkliches Geschick und Gemeinsinn. Das größte Bauvorhaben aber war die völlige Renovierung unserer in die Jahre gekommenen Turnhalle, deren bauliche Substanz schon lange überholungsbedürftig war und den Übungsbetrieb nur mit einigen Risiken zuließ. Hier hat sich unser Turnbruder Helmut Breitwieser als Architekt mit enormem Engagement bei der Planung und Überwachung der Bauarbeiten, für die er mehr als 500 (!!!) Stunden seiner Freizeit unentgeltlich geopfert hat, besonders verdient gemacht. Nur selten konnte er am wöchentlichen Trainingsabend und dem anschließenden Stammtisch teilnehmen. In das Dankeschön der Leichtathletiksenioren schließen wir auch seine Frau Lilo ein, die ihn während dieser Zeit häufig entbehren musste. Wir konnten nun in eine Sporthalle einziehen, die mit ihren sportlichen und sanitären Einrichtungen dem heutigen Standard entspricht. Diese glückliche Entwicklung lässt sich abschließend nicht besser kommentieren als mit dem philosophischen und alles umschreibenden Satz unseres Übungsleiters Walter Reimund: „Dass merr dess noch mol erlewe durfte!“ Natürlich wurde auch Sport getrieben. Traditionell wurden auch dieses Jahr die Spikes für das Frankenstein-Bergturnfest ausgepackt. Klaus Spahn setzte mit seinem Sieg im Dreikampf in seiner Altersklasse die Erfolge Traisaer Athleten an dieser Wettkampfstätte fort. Walter Reimund wurde in seiner Klasse sehr guter Vierter und Franz Josef Eichenauer wurde beim 7000m- Lauf Fünfter. Franz-Josef startete in diesem Jahr fast fünfzigmal für die TGT und hatte neben zahlreichen guten Platzierungen seine besten Ergebnisse als Dritter bei den Kreismeisterschaften über 3000m, als Altersklassensieger der Stadtläufe in Altenstadt und Schotten über 3,9 bzw. 5 km und als Zweiter bei einem schweren 5 km Lauf in Wiesbaden Rambach.

Zurück

Turngemeinde 1879 Traisa e.V. – Geschichte

Ein ganz normales Jahr (1993)

Die Osterferien nutzte man zu einer einwöchigen Skifreizeit Dieser schon traditionelle Ausflug in den Wintersport führte diesmal nach La Rosière in Frankreich. 15 Aktive unternahmen diese Fahrt und fanden vor Ort alles vor, was das Herz begehrt. Man hatte eine Hütte gemietet und spielte Selbstversorger, was viel Spaß und Kurzweil brachte. Täglich ging es auf die Piste zu einer der zahlreichen Abfahrten. Zweimal fuhr man auch ins benachbarte Italien. Nur an einem Tag war das Wetter so schlecht, dass man eine Pause einlegen musste. Für die Leichtathleten kein Problem. Bei Gesellschaftsspielen oder beim Lesen entspannte man sich und schöpfte Kraft für den nächsten Tag. Doch die Woche war schneller um, als es den Skifans lieb war. Die Heimfahrt verlief trotz des Reiseverkehrs recht zügig, so dass man sich zum Abschluss abends noch eine Imbiss beim Datterich gönnen konnte. Zahlreiche Leichtathleten und Turner der TGT nahmen auch am Landesturnest in Hanau teil. Hier standen persönliche Kontakte und gegenseitiges kennen lernen im Vordergrund, nicht sportliche Höchstleistungen. Bei den Wettkämpfen schlugen sich alle recht achtbar und landete im Mittelfeld. Man nutzte auch die Gelegenheit, andere Sportarten kennen zu lernen. Übernachtet wurde ein Schlafsäcken in Schulen. Wie immer, wenn TGTler zusammen sind, waren die Tage sehr kurzweilig. Was machte es da schon aus, wenn es beim traditionellen Abschlussfestzug regnete und stürmte. Fahnenträger Wolfgang Rohm führte mit seiner Fahne das Traisaer Team wie ein Kapitän, den der Sturm auf seinem schwankenden Schiff nicht im geringsten beeindruckte. Man freut sich schon jetzt auf das Deutsche Turnfest 1994 in Hamburg. Mit einem Reisebus starteten 37 Leichtathletinnen und Athleten der TGT, mehr denn je, am regnerischen 23. Oktober in Richtung Rheingau zum diesjährigen Trainingslager. Ziel der Fahrt war das auf der Loreley liegende Turnerjugendheim. Den ersten Nachmittag verbrachten wir trocken mit sportlichen Betätigungen in der zur Jugendherberge gehörigen Turnhalle. Nach dem Abendessen war eine Nachtwanderung angesagt. Trotz strömendem Regen stapften alle tapfer durch die Dunkelheit. Durch eine verlorengegangene Zahnspange wurde der Rückweg zu einer, mit Taschenlampen ausgeleuchteten, spannenden Suchaktion, leider ohne Erfolg. Der sollte sich erst am folgenden Tag einstellen. Der erste Abend ging für die „Kleineren“ unserer Gruppe mit dein Vorlesen des Buches „Hexen Hexen“ zur Neige. Der zweite Trainingslagertag zeigte sich ebenfalls von der Schlechtwetterseite. Um 9 Uhr wanderten wir bei Regen los, um uns im nahegelegenen Schwimmbad zu amüsieren. Nachmittags war Sport in der Turnhalle angesagt. Bei Kerzenlicht und leckerem Kuchen feierten wir anschließend Sandras Geburtstag. Nachdem es gegen Abend aufhörte zu regnen, bereiteten einige Helfer ein Lagerfeuer vor, das wir nach dem Abendessen entzündeten; darin wurden Würstchen und Marshmellows an langen Stöcken gebraten. Am Montag, dem 25.10., hatten wir endlich sonniges Ausflugswetter. Unser Ausflug führte uns per Schiff rheinaufwärts nach Rüdesheim. Wir schauten uns die Drosselgasse an, stiegen zum Niederwald-Denkmal auf und fuhren per Zug zurück nach St. Goarshausen. Den letzten Abend verbrachten wir mit sportlichen Aktivitäten in der Turnhalle. Am Dienstagmorgen holte uns der Bus ab und brachte uns abschließend ins Rebstockbad nach Frankfurt. Um 17 Uhr konnten sämtliche Mamis und Papis ihre Urlauber nach erlebnisreichen Tagen wieder in die Anne schließen. Trotz des schlechten Wetters hatten alle ein gelungenes und abwechslungsreiches Trainingslager erleben. Die Leichtathleten waren im September Ausrichter des traditionellen Mühltaler-Staffellaufes. Man wählte einen attraktiven und nicht zu schweren Rundkurs vom Datterichplatz um das Schwimmbad. Für die Kleinsten wurden kürzere Streckenabschnitte festgelegt. Neu war die Seniorenklasse, in der die Teilnehmer zusammen mindestens 200 Jahre alt sein mussten. Diese Reglementänderungen bewirkten, dass wieder mehr Mannschaften starteten. Große Probleme gab es mit dem Wetter, der tagelange Dauerregen wollte schier nicht aufhören. Das DRK-Traisa sprang am Veranstaltungstag kurzfristig ein und stellte den Raum am Datterichplatz zur Verfügung. Aber zum Glück hatte der Wettergott Einsehen und stellte exakt für die Veranstaltung den Regen ab. Die Zuschauer sahen spannende Wettkämpfe, bei denen der TGT auch einige Male als Sieger hervorging (Seite 14 und 15). Selbst die Fastnachter des Vereins starteten mit einer Mannschaft und kamen in der närrischen Zeit von 22:22 min. ins Ziel. Die freiwillige Feuerwehr Traisa hatte die Strecke gut gesichert und ließ es sich auch nicht nehmen, die einzelnen Läufer anzufeuern. Die Kreissporthalle war Ende März beim traditionellen Schülerhallensportfest der TGT fest in der Hand der kleinen Stars. Mit 150 Startern wurde der Melderekord des vergangenen Jahres um fast ein Drittel übertroffen. Gleich von Anbeginn an hatten das Organisationsteam und die Helferschar um Tobias Schweighöfer alle Hände voll zu tun, um bei den quirligen Kleinen die Übersicht zu behalten. Schon vor Beginn der Wettkämpfe bemerkte ein Helfer mit dicken Schweißperlen auf der Stim treffend: „Do kimmt mer ganz schei ins Schwitze, her.“ Zahlreiche Eltern und Betreuer bildeten mit den Kindern, die gerade Wettkampfpause hatten, eine stimmgewaltige Kulisse. Beim Ballwurf traf schon mal einer die Ringe, Wände oder Decke, während es beim Stoßen mit den gepolsterten Kugeln gesitteter zuging. Bei den 35m – Sprints gab es einige dramatische Szenen. Mancherlei Aufgeregtheit führte zu Fehlstarts. Tränen gab es, als ein kleiner Junge bei seinem ersten Sportfest mitten im Laufen stehen blieb, als er das Wort „Stopp“ im Zuschauerraum hörte. Dem konnte abgeholfen werden, indem er nochmal laufen durfte und mit sich und seiner Zeit zufrieden war. Da war auch das Mädchen, was während des Laufens groteske Verrenkungen machte und Angst vor dem federnden Hallenboden hatte. Oder andere Kleine, die bei ihrem ersten Start weinten, weil sie nicht als erste ins Ziel kamen. Mancher verwechselte sein en Wettkampfrichter mit einem Spielpartner und hängte sich an seinen Rockzipfel. So hatten die Helfer viel zu tun, um manchen der Kleinen zu trösten oder um Lob und Anerkennung für die gesehene Leistung auszusprechen. Die familiäre Atmosphäre in der Halle war sehr angenehm und tat allen gut. Da waren keine ehrgeizigen Eltern oder Trainer, die ihren Sprößling zu großen Leistungen antrieben oder Ergebnisse negativ kommentierten. So standen mehr Spaß und Freude im Mittelpunkt, denn es ging einmal nicht um Meisterschaften und Titel. Die abschließenden Langläufe und Rundenstaffeln werden sicherlich den Teilnehmern in guter Erinnerung bleiben. In kleinen Gruppen ging es in 1 00m – Runden durch eine enge Gasse, die die Zuschauer vor der Tribüne bildeten. Jeder Läufer wurde lautstark angefeuert, die Leistung eines jeden gebührend gefeiert. Da glänzten viele Augen. Manch kleines Händchen konnte den großen Staffelstab geradeso halten. In den Kurven sah man nur flitzende Beine. Am Ende gab es dann die verdienten Urkunden. Alle, die da waren, ob Helfer, Eltern oder Kinder, alle hatten erlebnisreiche und schöne Stunden verbracht. Mancher dachte dabei sicherlich: Wäre es im Sport doch immer so ungezwungen ohne übertriebenen Ehrgeiz und ohne Feilschen um Zentimeter und Punkte. Sicher, es ging um keine Meisterehren, könnte es aber nicht immer so sein? In diesem Jahr war für die Senioren der Abteilung ein Jahr ganz unterschiedlicher Aktivitäten. Im außersportlichen Bereich wurde zunächst wieder viel Gemeinsinn bewiesen, indem das Bauvorhaben der Familien Fischer/Rohm tatkräftig unterstützt wurde. Nach der Fertigstellung von zwei schmucken Eigenheimen wohnen beide Familien jetzt näher an ihrer TGT-Trainingsstätte. Dass sportliche Fitness und Bauarbeiten unterschiedlich bewertet werden müssen, konnte nachher so mancher an einem ausgereiften Muskelkater erkennen. Im sportlichen Bereich standen die Senioren den Aktiven und Jugendlichen in nichts nach. So konnten beim traditionellen Frankenstein-Bergturnfest mit Klaus Spahn ein Frankensteinsieger im Dreikampf gestellt werden. Sehr erfolgreich waren auch Bernhard Richter als 2. und Hartwig Maucher als 3. im Dreikampf und Franz-Josef Eichenauer als 2. beim 7.000m – Lauf. Auch beim „Tag des Sports“ in Traisa startete eine Mannschaft der Senioren in der Besetzung Franz-Josef Eichenauer, Dr. Detlef Rohm, Hartwig Maucher, Dr. Peter Moeser und Klaus Spahn über 5×1.100m und konnte knapp hinter dem Sieger einen ausgezeichneten 2. Platz erringen. Die 5 Läufer kamen beim „TOP 200″ genannten Lauf immerhin auf ein Gesamtalter von 210 Jahren! Der eifrigster Läufer Franz-Josef, der das ganze Jahr über an zahlreichen Volksläufen teilnahm, scheute sich auch nicht vor der Marathon-Distanz und nahm am 17. Oktober beim Stadtmarathon in Frankfurt teil. Nach 3 Stunden, 34 Minuten und 5 Sekunden erreiche er das Ziel und hatte damit seine Bestzeit um 17 min unterboten. Der Jahresausklang wird – wie in jedem Jahr wieder – ein zünftiges „Abgrillen“ im Dezember bringen. Weil es bis dahin aber noch so lange dauert, wurde im November noch ein Hammelgrilltag eingelegt. Pech hatte die TGT beim Darmstädter Stadtlauf Durch die unerwartet hohe Zahl von Voranmeldungen waren die Startplätze bereits lange vor dem offiziellen Meldeschluss vergeben, so dass nur zwei Traisaer starten konnten. Die Bedingungen waren am Lauftag wegen der Hitze und Schwüle so schwierig, dass man nicht wusste, wer die Glücklicheren waren, die Teilnehmer oder die Zuschauer. Klaus Spahn hatte eine falsche Startzeit im Kopf und wollte erst mal ein Bierchen trinken, als er direkt vom ersten Genuss weg an den Start eilen musste. Die Schuhe bekam er nicht mehr richtig an und lief sich einen blauen Zeh als Andenken. Er vollbrachte aber trotzdem eine gute Leistung. Für die 5,1 km benötigte er 21:43,9 min. und wurde damit 176. seiner Altersklasse. Er ließ dabei noch knapp 100 Läufer hinter sich. Franz-Josef Eichenauer schlug sich auch wacker in 21:14,5 min. über die gleiche Distanz und kam in seinem Lauf auf Platz 169 unter 338 Startern. Bei einem kühlen Bier genoss man das anschließende Eliterennen. Im nächsten Jahr wird hoffentlich wieder eine größere Läuferschar der TGT am Start sein. Bei den diesjährigen Kreiswaldlaufmeisterschaften auf dem anspruchsvollen TH-Rundkurs in Darmstadt beteiligten sich fünf Athleten der Turngemeinde Traisa. Dabei siegte das Traisaer A-Jugend-Team mit Stefan Bank, Daniel Gerbaulet und Torben Bund überraschend und wurde damit Kreismeister. Diesen Erfolg rundete Stefan Bank mit seinem 2. Platz in dem starken Teilnehmerfeld ab, was zugleich die Kreisvizemeisterschaft bedeutete. Silke Eichenauer belegte bei der weiblichen B Jugend einen guten 5. Platz. Von diesen Erfolgen angespornt ging es anschließend zu den Bezirksmeisterschaften nach Babenhausen. Die sehr frühlingshaften Temperaturen machten allen sehr zu schaffen. In seiner Altersklasse belegte Stefan Bank einen hervorragenden 4. Platz, Torben Bund wurde guter Achter. Den gleichen Platz belegte Silke Eichenauer bei der weiblichen Jugend-B. Das traditionelle Bergturnfest auf dem Frankenstein ist jedes Jahr wieder ein Treffen der großen Turnerfamilie, an dem sich auch die TGT immer wieder gerne beteiligt. An diesem Tag schnüren neben den Jungen auch die Oldies des Vereins ihr Bündel. Für manchen ist es der einzige Wettkampf im Jahr mit dem besonderen Reiz, sein persönliches Leistungsvermögen zu testen. So fuhr auch diesmal eine stattliche Anzahl von Sportlern und Kampfrichtern zum Frankenstein. 39 mal waren TGT-ler am Start. Bei guten Wettkampfbedingungen errangen sie zwei Siege, drei 2. und zwei 3. Plätze. Dazu gab es weitere gute Leistungen und Plazierungen. Frankensteinsieger wurden im Dreikampf ihrer Altersklassen Christian Kunkelmann und Vorjahressieger Klaus Spahn vor seinem erstmals startenden Vereinskameraden Bernhard Richter. Weitere zweite Plätze belegten Hannelore Jährling im Dreikampf und Franz-Josef Eichenauer beim 7.000m – Lauf Dritte wurden im Dreikampf Irene Plag und Hartwig Maucher. Den Tag ließen die Akteure mit einem Grillfest ausklingen. Für- alle stand fest: Im nächsten Jahr ist man wieder dabei.

Zurück

Kreismeister, Deutsches Turnfest, Brixen (1994)

Das erste größere Ereignis dieses Jahres waren die Kreiswaldlaufmeisterschaften, die in diesem Jahr in Eschollbrücken stattfanden. Bei neblig-kaltem Wetter schlugen sich vier TGTler tapfer durch die Mittelstrecke; Torben Bund, Michael Delp, Dirk Fleischmann und Daniel Gerbaulet vertraten die Leichathleten erfolgreich gegen die starke Konkurrenz. Im März stand wieder einmal das traditionelle Hallensportfest auf dem Programm. In diesem Jahr nahmen fast 120 Teilnehmer aus verschiedenen Vereinen des Umkreises teil, die neben den Mehrkämpfen auch in zwanzig Staffelmannschaften um den Sieg kämpften. Die Organisatoren sowie die zahlreichen Helfer hatten alle Hände voll zu tun, um zum erfolgreichen Geschehen der Veranstaltung beizutragen. Um die Verpflegung kümmerten sich einige Eltern. An guter Laune mangelte es ebenfalls nicht: Stimmgewaltig war die Unterstützung der zahlreichen Betreuerinnen und Betreuer, und auch bei der Siegerehrung herrschte ausgelassene Volksfeststimmung. Jeder Teilnehmer erhielt eine Urkunde und eine Medaille. Als erfolgreichster Verein fuhr in diesem Jahr die Mannschaft des TSV Höchst nach hause, doch auch die TG Traisa zeigte gute Leistungen und konnte bei dieser starken Konkurrenz vier Einzel- und zwei Staffelsiege erringen Ein uriges Bauernhaus in dem französischen Skiort Samoens mietete eine Gruppe skibegeisterter Leichtathleten, um das riesige Gebiet in der Osterwoche zu erforschen. Allerdings ist es so groß, dass nicht alle Pisten abgefahren werden konnten. Leider schien die Sonne nur an zwei Tagen, doch die Schnee- und Regentage wurden durch ebenso lustige wie lange Hüttenabende wettgemacht. Ein weiterer Beitrag zur guten Laune waren die neuen Kochkreationen, die in der Hochburg der Kochkunst entwickelt wurden. Neben phantasievollen Kreationen wurden auch völlig neue Gerichte entwickelt; man sprach noch lange von „Dampfnudeln á Klebe-fest-im-Topf“. Aber auch in allen weitern Punkten war die Skifreizeit ein tolles Erlebnis, von dem noch lange berichtet wurde und das sogar einen „Revival-Abend“ verdient hatte. Einen Kreismeistertitel holte sich die Männerstaffel beim Abendsportfest in Griesheim am 10. Mai. Michael Delp, Daniel Gerbaulet, Sven Sundermann und Marc Fröhn holten sich den Titel über 4x400m in der Zeit von 4:00,1 Minuten, ein Grund, anschließend im Ober-Ramstädter Biergarten in ausgelassener Stimmung zu feiern. Der Höhepunkt des Jahres war sicherlich das Deutsche Turnfest, das vom 15.-22. Mai in Hamburg stattfand. Unter den über 100.000 Teilnehmern waren etwa dreißig TGTler, die sich am Sonntagmorgen am Darmstädter Hauptbahnhof trafen, um sich und ihrem Gepäck einen Platz in einem der zahlreichen Sonderzüge zu erkämpfen. Das reservierte Abteil war schnell gefunden, doch leider durch fremde Sportler besetzt. Das Problem löste sich aber kurz darauf in Luft auf, als die anderen aus für uns unerklärlichen Gründen das Abteil nach halbstündiger Fahrt fluchtartig verließen, um sich im Gang einzuquartieren. Nach über acht Stunden Fahrt war das Ziel erreicht, und vom Hamburger Hauptbahnhof brauchte es noch 45 Minuten S-Bahn-Fahrt und weitere 15 Minuten Busfahrt, bis die Unterkunft, das Gymnasium Bornbrook in Bergedorf, erreicht war. Nach kurzer Verschnaufpause ging es dann abends auf die Turnfestmeile in der Innenstadt, auf der Veranstaltungen, kulinarische Genüsse und Accessoires geboten wurden. Nach ersten Eindrücken besuchten die Leichtathleten die Eröffnungsfeier auf der Binnenalster. Die Organisatoren hatten sich vieles einfallen lassen; Pyrotechniken und Lichteffekte begleiteten die künstlerischen Darbietungen, die verschiedene Gruppen auf vorbeifahrenden Flößen boten. Viel Farbe, Musik und Akrobatik waren vor dem Hintergrund der Binnen-Alster zu sehen. Die Gesamtorganisation war sehr lobenswert. Alle Teilnehmer waren nach Landkreisen geordnet in verschiedenen Schulen untergebracht, geschlafen wurde auf Isomatten und in Schlafsäcken. Zum Frühstück gab es ein Buffet, gesponsert von einem namhaften deutschen Supermarktkonzern sowie täglich eine neue Turnfestzeitung, herausgegeben von einer großen deutschen Boulevardzeitung. Unzählige Sonderbusse und -bahnen sorgten für den Transport der Turner, auch wenn mancher genervter Fahrer Angst um seine S-Bahn haben musste. Schnell verbreitete sich die Sitte, in den übervollen Zügen zu hüpfen, bis diese drohten, aus den Schienen zu springen. Unterstützt wurde das Gehopse durch den Gesang: „Wir wollen hüpfen, hüpfen, hüpfen…..“. Am Montag bzw. Dienstag begann dann der Ernst der Leichtathleten, da fuhren sie ins Volksparkstadion, um ihren Vierkampf zu absolvieren. Aus 27 Angeboten suchte man sich vier Disziplinen heraus, sei es aus dem Bereich Leichtathletik, Schwimmen, Turnen oder Sportgymnastik. Wer die festgelegte Mindestpunktzahl erreichte, erhielt eine Medaille. Mittwochs besuchten die Traisaer die Messehallen, in denen die anderen Wettkämpfe stattfanden (Turnen, Gymnastik, Tanz, Trampolin . . .) Dort unterstützte man beim New-Dance-Cup das Team der TGT, welches sich mit seinen guten Leistungen überraschend in die erste Hälfte der Konkurrenz platzieren konnte. Donnerstag war die Pflicht vorüber, und so schaute man sich die Trampolinwettkämpfen des TV Nieder-Beerbach an, anschließend gab es beim Abend der Turnerjugend Shows und Turnvorführungen. Freitags verfolgten die Leichtathleten die Deutschen Meisterschaften im Doppelminitrampolin. Die Turnerjugendfete am Abend stieß auf sehr großes Interesse, da die „fantastischen vier“ live im St. Pauli-Stadion auftraten. Samstags besuchten einige den Museumshafen, andere kauften ein oder bummelten an der Alster entlang, nachmittags startete der traditionelle Umzug aller teilnehmenden Athleten durch die Straßen Hamburgs. Abends ging es dann nochmals auf die Turnfestmeile, ehe dann mit Sonntag wieder der letzte Tag angebrochen war. Nach der pompösen Abschlussfeier stieg man mit Sack und Pack in den Sonderzug, der Darmstadt weit nach Mitternacht erreichte. Der Cup Da Franco , besser bekannt als Darmstädter Stadtlauf, fand am 29. Juni in der City statt. Da es in diesem Jahr Probleme mit der Anmeldung gegeben hatte; manche Leichtathleten waren gar nicht oder falsch gemeldet, war manch einer enttäuscht, dass er nicht mitlaufen konnte. Die Läufer, welche eine Startnummer erhielten, hatten 5100m zu bewältigen. Trotz der Hitze gelang dies der TGT-Mannschaft recht gut, und so erreichte Annette Heppenheimer den 87. Platz von 314 Läuferinnen. Bei den Männern waren 303 Teilnehmer am Start, die TGTler platzierten sich wie folgt: Stefan Bank 45., Torben Bund 58., Sven Sundermann 86., Tobias Reinhardt 100., Daniel Gerbaulet 104., Dirk Fleischmann 148., Bernd Freudensprung 172., Rolf Freudensprung 193., Marcus Bund 266. und Tobias Schweighöfer 285. . Beim 15. Regionalen Schülersportfest der LG Langen standen die kleineren Athleten voll im Mittelpunkt. Am 9. Juli frühmorgens starteten 11 Kids mit ihren 5 Betreuern , gespannt, was sie im letzten Jahr gelernt hatten und wie sie sich gegen die Konkurrenz behaupten konnten. Die TGT-Staffel sicherte sich über 4×50 m den dritten Platz, und auch in den Einzeldisziplinen konnten die jungen Sportler zufrieden sein. Leider gab es auch einige unangenehme Seiten in diesem Jahr. Bei einem Arbeitseinsatz, der Entrümplung der Hans-Seely-Halle, nahmen nur zehn der 800 Teilnehmer teil, welche größtenteils Turner und Leichtathleten waren. Darüber hinaus wurde der mühsam aussortierte Schrott zwei Tage später von einer anderen Abteilung für „noch brauchbar“ erklärt und fast komplett wieder in die Halle eingeräumt. An der Traaser Kerb beteiligten sich die Leichtathleten in diesem Jahr mit zwei Abenden Thekendienst und der Teilnahme am Umzug. Um auf den schlechten Zustand des Waldsportplatzes aufmerksam zu machen, wurde der Wundersand erfunden und mit Handzetteln versehen unter die Zuschauer gebracht. Der Höhepunkt der Kerb war die Ersteigerung der „Kerwevadder-Scherb“, bei der sie die Kerweborsch für einen Tag als Hilfe für die Arbeit auf dem Sportplatz gewannen. Aber leider konnten die zwei einzigen erscheinenden zu einem Arbeitseinsatz doch nicht so viel bewirken, sodass die Lage bis zum heutigen Tage unverändert blieb. Als Ziel für die Kinderfreizeit war 1994 das Forsthaus auserkoren. 21 kleine Leichtathleten fuhren mit ihren Übungsleitern und Fahrrädern zu dem Freizeitgelände, wo sie zwei lustige, ereignisreiche und sportliche Tage verbrachten. Das Gepäck transportierten einige Eltern in ihren Autos. Das bunte Programm versprach gute Laune; bei Pizzabacken, einer Nachtwanderung, Spielen am Steinbrücker Teich, Tretbootfahren, Schnitzeljagd, Lagerfeuer und natürlich Sport ging es hoch her. Einen schönen Ausklang fand die Freizeit mit einem Kaffee-und-Kuchen-Nachmittag, an dem Eltern, Kinder und Übungsleiter teilnahmen. Letztere trafen sich danach zu einem Abschlussabend in einer bekannten Mühltaler Wirtschaft, um bereits Pläne für das nächste Jahr zu schmieden. Drei erste Plätze brachten die Leichtathleten vom 92. Frankensteinbergturnfest nach hause: Daniela Fischer und Jutta Krämer siegten punktgleich bei den Damen, Klaus Spahn gewann die Altersklassenwertung der Herren. Mit 50 Teilnehmern trugen die TGT zur Rekordteilnehmerzahl von 450 Teilnehmern bei, um sich im Drei- oder Vierkampf zu messen. Nach den Pendelstaffeln und der Siegerehrung trafen sie sich anschließend zu einem Grillfest im Eberstädter Garten, um den Tag gemütlich ausklingen zu lassen. Als nächster Wettkampf stand das Bergturnfest in Brixen vom 23.-25. September auf dem Programm. Die zwölf Teilnehmer verteilten sich auf drei gemietete Wohnmobile, die nach achtstündiger Fahrt den in Südtirol gelegenen Kurort erreichten. Der erste Tag wurde zum Wandern, zur Anmeldung und zum geselligen Beisammensein genutzt. Sonntags fand der Wettkampf statt, dessen Austragung hauptsächlich auf Improvisation beruhte. Ein Acker diente beispielsweise als Aschenbahn, und in dieser lockeren Atmosphäre stand der Spaß im Mittelpunkt. Jeder Teilnehmer erhielt eine Medaille, und nach der diesmal über neunstündigen Fahrt kamen die Sportler weit nach Mitternacht in Mühltal an. Der Austragungsort für den Mühltaler Staffellauf 1994 war Nieder-Ramstadt, der aufgrund der 800-Jahr-Feier erst am 5. November stattfand. Zuerst liefen die kleinen, dann die größeren Teilnehmer. Die Leichtathleten waren einmal mehr die teilnahmestärkste und auch erfolgreichste Abteilung; die Staffeln errangen Siegprämien von 210 DM. Nach der Anstrengung konnten sich Sportler und Zuschauer im Bürgerzentrum bei Bratwurst und Bier erholen. Sportschau in der Hans-Seely-Halle – Vorführungen, Zuschauerandrang, und ein reichhaltiges Buffet zeichneten sie in diesem Jahr aus. Es waren so viele Muttis, Papis, Omis und Opis angereist, dass schnell noch ein paar Tische gestellt werden mussten. Die Turnkinder zeigten Übungen, Kunststücke, akrobatische Kastenübungen und Gymnastik, und die „New Dance Connection“ heizte mit dem Tanz „Move your body“ ein. Die Leistungsschau zeigte einmal mehr, was das umfangreiche Übungsangebot der Turngemeinde Traisa zu bieten hat. Bei der Weihnachtsfeier standen die kleinsten Aktiven im Mittelpunkt und zeigten ihren Familien, was sie in diesem Jahr alles gelernt hatten. Gezeigt wurden Übungen zur motorischen Entwicklung. Natürlich durfte auch der Nikolaus nicht fehlen, der die Kinder singen ließ und Geschenke verteilte. Das Kuchenbuffet organisierte die Leichtathletikabteilung; und allen hat es wieder großen Spaß gemacht. Im Jahresrückblick sind besonders die Leichtathletik-Seniorinnen und Senioren zu erwähnen, die ebenfalls über das ganze Jahr aktiv waren. Neben den wöchentlichen Übungsstunden und dem anschließenden Stammtisch hatten auch sie 1994 einige Unternehmungen zu bieten. Am Anfang des Jahres fuhr eine Gruppe zum Skifahren in das schweizerische Chambery. Beim Deutschen Turnfest nahmen Klaus Spahn, Hartwig Maucher und Walter Reimund teil, auch die Teilnahme am traditionellen Frankensteinbergturnfest war für einige ein absolutes Muss. Familie Spahn fuhr sogar nach Brixen, um die Traisaer Senioren dort beim Bergturnfest zu vertreten. Zwischen diesen sportlichen Aktivitäten fanden auch ruhigere Phasen statt, wie beispielsweise Wanderungen, Grillabende und Ausflüge. Besonders zu erwähnen ist das alljährliche An- und Abgrillen, das bei kühlen Temperaturen und Glühwein im Eberstädter Garten stattfindet. Bereits im Herbst kribbelte es den Skifahrern unter ihnen wieder in den Beinen, sodass im Winter wieder verstärkt Skigymnastik absolviert wird.

Zurück

Es war ruhig (1995)

In diesem Jahr nahmen über 150 Mädchen und Jungen aus acht Vereinen beim Hallensportfest der Leichtathletikabteilung in der Kreissporthalle teil. Zahlreiche Zuschauer und Betreuer beobachteten spannende Mehrkämpfe und Rundenstaffeln. Acht Mehrkampfsiege und zwei Staffelsiege konnten die TGTler erringen. Zum ersten Mal erhielten alle Teilnehmer in diesem Jahr eine Medaille. Die Arbeit der zahlreichen Helfer, Kampfrichter, Organisatoren und Kuchenverkäufern hatte sich wieder einmal gelohnt; das Hallensportfest war in jeder Hinsicht ein voller Erfolg. Wie auch im letzten Jahr fuhren elf Leichtathleten zur Skifreizeit nach Samoens, um dort ein paar sportliche Tage zu verbringen. Bei schönstem „Kaiserwetter“ erkundeten sie auch jene Pisten, die sie im letzten Jahr aufgrund der riesigen Größe des Skigebietes nicht geschafft hatten. Abends wurde gemeinsam gekocht und gespielt, tagsüber wurde natürlich skigefahren oder Schneegänge gegraben. Doch auch diese Skifreizeit neigte sich einmal dem Ende zu, und kaum in Mühltal angekommen trafen sich die Unermüdlichen im Datterich, um sich bei einem Bier von den Strapazen der Reise zu erholen. An der Autofreien Bergstraße nahmen einige TGTler mit per Fahrrad teil. Am 21. Mai trafen sie sich mit Getränken bewaffnet, um über Seeheim-Jugenheim nach Bensheim zu radeln. Dort erwartete sie reges Festtreiben; auf dem Marktplatz waren Getränke- und Informationsstände sowie eine Kletterwand aufgebaut, welche Michael Delp testete. Inzwischen aßen die anderen Eis und Bratwurst, und gestärkt traten sie den Heimweg an. Eine Gruppe fuhr nach Eberstadt, um noch in einer Pizzeria einzukehren, andere wählten den direkten Heimweg. Nachdem das schwierige Waldstück in Richtung Nieder-Ramstadt bewältigt war (der Getränkeanhänger kippte zweimal um), kam einjeder erschöpft zu hause an, den schließlich fährt man nicht jeden Tag 60 Kilometer Fahrrad! Am 11. Juni fand in diesem Jahr der Mühltaler Staffellauf in Waschenbach statt. Für die jüngeren Läufer wurde die 800 Meter lange Runde in fünf Abschnitte unterteilt, die älteren hatten jeweils eine Runde zu bewältigen. Die TGT konnte wieder einmal viele erste Plätze erkämpfen, und so fuhren die jungen Athleten motiviert nach hause, um das Staffellaufen auch in Zukunft weiter zu trainieren. Elf Leichtathleten gingen beim 19. Darmstädter Stadtlauf an den Start. Bei heißen Temperaturen, ausgelassener Stimmung und viel Applaus mussten je nach Altersklasse 5200 oder 2300 Meter in der Innenstadt gelaufen werden. Die Ergebnisse konnten sich sehen lassen: Sven Sundermann belegte den 49., Bernd Freudensprung den 160., Klaus Spahn den 181., Rolf Freudensprung den 181., Stefan Plag den 190., Michael Delp den 196. und Tobias Schweighöfer den 247. Platz. Im 2300-Meter-Lauf wurde Sandro Mameli 11., Christian Kunkelmann 16., Annika Mauer 90. Und Mirjam Hasse 93., natürlich jeder in seiner Altersklasse. Die Kinderfreizeit 1995 verbrachten die Teilnehmer auf der Starkenburg in Heppenheim. Die Anreise fand wieder mit dem Fahrrad statt, das Gepäck wurde von den Eltern mit dem Auto transportiert. Bei zahlreichen sportlichen Aktivitäten wie Schwimmen, Wandern und Tischtennis sowie Grillen am Lagerfeuer gingen die vier Tage schnell um. Ein unvergessenes Wochenende erlebten 15 TGTler beim „Rock over Germany“-Festival in Schwalmstadt-Treysa. Vom 23.-25. Juni gab es auf der HR 3-Bühne jede Menge Musik von Stars wie Paddy Goes To Hollyhead, Status Quo, Eros Ramazotti, Jule Neigel, Joe Cocker, Rod Stewart und Elton John. Für die Besucher war in der Nähe ein provisorischer Campingplatz errichtet worden, wo auch die Traisaer ihr Lager aufschlugen: Zwei Campingbusse verbunden durch ein Zelt wurden zur Unterkunft. Es waren erlebnisreiche und anstrengende Tage, denn nach einem anstrengenden Konzerttag in der prallen Sonne wurde ausgiebig gekocht, bevor man bei einem Glas Bier in der schönen Atmosphäre den Abend ausklingen ließ, um morgens wieder früh aufzustehen. Mit Elton John und einem gigantischen Feuerwerk endete der zweite Open Air Tag kurz vor Mitternacht. Spät fuhren die Musikfans in Treysa los und erreichten das heimische Traisa mitten in der Nacht. Auch in diesem Jahr stand Ende August das beliebte Frankenstein-Bergturnfest unter dem Motto „Dabei sein ist alles“. Bei Regen und Wind rüsteten die Sportler mit 18er Spikes-Nägeln auf und ließen sich von einer aufgeweichten Bahn und einer Sumpf-Wiese nicht beirren, im Gegenteil, vor allem die jüngeren Teilnehmer fanden großen Spaß an dem Drei- bzw. Vierkampf. Schließlich mussten die Läufe mit der altbewährten Turnvater-Jahn-Klappe gestartet werden, und das abschließende Steinstoßen bildete den Höhepunkt. Die 26 TGTler schlugen sich tapfer und landeten größtenteils im Mittelfeld; bei den Frauen gab es einen Sieg von Daniela Fischer. Der nächste Wettkampf stand bereits am 2. September auf dem Programm: Das regionale Schülersportfest in Langen. Die meisten der 6- bis 15 jährigen Teilnehmer entschieden sich für den klassischen Dreikampf (50m, Weitsprung, Ballwurf), bei den älteren Teilnehmern kamen teilweise noch Mittelstrecke oder Speerwurf dazu. Trotz des schlechten Wetters erreichten die Kids tolle Ergebnisse und holten drei erste Plätze und zahlreiche gute Platzierungen nach hause. Nach sieben anstrengenden Stunden fuhren alle glücklich und zufrieden mit ihren Leistungen zurück, motiviert für den nächsten Wettkampf. Der fand bereits eine Woche später, am 7. September, in Egelsbach statt. Es handelte sich hierbei um das 22. Nationale Schülersportfest, an dem 10 junge TGTler teilnahmen. Die erste Überraschung erlebten sie schon morgens, denn die Trikots befanden sich im Lagerraum von Schweigels Bus und der war mit Klaus unterwegs. Die drei Betreuer hatten alle Hände voll zu tun, denn auf dem Sportplatz herrschte heilloses Durcheinander. So kam es schon mal, dass man an der falschen Weitsprunganlage anstand, fast seinen Start verpasste oder das Staffelholz fallen ließ. Doch es hat allen Teilnehmern riesigen Spaß gemacht, und die großartigen Ergebnisse konnten sich sehen lassen! Die älteren der Leichtathleten maßen sich beim 65. Bergturnfest in Brixen vom 22.-24. September auf dem Flötscherhof in Südtirol. Mit zwei Wohnmobilen ausgestattet erreichten sie das Ziel gutgelaunt am späten Freitagabend. Schnell fand man sich zum feucht-fröhlichen Zusammensein in einem der Busse ein, um mit anderen bereits angereisten Teilnehmern in den nächsten Tag hineinzufeiern. Am Samstag ging es dann zu Fuß nach Brixen, mittags sah man sich die bereits laufenden Wettkämpfe an und abends saß man in gemütlicher Runde zusammen. Es folgte ein sehr schöner Wettkampftag, der wegen Verschlafens etwas hektisch begann, aber dennoch sehr erfolgreich war. Nach der Siegerehrung fuhren die Sportler nachmittags wieder Richtung Heimat, um nachts zufrieden, erschöpft und mit einem kräftigen Muskelkater zu hause anzukommen. Auch in diesem Jahr fand eine gemeinsame Weihnachtsfeier für alle Abteilungen der TGT statt. Die Leichathleten versorgten die zuschauenden Muttis und Papis wie in jedem Jahr mit Kaffee und selbstgebackenem Kuchen, während die Kinder mit verschiedenen Turnvorführungen unterhielten. Höhepunkt war natürlich der Auftritt des Nikolauses, der von allen Kids sehnsüchtig erwartet wurde. Es hat allen Teilnehmern großen Spaß gemacht!

Zurück

 

Viele Siege, viele Titel (1996)

Das Wintertraining lockern die Leichtathleten mit der Teilnahme an Hallenwettkämpfen auf, wie zum Beispiel am Hallensportfest in Höchst. Hier waren die Schülerinnen und Schüler mit sechs errungenen Siegen besonders erfolgreich. Die TGT stellten mit dreißig Teilnehmern einen beachtlichen Teil der 180 Sportler aus zwölf Vereinen. Gute Stimmung und das familiäre Drumherum machen solche Treffs immer wieder zu nachhaltigen Erlebnissen. Gute Leistungen erzielten insbesondere beim 30- Meter-Sprint Kati Merker und Linda Blank. Im Dreikampf ihrer Altersklasse durften auf das Siegerpodest: Linda und Felix Blank, sowie Falco Jaekel im Kugelstoßen. Gute zweite Plätze erzielten Kati und Matti Merker sowie Falco Jaekel. Zum guten Ergebnis trugen auch die Staffeln bei, wobei die TGT dreimal den Sieger stellte. Wie in jedem Jahr kam beim Hallensportfest der TG Traisa für SchülerInnen und Jugendliche richtig Stimmung auf. Angeboten waren Mehrkämpfe für alle Altersklassen und die beliebten Rundenstaffeln. Die Athleten der TGT erreichten bei 17 Wettkämpfen insgesamt zwölf Sieg und drei Zweitplatzierungen, ein stolzer Erfolg der eigenen intensiven Nachwuchsarbeit. Die Traisaer Sieger ihrer Altersklasse: Kati Merker, Maike Müller, Stefanie Mager, Kirsten Mauer, Maria Spahn, Annika Mauer, Mirjam Hasse, Bruno Lange, Matti Merker, Fabian Kisch, Felix Blank und Christian Kunkelmann. Zum Abschluss der Hallensaison gab es bei den Kreishallenmeisterschaften In der Bezirkssporthalle Darmstadt noch einmal zahlreiche Erfolge. Christian Kunkelmann wurde bei den A-Schülern im Kugelstoßen Kreismeister mit ausgezeichneten 10,46 Meter. Sandro Mameli erreichte in derselben Klasse Platz zwei und wurde Vizemeister. Ein schöner Erfolg für die Turngemeinde bei der zahlreichen und starken Konkurrenz der vielen Leichtathletikvereine. Mit viel Hallo ging es auch mit dem sehnsüchtig erwarteten Wetterumschwung auf zum traditionellen Frühjahrsputz der Sportanlagen auf dem Traisaer Waldspottplatz. Bei herrlichem Sonnenschein aber noch eisiger Luft, brachten die TGTler die Hoch- und Weitsprunganlagen auf Vordermann, reinigten die Anlaufbahnen und besserten sie aus. Auch die Laufbahn wurde gesäubert und einiger maßen hergerichtet. So stand dem Training im Freien mit dem Schulbeginn nichts mehr im Wege. Die mehr als hundert Kleinen und Großen bezogen mit Freude das Sommerquartier, das sicherlich auch etwas weniger Stress für die Übungsleiter bringen dürfte. In den Osterferien wollten die Leichtathleten mal wieder mit den Skiern in den Bergen dieselbigen herunter gleiten, fahren oder rutschen und fuhren daher gemeinsam auf eine Skifreizeit. Bei guten Schneebedingungen und viel Sonnenschein, suchten die Leichtathleten in den französischen Alpen Erholung. In einer genialen Hütte, in Mitten eines verschlafenen Dorfes, verbrachten sie sieben erlebnisreiche Skitage. Die Probleme, die sich ihnen in und um die Hütte entgegenstellten, wie ein kleineres Heizungsproblem, wurden von den TGTlern rasch bewältigt. Bei gemütlichem Kaminfeuer aß man nach dem Skifahren zu Abend und Genoss das lustige Beisammensein. Alle waren sich einig, nächste Ostern sind sie wieder in den Bergen. Es war das erste Mal, dass die TGT das Kaisersteiner Sportfest der SKG Bickenbach besuchten und gleich wurden die Verantwortlichen mit dem alten Problem konfrontiert: Nicht alle Angemeldeten sind am richtigen Treffpunkt zur rechten Zeit erschienen. Aber dabei blieb es nicht. Nach dem Eintreffen auf dem Sportplatz der SKG stellte sich dieser als Hartplatz zum Kicken heraus. Sprint, Staffel und Ballwurf wurden also darauf ausgetragen und der Weitsprung fand in einer Grube statt, die der damaligen Weitsprunggrube am Waldsportplatz nicht das Wasser hätte reichen können. Das alleine wäre ja auch noch zu ertragen gewesen, aber das Auftreten der Zeitnehmer und Kampfrichter war ebenfalls nicht gerade überzeugend und laut eines Teilnehmerkommentar für „Die Dümmsten Kampfrichter Deutschlands“ reif . Dies zeigte sich in verschiedenster Form. Als zum Beispiel bei einem Laufwettbewerb mancher Läufer doppelt oder gar dreifach gemessen wurde und andere gar nicht. Auch beim Weitsprung kam es zu Diskussionen über Notationsweise der Leistungen. Als alles um 12 Uhr vorbei war, entschieden wir uns noch die Siegerehrung (mit Bürgermeister!) abzuwarten. Schlechter Entscheidung, denn die war zwar auf halb zwei angesetzt, fand aber letzten Endes dann doch erst um halb drei statt – ohne Bürgermeister. Nun gut, es ging auch ohne. Trotz aller Einwände erreichte die TG Traisa doch noch erfreuliche Ergebnisse: Im Dreikampf siegten in ihren Altersklassen Christian Kunkelmann, Kati Merker und Maike Müller. Weitere Platzierungen erreichten Linda Blank (2.), Stefanie Mager (3.), Timo Reitz (4.) und Bruno Lange (4.). Auch die Pendelstaffeln der Mädchen (2.) und der Jungen (3.) schnitten gut ab. Wie jedes Jahr gingen die Leichtathleten der TG Traisa zum Mühltaler Staffellauf, der dieses Jahr in Frankenhausen ausgetragen wurde. Die Läufer mussten eine Strecke von 600 Meter inklusive einem mörderischen Anstieg bewältigen. Bei den Kleinen wurde die Strecke in Abschnitte unterteilt, so dass die Mannschaften insgesamt eine Runde liefen. Die TGT schnitt mit ihren Leistungen wieder sehr gut ab und als „Belohnung” gab es dann wie jedes Jahr eine Wurst, ein Getränk und eine Plastikplakette für jeden Läufer. Alles in allem hatten sich die Organisatoren dieses Jahr mehr Mühe mit dem Drumherum gemacht, was im allgemeinen sehr zufrieden aufgenommen wurde. Und egal was kommt, nächstes Jahr sind wir wieder dabei. Beim regionalen Schülersportfest in Langen gab es bei starker und zahlreicher Konkurrenz zufriedenstellende Ergebnisse. Bruno Shoenmaekers wurde beim Ballwurf dritter vor Timo Mager und jeweils fünfter im Sprint beziehungsweise im Weitsprung. Bruno Lange erreichte im Weitsprung Platz Zwei und bei den 50 Metern Platz drei. Matti Merker lief auf Platz fünf ein und Pascal Regula wurde vierter in seinem Jahrgang. Beim Ballwurf kam Stefanie Mager auf einen guten dritten Platz. Es ist schon Tradition, dass die TG Traisa mit einer Anzahl von Läuferinnen und Läufern an dem Darmstädter Stadtlauf teilnimmt, also auch an dessen zwanzigsten Ausgabe. Die jedes Jahr als “Siegerprämie” erhaltenen T-Shirts zeugen von dem starken Engagement. Der Start erfolgte wie immer am Ludwigsplatz. Von dort ging es über die Elisabethenstraße bis zur Saalbaustraße. Dort wurde gewendet und es ging zurück durch die Schuchardstraße bis zur Piazza an der Stadtkirche. Als kleine “Bergwertung” musste dann die Treppe zur Schulstraße überwunden werden und von dort ging es zurück zum Start. Je nach Altersklasse und unterschiedlicher Länge der Strecke war diese Runde mehrmals zu laufen. Da das Laufen auf dem Asphalt für einen normalen Leichtathleten ungewöhnlich ist, stellte sich bei einigen auch schon ein mal ein Muskelkater ein. Von den Zuschauern angefeuert und umjubelt und endlich am Ziel angelangt, war man dennoch glücklich wieder an diesem Lauf teilgenommen zu haben. Die gesamte Atmosphäre entschädigt immer wieder die außergewöhnlichen Anstrengungen zu nächtlicher Stund ein der Darmstädter Innenstadt. Die jungen TGTlern fuhr dieses Jahr mal wieder zu einer Kinderfreizeit auf der Loreley. Allerdings nächtigten sie nicht in einer Jugendherberge, sondern in großen Holzhütten auf dem Gelände. Hier konnte ungestört gegrillt, getobt und vor Allendingen soviel Krach gemacht werden wie die ganze Horde es nur konnte. Kein Nachbar oder Anlieger trübte die fröhliche Zeit auf dem Gelände und auf dem Ausflug zur Loreley, der Schifffahrt auf dem Rhein und bei der Nachtwanderung sollen nur ein paar Geister die Ruhe gestört haben. Trotz der Sommerferien ließen sich einige Leichtathleten zu Hause auffinden und zum Mitlaufen beim Traaser Kerbeumzug animieren. Es ging wie immer durch die um diese Zeit recht leeren Straßen von Traisa. Logisch, dass die wenigsten bei Hitze in den Sommerferien den einmaligen, interessanten Umzug bestaunten. Nach einer Stunde erhielt wer wollte am Datterichplatz etwas zu trinken. Das war auch bitter nötig, denn das Schwimmbad blieb an diesem Tag leider geschlossen. Auch das dies jährige Bergturnfest auf dem Frankenstein wurde vom TV Nieder-Beerbach organisiert. Alljährlich traf sich die große Turnerfamilie, unter denen sich auch viele Sportler und Sportlerinnen der Turngemeinde aus allen Altersklassen befanden. Auf die Bilanz konnte man Stolz sein. Neben zahlreichen weiteren guten Platzierungen konnte die TGT drei Sieger stellen: Im Dreikampf gewannen ihre Altersklasse Hannelore Jährling und Annegret Storkebaum. Das Steinstoßen (15kg) gewann Lars Reinbold mit ausgezeichneten 8,16 Meter. Lars wurde kurz darauf auch Kreismeister im Weitsprung der Männer, den er bei schlechter Witterung mit 6,09 Meter gewann. Zum dritten Mal machte sich eine unerschrockene Schar Leichtathleten am letzten Septemberwochenende zum 36. Brixener Bergturnfest auf. Nach anfänglichen Schwierigkeiten – alle Beteiligten am Freitag Mittag aufzusammeln – ging es dann gegen 13.30 Uhr endlich los. Und man glaubt es kaum, wir haben den Flötscherhof diesmal sogar gefunden ohne uns zu verfahren. Völlig ausgehungert von der Fahrt, wurde erst einmal unter wolkenlosem Himmel gegrillt und sich seelisch auf den nächsten Tag vorbereitet. Hier zu muss man wissen, wir Leichtathleten sind Traditionalisten. Was das heißt – ganz einfach – während andere Gruppen sich einen „ruhigen” Samstag machen, zieht es uns zu Fuß ins Tal nach Brixen. Zwei Stunden Natur pur mit kleinen Abstechern ins Wasser. Bei bestem, sonnigem Wetter kehrten wir zum Mittagessen in unsere Stammkneipe ein, bevor wir durch die schöne Innenstadt weiter zur Turnhalle pilgerten. Hier war genügend Zeit, den Turnern bei ihren Wettkämpfen zu zuschauen oder ein Nickerchen einzulegen. Gegen Abend ging es dann zurück und ein lustiger Abend, oder sollte man lieber sagen, ein lustiger Morgen stand bevor. Nur soviel: Es war sehr lustig, sehr lehrreich und sehr früh, bevor es in den Wohnmobilen ruhig wurde. Völlig aus geschlafen und gut gelaunt gab es am Sonntag Morgen vor dem Wettkampf erst einmal ein üppiges Frühstück, zu dem sich manche mehr oder weniger zwangen, beziehungsweise andere noch schnell die Gelegenheit nutzten letzte Vorkehrungen zu treffen. Dann ging es auf dem eigens für diese Zwecke um gestalteten Acker hinter dem Flötscherhof los. Lobenswert ist der 1. Platz von Christian Kunkelmann zum ersten Mal war die TGT auf dem Treppchen vertreten. Am Ende war jeder mit sich und seiner Leistung zufrieden. Nach dem gemeinsamen Mittagessen auf der Alm, wurden die „Zelte” bis zum nächsten Jahr abgebrochen. Jedes Jahr im Dezember schwämmt immer eine regelrechte Flut von Einladungen zu diversen Advents-, Nikolaus- und Weihnachtsfeiern in die Briefkästen eines jeden Bürger dieses Landes. Auch die TGT ist einer der vielen Vereine, die eine dieser traditionellen Feier im Gesamtverein alljährlich abhält. Neben den verschiedenen Turnaufführungen der Turnabteilung und dem Kuchenverkauf der Leichtathleten dieses Jahr gab es auch für jede(n) kleine(n) und auch für jede(n) große(n) Sportler ein kleines Geschenk.

Zurück

Tradition bewahrt (1997)

Hatte man doch dieses Jahr mit Wetter und Schnee Glück gehabt, gab es dafür Probleme mit der Heizung und der Elektroinstallation der gemieteten Hütte für die Skifreizeit. Unsere technisch Begabten brauchten gut zwei Stunden, dann war dieses Problem behoben. Jetzt konnte der Urlaub in Frankreich so richtig los gehen. Bei viel Sonne und Schnee machte das Skifahren so richtig Spaß. Nicht nur zur Freude der anderer Skiurlauber ließen sich die TGTler einige originelle Ideen einfallen um auf der Piste und jedem anderen Ort an dem sie kamen so richtig aufzufallen, sondern auch manchmal auf Kosten derer Nerven. Aber wen stört das schon, wenn man im nächsten Moment ein paar Hundert Meter zwischen sich und dem frei gelegten Nervenbündel hat. Nach sechs viel zu kurzen Tagen kamen sie dann gut gebräunt nach Hause. Ein weiteres Mal war die Stimmung beim Hallensportfest der TGT wieder super. Was auch kein Wunder war, bei 200 Teilnehmern aus 11 Vereinen. Angeboten wurden Mehrkämpfe für Schüler und Jugend. Hier errang die TGT zwei 1. Plätze von Annika Mauer (WJB) und Fabian Kisch (M13) sowie sieben 2. Plätze von Linda Blank (W11), Oliver Bredow (M13), Elizabeth Delp (WJ B), Peter Haber (M15), Kati Merker (W8), Pascal Regula (M 12) und Maria Spahn (W14). Auch für Essen und Trinken war gesorgt. Spannend wurde es dann noch einmal bei den allbekannten Rundenstaffeln bei denen man sich wie im Fußballstadion vorkam. Auch hier schnitt die TGT mit einige der vorderen Plätze gut ab. Ebenso nahmen die Leichtathleten der TG Traisa wieder zahlreich am Hallensportfest in Egelsbach teil, wo wir bei Sonnenschein ankamen, so dass die Stimmung trotz der recht frühen Tageszeit gut war. Nach gemütlichem Einlaufen unter freiem Himmel erwartete die Teilnehmer ein spannender Wettkampf in der Horst-Schmidt-Halle. Die Wettkämpfer der TGT erzielten sehr gute Ergebnisse. Der Wettkampf ging trotz einiger Wartezeiten beim Sprint recht flüssig über die Bühne und man konnte am Nachmittag zufrieden Heim fahren. Es dürfte nicht schwer fallen zu sagen, dass wir nächstes Jahr wieder an diesem Wettkampf teilnehmen werden. Am 28. Mai trafen sich einige Leichtathleten der TGT am Bahnhof, um gemeinsam zum Hessischen Landesturnfest in Wetzlar zu fahren. Bepackt mit schweren Sporttaschen und einer noch schwereren gemeinsamen Provianttasche ging es nach Wetzlar. Gemeinsam fuhren diese ins Zentrum, um dort Essen zu gehen und anschließend die Eröffnungsfeier anzuschauen. Nach einem langen Abend fuhren die TGTler schließlich nach Aßlar zu unserer Schule zurück. Am Donnerstag fuhr man dann zum Stadion, wo die ersten ihren Wettkampf hatten. Der Rest fieberte mit oder ruhte sich in der Sonne aus. Nachmittags bildeten sich Grüppchen, man nahm entweder an einem Sportprogramm teil oder bummelte durch die Stadt. Eine Turnschau am Abend bot den Abschluss des Tages. Am Freitag ging es wieder früh los zum Stadion, wo dies mal der Rest der Gruppe Wettkampf hatte. Er dauerte bis zum späten Nachmittag, danach fuhren alle in die Schule, um zu duschen und uns für den Abend fertig zu machen. Die Gruppe machten sich auf den Weg zur August-Bebel-Halle und schauten sich die Finale der Turnerwettkämpfe an. Den Samstag hatten sie zur freien Verfügung und verbrachten ihn mit bummeln, shoppen und den Angeboten der Turnerjugend. Abends fuhren die Sportler auf die HR 3-Discoparty. Am Sonntag nahmen die TGTler an der Abschlussfeier teil und gingen im Anschluss zum Zug Richtung Darmstadt. Erschöpft aber glücklich und mit sich selbst zufrieden kam ein jeder zu Hause an. Am 7. Juni veranstaltete der SV Traisa erstmals auf dem Waldsportplatz in Traisa ein Fußballturnier für jedermann, an dem insgesamt zwölf Mannschaften teilnahmen. Aufgeteilt in zwei Gruppen galt es als erstes sich hier zu behaupten. Die läuferischen Qualitäten der gemischten TGT-Mannschaft erschreckten und beeindruckten die gegnerischen Mannschaften. Taktisch gut eingestellt und hoch motiviert, es den “erfahrenen” Fußballern mal zu zeigen, erlangte man schließlich den zweiten Gruppenplatz und spielte so mit um Platz 3 in der Endrunde. Fast hätte hier unser jüngster Mitspieler Felix Spahn (12) den absoluten “Hammer gelandet” und so die TGT auf dem dritten Platz zu platzieren, doch war das Glück de Team nicht treu, so dass schließlich nur ein vierter Platz heraussprang. So konnte die Mannschaft von sich sagen. Auch Leichtathleten können mit dem Ball umgehen. Am Mittwoch, den 25. Juni fand in der Fußgängerzone von Darmstadt die 20. Auflage des “Cup da Franco” statt. Insgesamt 2.200 Teilnehmer nahmen den Darmstädter Stadtlauf in Angriff und wurden von einigen tausend Zuschauern entlang der Strecke bejubelt. Unter den Läufern befand sich auch ein kleines Grüppchen von Sportlern der TG Traisa. Klaus Spahn belegte auf der 5.200 Meter langen Strecke in seiner Altersklasse den 153. Platz, Sven Sundermann einen guten 47. und Tobias Reinhardt den 65. Platz beiden Männern. Auf der 2.300 Meter langen Strecke der Schüler erzielte Pascal Regula den 19. Platz und Felix Spahn kam auf Platz 29. Ein wenig Pech hatte Alexander Peterek, der leider verletzungsbedingt aufgeben musste. Da auch der Wettergott mitspielte, war der Darmstädter Stadtlauf 1997 insgesamt eine gelungene Veranstaltung. So viele Kinder sah der Bahnhof Traisa selten: Über Bensheim ging es mit dem Zug nach Reichenbach ans Felsenmeer zur Kinderfreizeit 1997. In einer großen Hütte am Waldrand konnten die Kinder der TG Traisa so viel und so lange lärmen, wie sie wollten. Nach der Ankunft am Freitag wurde erst einmal gegrillt. Dazu gab es die leckeren Salate, die viele Eltern mitgegeben hatten. Danach spielten und vergnügten sich die Kinder in und um die Hütte herum, während sich die Betreuer über die Berge dreckiger Teller her machten. Das Pech für die Übungsleiter war wohl der einzige große Raum im 1. Stock, wo alle Kinder gemeinsam schliefen. Bis hier Ruhe einkehrte, war es weit nach Mitternacht. Und um spätestens sechs Uhr sorgte der Erste mit einer Kissenschlacht wieder für Stimmung. Am Samstag ging es dann erst zum Felsenmeer und mittags ins Schwimmbad. Aber auch nach solch einem Tag war die Bande nicht ruhig zu stellen. Mit lustigen Spielen brachten die Übungsleiter am Abend viel Spaß und Spannung in die Hütte, ehe es am Sonntag im Holiday-Park bei der Achterbahn noch einmal richtig rund ging. Am Tag der Autofreien Bergstraße trafen sich wie jedes Jahr einige Leichtathleten, um gemeinsam mit dem Fahrrad auf Tour zu gehen. Um zehn Uhr ging es vom Delpschen Haus los Richtung Bergstraße. Mit viel lustigem Geschwätz machten sie an dem Festplatz bei Seeheim halt, um sich für den Rest des Weges erst mal zu stärken. Nach dem sie verloren gegangene Personen eingesammelt, Bungeespringern zu gesehen und Eis gegessen hatten, war unser Wendepunkt der Tour Bensheim, wo die Radfahrer ein paar Skatern und Rappern zu sahen. Mit wenig Puste, dafür aber mit um so mehr guter Laune erreichten sie nach fast 50 Kilometer wieder Nieder-Ramstadt mit dem Versprechen, nächstes Jahr unter Garantie wieder dabei zu sein. Da staunten die Eltern nicht schlecht, als ihre Kinder mit dem Staffelholz in der Hand mit einem Affenzahn durch die Ochsengasse flitzten. Schwupp, um die Ecke rum und zurück zur Hans-Seely-Halle. Kaum angekommen, hatte auch schon der nächste Läufer das Holz übergeben bekommen und war auf und davon. Aber auch neben der Laufstrecke spielten einige Basketball, andere übten sich im Torwand schießen und die ganz Kleinen bewältigten einen Hindernissparcour. Richtig! Das konnte nur der zweite Mühltaler Sporttag der Turngemeinde Traisa sein. Für die Eltern gab es natürlich auch einiges. Einmal abgesehen davon, dass sie mit Würstchen, Kuchen und Kaffee verwöhnt wurden konnten auch alle Anwesenden T-Shirts gewinnen. Insgesamt war man sich allerdings einig, dass nächstes Jahr etwas anderes, etwas neues geboten werden muss. Warten wir es mal ab. 16 TGTler – ein absoluter Teilnehmerrekord – fuhren auch dieses Jahr zum Südtiroler Bergturnfest in Brixen. Am ersten Abend wurde der Gaskocher vorbereitet und kurze Zeit später konnten sich alle ausgehungerten Mägen an köstlichem Chili stärken. Der Duft lockte auch weitere Turner in unsere “Wagenburg”, die natürlich freundlich empfangen wurden. Am Samstag morgen gab es zum ersten Mal frische Brötchen zum Frühstück. Obwohl noch der ganze Wettkampftag vor den Sportlern lag, ließen es sich Sven und Klaus nicht nehmen, in die nächste kleine Ortschaft zu joggen und frische, knusprige Brötchen zu holen, denn leider ging hier etwas in der Organisation schief, da wir nur Fladenbrot in unserem Proviant vorfanden – aber es gab da ja die beiden netten Jogger. Mit viel lustigem Geschwätz erreichten die TGTler Brixen, stärkten sich dieses Jahr nicht in ihrer Stammkneipe, sondern fanden ein eben so schönes Laubenlokal nicht weit entfernt davon. Danach ging es Richtung Turnhalle wo ein Aufenthalt bis 17 Uhr „anstand“, der zum Duschen, Beobachten der Turnerwettkämpfe oder einfach zum Schlafen genutzt wurde, um Kräfte für den Rückweg zusammeln. 2½Stunden Bergetappe standen ihnen bevor, ehe sie erleichtert oben angekommen konnten. Natürlich wurden zunächst die Getränkevorräte gestürmt, ehe der lustige Grillabend beginnen konnte. Mit guter Laune begann der Wettkampfsonntag erst einmal mit Rührei, Schinkenspeck und Zwiebeln. Während die TGTler noch mit dem Frühstück beschäftigt waren wurde die Flötscherwiese mit Teilnehmern immer voller. Und auch die letzten Langschläfer fanden den Weg auf die “Wettkampfwiese” mit weiteren insgesamt 650 Teilnehmern zwischen 8 und 80 Jahren. Zu aller Beruhigung hatten sich die Bedingungen nach den allgemeinen letzt jährigen Verletzungen verbessert, so wurde zum Beispiel der “Acker” der Weitsprunganlage durch richtigen Sand ersetzt. Nachdem Einzug der TGT dem Warmlaufen und der Turnerhymne zur Begrüßung begannen die Dreikämpfe: 60/100 m, Kugelstoßen und Weitsprung. Zum Ausklang des Bergturnfestes fand noch das alljährliche Schauturnen und natürlich die Siegerehrung statt. Das auch nach diesem Wettkampf die Athleten alle zufrieden waren ist ja eigentlich selbstverständlich bei solch einer Gaudi. Aus Tradition ging es Mitte September wieder zum Frankenstein hinauf. Dieser Wettkampf ist für die Leichtathleten der TG Traisa der inoffizielle Abschluss der Sommersaison. Die Freiluft-Wettkämpfe sind zu diesem Zeitpunkt vorbei, und bis zum Beginn des Hallentrainings wird mehr oder weniger locker trainiert. Da kommt das Bergturnfest vielen gerade recht. Dieser Wettkampf hat schon immer mehr Kultcharakter, denn leistungsorientierte Wettkampfatmosphäre gibt es hier nicht, so dass man hier entspannt die Saison ausklingen lassen kann. Niemand ärgert sich hier ernsthaft, wenn es mal nicht so läuft, denn Bestleistungen sind auf dieser Anlage sowieso nicht möglich. Wie so macht man sich denn dann die Mühe, früh aufzustehen, zum Frankenstein zu fahren, sich Warmlaufen, Gymnastik und schließlich der „Wettkampf“? Ein Teilnehmer meinte dazu, hier her könne man eben auch noch kommen, wenn man nicht mehr die Form früherer Jahre habe, ohne dann beim Wettkampf ganz alt auszusehen. Das trifft das Wesen dieser Veranstaltung ziemlich gut. Auch wenn hier die ein oder andere sehr gute Leistung geboten wird, so lebt dieser Wettkampf vom Breitensport. Es gibt nicht viele andere Wettkämpfe, bei denen der Anteil der „Senioren“ so hoch ist. Außerdem bietet der Frankenstein schöne Natur und eine angenehme Atmosphäre. Hier sind nette Unterhaltungen mit anderen Sportlern selbstverständlich. Ehrgeizige Eltern, die ihre verbissen kämpfenden Kinder anfeuern, trifft man hier nicht. Also Entspannung statt Leistungsdruck, kein Stress, sondern Spaß. Dieses Jahr waren außerdem die klimatischen Verhältnisse außerordentlich gut. Wer von den langjährigen Teilnehmern erinnert sich nicht an Rennen im Regen und Weitsprung in den Schlamm. Nicht so dieses Jahr: Etwas kühl, aber sonnig meldete die Wettervorhersage und so war es dann auch. Leider war die Teilnehmerzahl etwas hinter den Erwartungen zurück geblieben, aber so waren immerhin die Wartezeiten zwischen den einzelnen Disziplinen minimal. Stolz berichtete auch ein Organisator von den zwei neuen Startpistolen. So können jetzt die Schüler mit ohrenschonenderem Klang auf die Strecke geschickt werden, während die Jugendlichen und Aktiven mit normaler Lautstärke „losgelassen“ werden. Ansonsten gab es nichts Neues, der Kaffee und die Bratwürste sind weiterhin gern gegessen, beim Steinstoßen wurde auch dieses Jahr glücklicherweise niemand vom fliegenden Stein erschlagen. Wer es dieses Jahr nicht geschafft hat, mitzumachen, der ist hoffentlich nächstes Jahr wieder mal dabei, wenn es heißt „Saisonabschluss Frankenstein“.

Zurück

Beach-Volleyball und tolle Plätze (1998)

Bei den hessischen Hallenmeisterschaften in Frankfurt-Kalbach am 18.1.1998 belegte Christian Kunkelmann einen sehr guten 6. Platz im Kugelstoßen der männlichen Jugend B. Seine Weite von 12,93 Meter lag im Bereich seiner Bestleistung. Jedenfalls wird in der Wurftrainingsgruppe der TG Traisa kräftig trainiert, so dass man bei den Freiluftmeisterschaften Anfang Juni in Wetzlar eine Leistungssteigerung erwarten kann. Die entsprechende Motivation ist auf jeden Fall vorhanden. Schon am Wochenende zuvor waren Peter Haber, Lars Reinbold und Christian Kunkelmann auf einem Hallenmeeting in Frankfurt-Kalbach. Hier stieß Christian genau auf die Qualifikationsweite von 13 Meter und belegte den 1. Platz. Der ein Jahr jüngere Peter Haber belegte im selben Wettkampf mit 9,61 Meter den 4 Platz. Bei den Männern erreichte Lars Reinbold bei starker Konkurrenz mit 12,79 Meter einen ausgezeichneten 8. Platz. Erfolgreiche Teilnahme am regionalen Leichtathletik-Sportfest in Langen. Seit langem konnten wir wieder an einem Wettkampf teilnehmen, der nicht durch dunkle Regenwolken beeinträchtigt wurde. So waren dann auch die Ergebnisse sehr erfreulich. Lars Reinbold siegte in einem spannenden Speerwurf-Wettkampf mit 51,62 Meter, Fabian Kisch wurde im Endlauf über 75 Meter Zweiter mit 9,9 sec. Alle weiteren Teilnehmer erreichten gute Platzierungen. Am 8. März fand in der Kreissporthalle in Nieder-Ramstadt das 13. Leichtathletik-Hallensportfest der TG Traisa statt. 130 Teilnehmer aus neun Vereinen nahmen an 25 Wettkämpfen teil. Zahlreiche Helfer, für die zum Teil der Wettkampf schon am Abend beim Herrichten der Halle begann, ließen durch ihre gute Zusammenarbeit das Hallensportfest zu einem gelungenem Ereignis werden. Vom Kuchenverkäufer bis zum Urkundenschreiber, vom Zeitnehmer bis zum Weitenmesser wurde gute Arbeit geleistet. Ein Dankeschön hierfür. Die Sportler im SchülerInnen-Bereich maßen sich im Dreikampf und für die Jugend wurde ein Vierkampf angeboten. Die knappste Entscheidung gab es bei den Schülern M12. Matti Merker von der TG Traisa siegte gerade mal mit vier Punkten Vorsprung vor einem Mitstreiter des TSV Höchst. Beiden Rundenstaffeln bebte teilweise die Halle. Energische Anfeuerungsrufe von den Betreuern, den angereisten Eltern und den jeweiligen Vereinskameraden kamen von allen Seiten. Ein besonderer Leckerbissen war die 4 mal eine Rundenstaffel der Schüler B. Die eigene Staffel (Gartelgruber, Blank, Spahn, Langner) setzte sich mit drei Zehntel Sekunden gegen die Staffel des TSV Höchst durch. Genauso knapp war es bei den Schülerinnen D. Dort hatte allerdings die erste Staffel vom TV Seeheim die Nase vorn. Kurze Zeit nach Beendigung der Wettkämpfe gab es eine große Siegerehrung. In sechs der 25 Wettkämpfe stellte die TG Traisa den Sieger. Für nächstes Jahr zum 14. Hallensportfest erhofft sich die Turngemeinde Traisa wieder rege Beteiligung und viel Begeisterung am Sport. Fünf Uhr wecken, sechs Uhr aufstehen, sieben Uhr Frühstück, acht Uhr Abfahrt und neun Uhr Wettkrampf hieß es an diesem Sonntagmorgen, dem Sonntag an dem die TGT zum Hallensportfest in Höchst fuhr. “Wettkämpfe sind ja gut und schön, könnten die nicht mittags anfangen?”, stöhnte da einer. “Quatsch”, musste ein anderer seine Meinung loswerden: “Morgens ist man doch viel besser drauf!” So sollte es auch bleiben: 9.05 Uhr: Ankunft in Höchst, die Wettkämpfe beginnen gerade. TG Traisa mal wieder nicht pünktlich. Schnell in das Trikot geschlüpft (bei einigen war es auch eher ein Nachthemd) und ab in die Hallenmitte zur Gruppeneinteilung. 10 Uhr: Leider hatten wir in Höchst doch tatsächlich Probleme mit Diebstählen. Also warfen die Trainer immer ein Auge auf die Taschen (…und haben nun mehr nur noch eines). 10.30 Uhr: Kaffee- und Kuchenpause für die Trainer, Eltern und Kinder die gerade keinen Wettkampf hatten. 11 Uhr: Pascal ist unglücklich. Mit dem Hochsprung hat es leider nicht ganz so nach seinen Vorstellungen geklappt. Aber das wird noch! 12 Uhr: Die Einzelwettkämpfe sind vorbei. Auf Staffelmannschaften hat jetzt doch keiner mehr Lust. Und auf die Siegerehrung zu warten dauert nun doch zu lange. “Auf heim!” schrie einer. 12.45 Uhr: Wir nähern uns Traisa. Pascal lacht wieder. Alles in allem war der Tag doch nicht so schlecht. Skifahren an Ostern bedeutet fast immer gutes Wetter, Sonne und viel Spaß. Im April dieses Jahr ging es nach Trois Valée in Frankreich. Die Skifahrer kommen immer mit tollen Erinnerungen zurück. Die Osterferien sind immer verplant – eine Woche Skifreizeit pur, das gehört einfach dazu. Wer sollte es ihnen schon verübelt in den ersten warmen Tagen Deutschland zu entfliehen um noch einmal die Skier für die Saison zu schwingen. Dieser traditionelle Ausflug in den Wintersport führte diesmal nach La Tanja in Frankreich – Schnee pur!! Die Hütte war komplett belegt und direkt am Lift ins Skigebiet. OK, die Hütte war vielleicht etwas überbelegt, beziehungsweise der „Ess- und Aufenthaltsraum“ mit seinen circa zwölf Quadratmeter etwas zu übersichtlich für die elf TGTler und manche Fenster mit der Größe von 45 mal 45 Zentimeter etwas zu klein; aber wenn man es sich recht überlege auch wieder groß genug, denn schließlich gab es einmal einen Tag ohne Schlüssel, aber ein kleines offenes Fensterchen! Was geschah kann man sich an „drei Skiern abzählen“: Ein gelenkiger, hagerer Leichtathlet schwang sich die Fassade hoch, direkt ans und dann ins offene Fenster und ab in die Hütte, öffnete für die anderen ein Fenster, durch das diese dann einsteigen durften oder mussten, wollten sie nicht im Schneesturm verharren, denn beide Schlüssel für die Hütte befanden sich noch auf der Piste (denn ein paar Unverwüstliche fahren immer bis zum Schluss; jedem das seine – es finden sich immer welche für das Apres-Ski – und das ist gut so!). Die Woche war wirklich schön, voll gepackt mit kleinen Geschichten zum weitererzählen und erinnern. Nur noch kaltes Wasser für die letzten Duscher in unseres Gruppe, Beinahe-Stürze in verdeckte Wasserlöcher unter tollem Tiefschnee, verfehlte Liftstation wegen Schneesturm und schlechter Sicht, Marathon Etappe nach Trois Vallée, Liftfahren pur und viel Sonne zum Fratz verkacheln, selbst gekochten Essens von unseren „flinken Händchen“…und, und, und…. Dieses Jahr waren wir zum ersten Mal zur Untersuchung im sportmedizinischen Institut in Frankfurt. Im Sinne einer gesundheitlichen Vorsorge wurde hier ein Sporttauglichkeits-Check durchgeführt. Das einzig unerfreuliche an diesem Vorgang war der sehr frühe Termin. Die Untersuchung begann um 7.30 Uhr morgens in Frankfurt, so dass bei einigen der Kreislauf noch nicht wach zu sein schien. Die erste Aufgabe war fast nicht zu bewältigen: Urinabgabe. Schwierigkeit: Alle waren morgens nach dem Aufstehen schon aufs Klo gegangen. Danach wurde es einfacher, denn warten kann jeder! Besonders wenn man auf Christian warten muss, der beim Belastungs-EKG einfach nicht aufhören wollte, Fahrrad zu fahren! (Ist ja nicht negativ!!) Bei der Körperfettmessung ergaben sich bei manchen interessante Ergebnisse: Einerseits war der Anteil fast im negativen Bereich und andererseits erschreckend hoch! Trotz allem wurde niemandem Sportverbot erteilt, und wir können beruhigt weitertrainieren. Sonntag morgen. Wetter mäßig. Fremdteilnahme gleich null. Organisation besch…eiden. Die Turngemeinde Traisa durfte sich ernsthaft überlegen, ob sie den Mühltaler Staffellauf in dieser Form in Zusammenarbeit mit der Gemeinde Mühltal nächstes Jahr ausrichten werde. Die TG Traisa stellte 70% der Teilnehmer, das heißt kaum Konkurrenz und auch das Interesse der Einwohner war sehr gering. Schon seit Jahren war eine rückläufige Teilnehmerzahl erkennbar, für die Kinder und Jugendlichen der Turngemeinde Traisa war somit auch kein Anreiz mehr gegeben, wenn überhaupt nur gegen vereinseigene Mannschaften zu laufen. Erfreulich für die Kinder waren natürlich die zahlreichen gewonnenen Pokale. Zur gleichen Zeit fand in Traisa der Grenzgang statt, welcher mit dem Staffellauf am Datterichsplatz endete. Vom traditionellen Eintopf nach dieser Wanderung bekamen dann auch die Staffellaufteilnehmer etwas ab. Vielen Dank! Verwirrung am Gleis 22. Eigentlich sollte hier am Sonntag (31.05.) am Münchner Hauptbahnhof einer der 19 Sonderzüge aus Hessen ankommen. Ein Fernsehteam des Bayerischen Rundfunks hatte sich bereits auf dem Bahnsteig postiert, um die Anreise der Teilnehmer des Deutschen Turnfests zu filmen. Die ehrenamtlichen Helfer des Turnfest-Teams, die den Gästen die Route zu den Quartieren zeigen sollten, hatten Wegweiser aufgestellt. Eine Durchsage platzte die Vorbereitung: „Der Sonderzug aus Hessen hat ungefähr 30 Minuten Verspätung.“ Kein Problem, der nächste Zug lief auf Gleis 11 ein. Das TV-Team packte die Kamera, die Turnfest-Helfer die Wegweiser und auf ging es zu Bahnsteig 11. Doch hier kündigte die freundliche Dame von der Bahn über Lautsprecher die Einfahrt eines anderen Sonderzuges an, bevor dann auch Hessen und mit ihm die Turngemeinde Traisa in München einlief. Das 30. Deutsche Turnfest in München vom 31.05. bis 07.06. war die größte deutsche Sportveranstaltung seit der Olympiade 1972. Über 110 000 Sportler waren in Münchens Schulen untergebracht. Mit 25 LKW bestückte der Lebensmittelkonzern SPAR in den frühen Morgenstunden die Frühstücksbüfetts in den Schulen der Stadt. Das waren ca. 1 300 000 Brötchen, 15,5 Tonnen Butter, 25 000 kg Wurst und Käse, 410 000 Becher Joghurt, 750 000 Äpfel und 220 000 Flaschen Fruchtsaft und Milch. In dieser Woche hatten die Turner ihren Wahlwettkampf aus den Bereichen Turnen, Leichtathletik, Schwimmen und Trampolin zusammengestellt. Oder sie haben ihre Gruppenwettkämpfe im Volleyball, Handball, Rhythmische Sportgymnastik, Jazz-Dance und vieles mehr absolviert. Auf dem riesigen Olympiagelände waren 40 LKW den ganzen Tag im Einsatz, um die richtigen Turngeräte an die richtigen Wettkampfstätten zu fahren. Der Münchner Verkehrsverbund MVV stockte die 4 Gelenkbusse, welche die Wettkampfstätten im Olympiapark verbinden sollten, kurzerhand auf 30 auf. Und mit einer Taktfrequenz der U-Bahnen von 2 Minuten war das Schienennetz mit einer Beförderungsmenge von 35 000 Personen pro Stunde zu 100 % ausgelastet. Dies erforderte einen Personalmehraufwand von rund 100 000 Stunden! Aber das Organisationskomitee hatte alles perfekt organisiert, so dass es fast nie zu Unstimmigkeiten kam. Beim Deutschen Turnfest stehen aber nicht die Wettkämpfe im Vordergrund, sondern das gemeinsame Feiern. So war auch die Tuju-Fete (Tuju = Turnerjugend des Dt.-Turner-Bundes) auf einem riesigen stillgelegten Industriegelände eines der Highlights des Deutschen Turnfestes. Die leeren Gebäude und Hallen wurden zu zig Kneipen, Discotheken, Kinos und Beachvolleyballfeldern ausgebaut und füllten sich an diesem Abend mit über 13 000 (!!) Turnern. Bis 4 Uhr morgens wurde hier getanzt und gefeiert. Bei den Wettkämpfen von Montag bis Mittwoch gab es natürlich auch Plazierungen von Seiten der TG Traisa. So belegte beispielsweise Christian Kunkelmann als 23. (von 204) einen recht beachtlichen Platz. Aber auch der 100. Platz (von 629) von Stefan Plag sollte erwähnt werden. Als letzte hatte Maria Spahn am Mittwoch Nachmittag ihren Wettkampf (85. von 171), ehe es am Abend zu den Deutschen Meisterschaften in die Olympiahalle ging. Zusammen mit 11 000 anderen Zuschauern sah man hier die absoluten Spitzensportler des DTB im Kunstturnen am Barren und Reck, im Trampolinspringen und der Rhythmischen Sportgymnastik. Horst Peters, Geschäftsführer des bayerischen Volleyball-Verbandes, hatte sich schlaugemacht, bevor er sich zum Superlativ durchrang: „Wir veranstalten das größte Beach-Volleyballturnier, das je in der Welt stattgefunden hat.“ Und er deutete dabei mit stolzgeschwellter Brust auf elf Felder, die vom frühen Dienstag bis zum späten Samstag beim Turnfest in dem Maß ausgelastet waren, wie die Hotelkapazitäten in und um München. 635 Zweierteams pritschten, baggerten und hechteten zu dröhnender Discomusik durch den Sand in der Olympiaanlage. Premiere beim Deutschen Turnfest hatte Beach-Handball. Zum ersten Mal wurde auch diese wenig bekannte, aber interessante Sportart hier aufgenommen. Die riesige Abschlussveranstaltung am Samstag im Olympiastadion wurde vom Blasorchester des Deutschen Turnerbundes begleitet. Dieses größte Orchester der Welt spielte hier mit 1200 Turnmusikern. Gezeigt wurden bunte und interessante Sport- und Showvorführungen der einzelnen Landesverbände, ehe Roman Herzog mit seiner Rede diese eindrucksvolle Woche beendete und der Präsident des OK, Prof. Dr. Herbert Hartmann, sich bei der Stadt München bedankte: „Nicht nur die Turner hatten eine Woche Spaß, auch unzählige Stimmen aus der Bevölkerung bedauert die nun wieder einkehrende Ruhe in München. Eines steht auf jeden Fall fest: 2002 in Leipzig sehen wir uns alle wieder“. Und die Turngemeinde Traisa ist garantiert dabei! Auch die anderen Teilnehmer der TG Traisa seien an dieser Stelle noch erwähnt: Felix Spahn (58./153), Joachim Langner (77./153), Pascal Regula (105./153), Peter Haber (120./231), Sven Sundermann (246./629), Michael Delp (288./629), Tobias Schweighöfer (57./196), Annika Mauer (37./142), Marie Gerhard (699./1120), Martina Itzel (799./1120), Annegret Storkebaum (139./267), Irene Plag (149./288), Hannelore Jährling (152./288), Conny Itzel (125./260). Ausgerechnet das bisher heißeste Wochenende (19.-21.06.) in diesem Jahr suchten sich die 14 Jugendlichen der Turngemeinde Traisa und ihre vier Betreuer für eine Radtour aus. Ausgangspunkt der Jugendfreizeit war der Sportplatz in Traisa. Bei den Temperaturen von mehr als 30°C ging es Richtung Schloss Nauses. Um die lange Fahrt mit dem Fahrrad nicht noch beschwerlicher zu machen, fuhr einer der Betreuer mit dem Gepäck und den Zelten voraus. Für die Strecke von ca. 30 Kilometer benötigten die Radfahrer etwa 4 Stunden (mit Pausen). Dabei fuhren sie durch Ober-Ramstadt, Groß-Bieberau und Ober-Klingen zum Jugendzeltplatz von Schloss Nauses. Dort angekommen, wurden zügig die Zelte aufgebaut, um dann schnell dem größten Vergnügen an diesem Wochenende nachzukommen, nämlich dem Spielen am nahegelegenen Bach. Weitere Aktivitäten waren an diesem Wochenende: Jonglieren mit selbst gebastelten Bällen, Besichtigung der Vesten Otzberg, Staffelwettkämpfe und eine Schnitzeljagd. Aber nicht nur Spiel und Spaß erwarteten die jungen Leichtathleten, sondern auch Pflichten. So musste das Essen selbst zubereitet, Teller gespült, Holz gesammelt und Feuer angezündet werden. Froh gelaunt ging es dann am Sonntagnachmittag nach dem Essen auf die Heimfahrt, für die man trotz 33°C Hitze diesmal nur 3 Stunden benötigte. 24. Juni, 18 Uhr. Die Innenstadt dampfte vor Hitze. Am Ludwigsplatz standen 400 Kinder in den Startlöchern. Dann fiel der Schuss. Der 21. Darmstädter Stadtlauf, der Cup da Franco hatte begonnen. 10 000 Zuschauer bestaunten die insgesamt 2 240 Teilnehmer, die Stimmung und die Anfeuerungsrufe waren enorm. Bei den 400 Kindern liefen auch Joachim Langner, Pascal Regula, Felix Spahn und Matti Merker mit. Erstaunlich gut lief Joachim die 2 000 Meter lange Strecke, der mit einer Zeit von 7:02,1 Minuten als 37. von 138 in seiner Altersklasse ins Ziel kam. Bei den Männern I starteten Tobias Reinhardt (138.) und Sven Sundermann (140.). Um 22 Uhr liefen Klaus Spahn (200.) und Tobias Schweighöfer (387.) unter den Männern II bei insgesamt 400 Startern. Mehr und mehr wird der Darmstädter Stadtlauf neben dem Spitzen- und Breitensportereignis ersten Ranges auch zu einem gesellschaftlichen Großereignis für Darmstadt und die Region. Nach Cochem ging es auf dieser Freizeit der 6-9jährigen vom 10. bis 12. Juli. Mit vielen Spielen, Wanderungen und Schifffahrt hatten die Kinder viel Spaß und berichten: Eine Zugfahrt der extra Klasse machte den Anfang der Freizeit. Und kaum angekommen ging es am ersten Abend zur Nachtwanderung in den Wald. Und schon am nächsten morgen liefen man nach einer viel zu kurzen Nacht zur Schiffsanlegestelle nach Cochem. Dort fuhren die Kinder mit ihren Betreuern bis Karden und wanderten 1½ Stunden zur Burg Eltz. Oder doch nicht – 2½ Stunden brauchte sie wirklich um ans Ziel zu gelangen, da man sich promt verlaufen hatte. Dafür war die Burg um so schöner. Besonders beeindruckte die Schatzkammer. Aber auch an dem Souvenirkiosk konnte man eine Menge Geld loswerden, ehe es durch die Weinberge wieder abwärts ging. Nach 16 Kilometer Wanderung freute man sich auf das für Jugendherbergsverhältnisse wirklich gute Abendessen. Am Abend spielten die stets ausgelassenen Kinder noch Montagsmaler, Pantomime, und Mehltunken. Das beste war sicherlich die riesige Gummibärchenkette, die jede Gruppe gewann. Stop! Da war doch noch der überaus strenge Geruch und die unglaubliche Unordnung in den Zimmern. Also erst einmal zum duschen. Handtuch vergessen, zurück ins Zimmer. Duschgel gar nicht erst mitgenommen (aber die Übungsleiter hatten welches) und die frische Wäsche fehlte auch. Danach wurde in den Zimmern noch bis tief in die Nacht Gruselgeschichten erzählt. Sonntagmorgen – Frühstück – Kofferpacken. Dann (natürlich ohne Koffer) die Wanderung zum Tierpark. Nachdem man nach zwei Stunden außer der Wasserrutsche noch nichts vom Tierpark mitbekommen hatte, nahmen Petra, Christian und Sven die ganze kleine Meute mit. Dabei waren die Bären wirklich interessant. Und in das Gehege der Rehe konnte man sogar rein gehen und die Tiere füttern. Dann war da auch noch ein Elch mit einem riesigen Geweih. Und die Frischlinge waren so süß. Aber erst die Wölfe, Luchse, Vögel, … Doch dann kam das Gepäckschleppen zum Zug, das war so ätzend, dass alle Kinder vor Freude schrieen als sie in Traisa von ihren Eltern mit dem Auto abgeholt wurden. Bergturnfest in Brixen hieß das Ziel, als eine Gruppe von TGTlern mit einem Wohnwagen und zwei Autos aufbrach. Nach acht Stunden Fahrt fanden man wieder mal einen neuen Weg zum Flötscherhof und aß um 23 Uhr unser alljährliches Chilli. Nach 7 Stunden Schlaf fuhr die Gruppe auf den Pichlberg, kam aber bei ihrem Glück zehn Minuten zu spät. Die Seilbahn hatte geschlossen. Nachdem sie dann hochgewandert waren wollte man ihnen auf der einen Hütte kein Mittagessen verkaufen. Doch man fanden noch eine andere Almhütte von der aus noch einige zum Gipfelkreuz weiter stiegen. Nach der Rückkehr auf den Flötscherhof aßen die TGTler Fleischwurst mit Brötchen. Bei Regen hatten sie noch einen lustigen Abend im Wohnwagen vor sich bis man um 1 Uhr ins Bett gingen. Am nächsten Morgen begannen um 9 Uhr die Wettkämpfe. Erstaunlich gut schnitten Christian Kunkelmann (1.) und Klaus Spahn (3.) ab, bei immerhin 107 teilnehmenden Vereinen aus Österreich, Italien und Deutschland. Die Leichtathleten der TG 1879 Traisa hatten sich in diesem Jahr etwas ganz besonderes für die Sportler zur Weihnachtsfeier einfallen lassen: 15 Zentimeter Neuschnee bereits in der Nacht auf den 11.12.1998. Um 17 Uhr trafen sich 30 Kinder in Nieder-Ramstadt und wanderten mit mitgebrachten Fackeln bei Dämmerung nach Eberstadt. Eine Stunde und viele Schneeballschlachten später erreichte man das Lagerfeuer in Hartwigs Garten in Eberstadt. Die Würstchen lagen bereits auf dem Grill, dazu gab es Brezeln und, zum aufwärmen, Kinderpunsch (eine Art alkoholfreier Glühwein). Der Garten wurde durch die Fackeln und nicht zuletzt durch das Feuer malerisch beleuchtet. In dieser weihnachtlichen Stimmung durfte natürlich auch der Weihnachtsmann mit einem kleinen Geschenk für jeden nicht fehlen. Um 19.30 Uhr holten die Eltern ihre Sportler dann wieder ab. Dies war nicht ganz einfach, denn diese hatten sich in ihrem Iglu verschanzt und waren alles andere als bereit, ihre Festung aufzugeben. Nach langen Verhandlungen mit der Gemeinde Mühltal konnte das Beachvolleyballfeld nach einem Jahr Bauzeit endlich fertiggestellt werden. Die Abteilung Leichtathletik der TG 1879 Traisa hat sich intensiv um die Errichtung dieser Anlage gekümmert, welche nun auf die feierliche Einweihung wartet (zum Bericht). Endlich haben wir es durch”, freut sich Tobias Schweighöfer. Mit Recht. Seine Idee war es vor nun mehr als 1½ Jahren, diese Trendsportart auch bei der Turngemeinde Traisa einzuführen. Nach (kurzen) Verhandlungen mit dem Vorstand, welcher von dieser Idee selbstverständlich auch angetan war, folgten nun die langwierigen Diskussionen mit der Gemeindeverwaltung. Bezahlbar musste es bleiben. Die Gemeinde versprach freundlicher Weise ihre Unterstützung. “Doch letztendlich dauerte es doch einige Zeit bis die Grube ausgehoben war” klagte Tobias. “Der Sand musste heran geschafft werden, Pfosten, Netz und Bodenhülsen gekauft werden”, erinnerte sich Klaus Spahn, der Zeugwart der TGT noch sehr genau.

Zurück

Hans-Seely-Halle ist fertig (1999)

Zahlreiche Vertreter des öffentlichen Lebens und der Traisaer Vereine waren am 8. Oktober in die gerade vom Umbau fertiggestellte Hans-Seely-Halle gekommen, um der TG Traisa zu gratulieren. Vorsitzender Volker Seely begrüßte die Gäste und schilderte kurz den Bauumfang und Fortschritt. Er dankte allen Beteiligten, insbesondere Helmut Breitwieser für die kostenlose Planungsarbeiten, Bauleiter Michael Reinig, der den Bau betreute und viele eigene Ideen einbrachte, sowie der Firma Bünz als Generalunternehmer, für die gute Arbeit. Der Mühltaler Parlamentsvorsitzende Mitezki lobte die gelungene Konzeption der Halle und das Management des Vorstandes. Er erwähnte besonders die vielen tüchtigen jungen Leute des Vereins und zollte Achtung und Respekt vor der Leistung. Bürgermeister Runtsch überreichte den neuesten Wappenteller der Gemeinde, der im neuen Foyer der Halle einen Platz finden soll. Für den Hessischen Turnverband war dessen Rechnerin Jutta Bausch gekommen. Der Turnverband hatte sich mit einen Zuschuss an der Hallenfinanzierung beteiligt. Vertreter der Traisaer Vereine sprachen ihre Glückwünsche aus. Im Anschluss an den offiziellen Teil lud Vorsitzender Seely zu einem Büfett, das von Vereinsfrauen hergerichtet worden war. Es war den Gästen Gelegenheit gegeben, von Vorstandsmitgliedern geführt, die ebenfalls sanierten Kellerräume zu besichtigen. Kein Problem! Die Übungsleiter der Turngemeinde 1879 Traisa erhielten eine umfassende Einleitung in die Erstbehandlung von Sportverletzung und Erste Hilfe. Ein kompetenter Arzt aus dem eigenen Verein erläuterte am Sonntag, den 13.12.1998 für 3 Stunden die möglichen Sportverletzungen, ihre Behandlung und ihre Folgen. Unterstützt durch zahlreiche Dias wurden 18 interessierten Übungsleitern und Helfern die Maßnahmen bei Sportverletzungen professionell dargestellt. Wichtig ist die Erste Hilfe in Sportverletzungen, weshalb das Thema speziell auf diesen Bereich zugeschnitten war. Die Übungsleiter tragen in ihren Sportstunden eine große Verantwortung für die Kinder, richtiges und überlegtes Handeln in solchen Notsituationen ist unbedingt erforderlich. Das hierbei die Kenntnisse und Fertigkeiten aus der Führerscheinprüfung über Erste Hilfe bei weitem nicht ausreichen, ja zu 90 % sogar vergessen sind wurde deutlich. Am zehnten Dezember war es wieder einmal soweit. Am späten Nachmittag trafen sich wie im vergangenen Jahr die Nachwuchsleichtathleten, um an einer Schnitzeljagd mit anschließender Weihnachtsfeier teilzunehmen. Im Gegensatz zum Vorjahr hatte es zwar nicht geschneit, aber es war glücklicherweise trocken, so dass man sich voller Erwartungen in kleinen Gruppen auf die Jagd machte. Bald wurde es dunkel, und die Kinder waren im Wald heilfroh, gute Taschenlampen dabei zu haben. Immer wieder angespornt von dem begleitenden Betreuer mussten unterwegs knifflige Aufgaben gelöst werden (z.B. „Nennt alle Disziplinen, die zum leichtathletischen Zehnkampf gehören!“). So arbeitete man sich im Wettstreit mit den anderen Gruppen durch den finsteren und manchmal unheimlichen Wald bis nach Eberstadt, wo die Kinder von einem großen, hellen Lagerfeuer und viel heißem Kinderpunsch begrüßt wurden. Mit viel Lachen und Geschwätz fieberte man nun dem Höhepunkt des Abends zu: Dem Auftritt des Nikolaus. Er lobte einige Leichtathleten, die auf Wettkämpfen besondere Leistungen erbracht hatten, teilte die Sieger der Schnitzeljagd mit und hatte am Ende sogar noch für jedes Kind ein kleines Weihnachtsgeschenk dabei. Dann kamen leider auch schon die Eltern, um ihre Sportler wieder abzuholen ( Nach dem anstrengenden Hinweg waren alle glücklich, den Rückweg auf einem bequemen Autositz zu verbringen…). Am 17. Januar fand das fünfte Schüler-Hallensportfest des TSV Höchst statt. Zwölf junge Sportler der TG 1879 Traisa nahmen an den Wettkämpfen teilweise recht erfolgreich teil. So siegte zum Beispiel Bruno Shoenmakers in der Altersklasse M 11 im Sprinter-Dreikampf (2×30 m und 1×200 m) knapp vor Malte Karb (ebenfalls TG Traisa). Bruno Lange und Matti Merker belegten in der gleichen Disziplin bei den Altersklassen M 12/M 13 jeweils den 2. Platz. Gute vierte Plätze erreichten Julia Spahn und Kati Merker bei den weiblichen Sprinterinnen. Bei den Staffeln blieb die TG Traisa ungeschlagen. Bei den Schülern B und C wurden jeweils knappe Siege erreicht. Insgesamt war es ein schönes Sportfest. Die Stimmung war gut und für das leibliche Wohl war auch von Seiten des Veranstalters gesorgt worden. Am 28. Februar fand in der Kreissporthalle Nieder-Ramstadt das 14. Leichtathletik-Hallensportfest der TG 1879 Traisa statt. Schon früh um 8.30 Uhr waren die Tribünen gefüllt. 172 Teilnehmer aus vielen Vereinen rings um Darmstadt waren angetreten, um sich im sportlichen Dreikampf für die Schüler bzw. Vierkampf für die Jugend zu messen. Zahlreiche mitgereiste Eltern feuerten ihre Sprösslinge an und die vielen verschiedenen Trainer der einzelnen Vereine legten ihr Augenmerk auf die erzielten Leistungen ihrer Schützlinge und bei den Jüngsten natürlich auf eine korrekte Ausführung der jeweiligen Disziplinen. Besonders für die teilweise äußerst euphorische Stimmung in der Halle sorgten die jeweiligen Vereinskameraden, die die Wettkämpfer speziell bei den Rundenläufen und den abschließenden Staffeln lautstark unterstützten. Ein ganz besonderer Höhepunkt und für alle eine Überraschung war das Auftreten der Tanzgruppe Salt-and-Pepper der Turn- und Gymnastikabteilung. Die gute Organisation ließ eine flüssige Wettkampfdurchführung zu. Ein besonderer Dank geht hierbei an die zahlreichen Helfer und Kampfrichter. Für das leibliche Wohl war selbstverständlich auch gesorgt, so dass sich jeder zwischen den Wettkämpfen mit Kaffee, Kuchen, Würstchen und allerlei Getränken stärken konnte. Am Abschluss der Veranstaltung stand die allgemeine Siegerehrung, welche zumindest im Vergleich zu umliegenden Sportfesten einmalig ist. Denn hier werden alle Sportler ihrer Platzierung und Altersklasse entsprechend hintereinander geehrt, so dass jedem die gebührende Aufmerksamkeit für seine Leistung gewährt wird. Jeder Teilnehmer erhielt außerdem eine Urkunde und die ersten Drei der jeweiligen Altersklasse zusätzlich noch eine Medaille. Besonders gut schnitten dieses Jahr Bruno Lange (siehe Abb.) von der TG Traisa und Sebastian Schimmelschmidt vom TSV Hoechst ab, die ihre jeweiligen Dreikämpfe überlegen gewinnen konnten. In der Woche vor Ostern fuhren wieder einige Leichtathleten der TG 1879 Traisa in die französischen Alpen, in das große Skigebiet „les trois vallées“ zur dies jährigen Skifreizeit. Nach einer ereignisreichen Autofahrt kamen dann auch alle in der gemütlichen Hütte in La Tania an. Die folgenden sechs Tage ging es jeden Morgen mit der Gondel direkt hinterm Haus auf die Berge rauf, wo man durch ausgefallene Aufwärmspiele und blinkende Herzen an den Jacken schnell bei anderen Touristen bekannt war. Eine höhere Macht hatte es gut mit ihnen gemeint, d.h. fast immer wolkenloser Himmel, viel toller Schnee und keine Verletzten. Da das Wetter so gut mitspielte, wurde für zwei Tage ein erweiterter Skipass gekauft, um Tagesausflüge in andere Gebiete unternehmen zu können. So z.B. auf die Cime de Caron, den mit 3200m höchsten Gipfel, den man dort mit Liften erreichen kann. Aber leider geht gerade eine so schöne Woche rasend schnell zu Ende, und so kehrten alle braungebrannt und mit vielen Geschichten im Gepäck nach Mühltal zurück. Am Samstag, den 19. Juni war es endlich soweit: die Turngemeinde konnte das weitestgehend in Eigenarbeit errichtete Beach-Volleyballfeld auf dem Waldsportplatz in Traisa in Form eines Beach-Volleyballturniers einweihen. 24 Mannschaften kämpften von 9 bis 18 Uhr um den Pokal, welchen der erste Vorsitzende Seely dem überragenden Team Festina überreichen konnte. Aber auch die anderen Mannschaften, die sich natürlich tapfer geschlagen hatten, gingen nicht leer aus. Auch die Mannschaften der TG Traisa erhielten wie alle anderen jede einen Beach-Volleyball als Anerkennung für super Leistungen und Kampfgeist. „Eine runde Sache“, freute sich Seely, denn mit Musik und Tanzvorführungen der „Salt and Pepper“-Gruppe und den Step-Aerobic-Frauen der TG Traisa wurde die Einweihungsfeier zu einer kleinen Attraktion. Zwei weitere Volleyballfelder auf dem Rasen sorgten für Kurzweil zwischen den doch recht langen Spielpausen für die einzelnen Mannschaften. Parallel hierzu bildete sich eine neue Gruppe in der TG Traisa. Diese trainiert (u.a.) jeden Dienstag um 18 Uhr (Winter: Hans-Seely-Halle, Sommer: Sportplatz). Interessenten sind auf jeden Fall herzlich willkommen. Bereits letzten Herbst und Winter errichtete die TG 1879 Traisa dieses Feld auf dem Sportplatz der Gemeinde Mühltal mit eigenen finanziellen Mitteln. Unterstützt wurden sie durch den Bauhof der Gemeinde, welcher die Erdaushubarbeiten übernahm. Das Nutzungsrecht hat die Beach-Volleyballgruppe der TG 1879 Traisa. Beim diesjährigen Staffelabend des TUS Griesheim war die TG 1879 Traisa mit drei Staffeln vertreten. Über drei mal 1 000 Meter der Schüler A gingen Joachim Langner, Felix Spahn und Pascal Regula trotz Regenwetter an den Start. Mit 10:09 Minuten belegten sie den 2. Platz. Bei den Schülern B erreichten über die gleiche Distanz Matti Merker, Daniel Walter und Alexander Peterek mit 10:55 Minuten Rang drei. Über vier mal 400 Meter bei den Männern schafften diese einen Achtungserfolg: In der Besetzung Tobias Schweighöfer, Sven Sundermann, Lars Reinbold und Harald Loos wurde der vierte Platz (von vier Mannschaften) regelrecht erarbeitet. Am 23. Juni war es wieder so weit, über 2 000 Läufer bevölkerten Darmstadts City zum Darmstädter Stadtlauf. Die TG Traisa war natürlich auch wieder mit einem kleinen Grüppchen heißhungriger Läufer dabei. Sirrka Grimm erlief sich als erste TGTlerin das ersehnte Stadtlauf T-Shirt. Dann waren Joachim Langner, Felix Spahn, Pascal Regula und Matti Merker am Start, wobei Joachim Langner bei einem breiten Starterfeld auf den hervorragenden 4. Platz lief und die anderen drei unter die besten Fünfzehn kamen. Kati Merker, Annina Grimm und Phillip Regula erreichten in ihren Läufen ebenfalls gute Plazierungen. Auch die bei den Frauen (5 200 m) gestartete Maren Grimm war mit ihrer Zeit zufrieden. Endlich nach dem Lauf der Asse, die nur so an uns vorbei zischten war unser letzter Mohikaner an der Reihe. Sven Sundermann lief trotz Trainingsrückstand einen sehr ausgeglichenen Lauf über die 5 200 Meter. Nach Hilders in der Röhn fuhren an einem Donnerstag im Juni ein Bus voll junger Leichtathleten der TG Traisa zur Kinderfreizeit. Auf der Wiese der Jugendherberge verbrachte man vier erlebnisreiche Tage – mit Übernachtung in Zelten. Die Mahlzeiten nahm man in der Jugendherberge ein, so dass die Übungsleiter keine Zeit zum Kochen verschwenden mussten und sich von morgens bis abends um ein tolles Programm kümmern konnten. Hierbei durfte eine Wanderung auf die Wasserkuppe natürlich nicht fehlen, wo zwei Sommerrodelbahnen zur Auswahl standen. Die Kindern hatten also absolut keine Langeweile zu erwarten und nach einundzwanzig Kilometer saß man erschöpft beim üppigen Abendessen in der Jugendherberge. Die Hoffnung der Betreuer, die Kinder würden am nächsten Morgen lange schlafen, ging leider nicht in Erfüllung: Bereits um 5:30 Uhr morgens spielten diese Fußball um die Zelte! Glück hatten die Leichtathleten auch mit dem örtlichen Schwimmbad, das samstags eigentlich geschlossen hatte. Doch der Bademeister öffnete nur für uns das Bad. „Super!“ freuten sich die jungen Sportler: „Soviel springen, schreien, spritzen wie wir wollen!“ Da der Bademeister für drei Stunden verschwand, gingen diese Erwartungen voll in Erfüllung. Gegen 18 Uhr ging es dann zurück zur Jugendherberge. Nach Lagerfeuer, Nachtwanderung, Spiel ohne Grenzen und nicht zuletzt etwas Sport kamen die TGTler am Sonntag nun doch etwas erschöpft zu Hause wieder an. Bestätigt fühlten sich die Übungsleiter durch das Dankesschreiben eines Vaters für den sportlichen und sozialen Einsatz der Betreuer. Am 11. und 12. September waren die Leichtathleten der TG Traisa beim 26. Schülersportfest in Egelsbach. Bei sommerlicher Hitze erzielte Alexander Peterek (M 13) im Weitsprung mit 4,30 Metern den 2. Platz. Im gleichen Jahrgang wurde Matti Merker (M 13) vierter im 50-Meter-Endlauf, mit einer Zeit von 7,82 Sekunden. Joachim Langner wurde mit einem schnellen 75-MeterEndlauf Zweiter und im Weitsprung konnte sich Felix Spahn über 5,04 Meter (3. Platz) freuen. An diesem kräfte-zehrendem Tag war die 4×75-Meter-Staffel mit der Besetzung J. Langner, M. Merker, P. Regula und F. Spahn die letzte Disziplin. Ein zweiter Platz war hier überaus lobenswert. Die jüngeren Sportler absolvierten einen Dreikampf, hier kamen Christina Schwarzbach und Carlo Trockel von der TG Traisa beide auf einen sehr guten dritten Platz. Fünf Kreismeistertitel, einen zweiten und einen dritten Platz, dies war die Ausbeute der Leichtathleten der TG Traisa am 5.9.1999 im Bürgerpark Nord bei den Kreismeisterschaften. Trotz 26° C im Schatten waren sie kaum zu stoppen, da siegte doch Bruno Lange (M 12) souverän im 50-MeterLauf mit einer Zeit von 7,4 Sekunden. Felix Spahn (M 14) sprang mit 5,12 Metern der Konkurrenz davon und wurde nach einem Klassenlauf auch noch Zweiter über die 75 Meter. Bruno Shoenmakers (M 11) siegte mit einer Höhe von 1,36 Meter im Hochsprung und Pascal Regula (M 14) wurde mit der Höhe von 1,42 Meter Dritter in seinem Jahrgang. Joachim Langner (M 14) verteidigte seinen Titel über die 1.000 Meter (3:16 Minuten) erfolgreich und zum ersten mal über diese Distanz siegte Matti Merker (M 13) mit 3:18 Minuten. Weitere gute Platzierungen über 50 Meter und im Weitsprung erreichten Alexander Peterek (M 13, Platz 6 und 7) und Kati Merker (W 10, zweimal Platz 7). Als letztes in diesem Jahr ging es auf eine Trainingslager. Vom 22.10. bis 24.10.1999 fuhr die Mittwochsgruppe der Traisaer Leichtathleten, diesmal allerdings zu einem Sondertraining, in die Jugendherberge Erbach im. Odenwald. Gut untergebracht, ging es sofort zur Sache: Insgesamt standen fünf Trainingseinheiten auf dem Programm. Der nahe gelegene Sportplatz diente als gute Trainingsstätte. Im Mittelpunkt stand die Verbesserung der Lauf- und Sprungtechnik, außerdem wurde mit einfachen aber wirkungsvollen Übungen die Koordination gezielt geübt. Am Abend wurden die Fehler der Gruppe gemeinsam anhand von Videoaufnahmen analysiert, um diese in der nächsten Trainingseinheit gezielt zu verbessern. Unter anderem wurde der grobe Trainingsplan der Gruppe für das kommende halbe Jahr ausgearbeitet, indem die Sportler gezielt versuchten Schwerpunkte auf die erkannten Fehler zu legen. Aber auch Teamgeist und Spaß kamen nicht zu kurz, nichtsdestotrotz war man am Abend hundemüde und konnte gar nicht recht feiern. Abteilungsleiter Schweighöfer und Übungsleiter Delp hatten alles vorzüglich vorbereitet und durchgeführt. Bleibt zu hoffen, dass sich das Engagement von Seiten der Übungsleiter, aber auch der Teilnehmer auszahlt und die Bemühungen in der nächsten Saison Früchte tragen. Wie auch immer, schön war’s auf alle Fälle und wir hoffen darauf im nächsten Jahr wieder etwas Vergleichbares unternehmen zu können.

Zurück

Leichtathletik International in Canada (2000)

Wie auch in den vergangenen Jahren waren die Leichtathleten der TG Traisa wieder beim Schüler-Hallensportfest des TSV Höchst am 16. Januar dabei. Auf Seiten der TG Traisa gab es natürlich auch wieder sehr erfreuliche Erfolge. Der zehnjährige Christian Seiler wurde in seinem Jahrgang zweiter. Bruno Lange (M 13) und Matti Merker (M 14) konnten sich in ihren Jahrgängen den Sieg sichern. Bei den Schülern M 15 gab es einen Doppelsieg auf Seiten der TG Traisa: Felix Spahn gewann mit 13 Punkten vor Joachim Langner, der den zweiten Platz belegte. Unter den ersten fünf platzierten sich Tobias und Pascal Köhler, Kati Merker, Julia Spahn und Christina Schwarzbach. Auch in den Staffelwettbewerben kam die TG Traisa mehrmals aufs Podest. Der Veranstalter hatte uns einen gut organisierten Wettkampf geboten und auch bestens für das leibliche Wohl gesorgt. Mit einem neuen Teilnehmerrekord ging am Sonntag den 19. März 2000 ein äußerst erfolgreiches Hallensportfest der TG Traisa zu Ende. Der Teilnehmerrekord des letzten Jahres mit 170 Sportlern war mit den diesjährigen 230 damit um 60 Teilnehmern überboten. Trotz einiger organisatorischer Bedenken bezüglich der hohen Teilnehmerzahl, ging der Wettkampf auch dieses Jahr wieder sehr zügig über die Bühne. An dieser Stelle selbstverständlich nochmals vielen Dank an alle fleißigen Helfer. Im Drei- bzw. Vierkampf und 4 mal 100 Meter-Runden-Staffeln zeigten die Wettkämpfer aus 11 verschiedenen Vereinen ihr Können. Insgesamt verfolgten ca. 320 Zuschauer und Teilnehmer die fünfstündige Veranstaltung. Einen besonderen Höhepunkt stellte die Showeinlage der Salt and Pepper dar, die die Zuschauer mit einer schönen Tanzeinlage begeisterten. Unter den vielen Platzierungen seitens der TG Traisa seien die drei erreichten ersten Plätze erwähnt: Carlo Trockel (Schüler D), Christina Schwarzbach (Schülerinnen C/W 10) und Kati Merker (Schülerinnen C/W 11) konnten sich mit hervorragenden Leistungen gegenüber der Konkurrenz behaupten und erreichten den ersten Platz ihrer jeweiligen Altersklasse. Neben einer Urkunde winkte hier für die ersten drei Plätze auch eine Medaille. Selbstverständlich wird es auch im kommenden Jahr wieder ein Hallensportfest geben und wir hoffen, wieder eine ähnlich hohe Teilnehmerzahl erreichen zu können. Jedoch müssen wir ehrlich zugeben, dass wir dieses Jahr bei der Anzahl der Athleten schon fast an die Grenze gestoßen sind, aber welches Lob ist besser als jedes Jahr mehr Anmeldungen zu bekommen? Wieder einmal fuhren einige Leichtathleten der Turngemeinde Traisa für zwei Wochen nach Les Arcs in Frankreich zum Ski fahren, Silvester feiern, Urlaub machen, Gaudi haben, und, und, und … .Die Hütte überzeugte mit idealer Lage auf 1700 Meter Höhe: Links die Piste, rechts der Sessellift. Aus der Tür raus und man stand mitten im Skigebiet mit zweihundert Pistenkilometern. Am Ankunftstag regnete es leider bis auf 1800 Meter, aber in der ersten Nacht fiel so viel Neuschnee, dass man am nächsten Morgen kaum mehr aus der Hütte kam. Für die kommenden zwei Wochen war dann Spaß ohne Grenzen bei pausenlosem Sonnenschein angesagt. Besonderes Highlight hierbei war eine aus Schnee und Wasser gefertigte Schanze direkt vor der Haustür, die für außergewöhnliches Springvergnügen sorgte. Und nachts, malerisch beleuchtet durch selbstgebastelte Fackeln, wurden kleine Weitflugwettkämpfe zum unvergesslichen Erlebnis… .Gut erholt und leicht gebräunt ging es am 9. Januar zurück, denn mit Schulbeginn fing auch das Leichtathletiktraining wieder an. Seit Herbst 2000 besteht die Projektgruppe II. Aus der Trainingszeit (Dienstags) leitete die Gruppe auch ihren Namen ab: The duesyrunners. Das Leichtathletikprojekt des TGT wurde ins Leben gerufen, um Kindern aus den Freitagsgruppen, die als eifrige Trainingsteilnehmer und als fit und zuverlässig galten, eine weitere Trainingsmöglichkeit zu bieten. Da die Kinder aus verschiedenen Freitagsgruppen kommen, wurde sich im Trainerkreis darauf geeinigt, dass der Schwerpunkt des Projektes eher auf Konditions-, Motorik- bzw. Basisgymnastiktraining liegen soll. Natürlich trainieren wir im Sommer auf dem Sportplatz auch die einzelnen Disziplinen, wobei auch hier der Schwerpunkt eher im „Aufwärmtraining“ liegt. Wir machen z.B. Waldläufe, „Bergauf“-Steigerungen, Lauf- und Sprungartenkoordination, Zeitläufe etc. Für die Anmeldung und Information der einzelnen Wettkämpfe sind weiterhin die „Haupttrainer“ freitags verantwortlich, da sich dort die Kinder in klassenhomogenen Gruppen befinden und dies die Einteilung erleichtert. Die Dienstagsgruppe hat sich als eine sehr engagierte und zuverlässige Athletenschar etabliert, mit der das Training für die Übungsleiterin Annette Nagel viel Spaß macht. Als kleines Dankeschön für die gute Trainingsmitarbeit standen auch außer reguläre Trainingsaktion auf dem jahresplan. So fuhr die Gruppe Winter gemeinsam ins Frankfurter Rebstockbad, wobei Ähnliches auch wieder für die nächsten Winter geplant ist. Wer zuverlässig, leistungswillig und leistungsorientiert ist und darüber hinaus zwischen 11 und 15 Jahren alt ist, ist bei diesem Ergänzungstraining herzlich willkommen! Am 12. Juni 2000 fand das zweite Beach-Volleyballturnier auf dem Waldsportplatz in Traisa, diesmal im Rahmen des Spielfestes des SV Traisa, statt. Zehn Mannschaften kämpften im doppelten K.O. System (das bedeutet, dass eine Niederlage noch nicht zum Ausscheiden führt) um den Sieg. Sie lieferten sich bei bestem Wetter spannende Matches, auch wenn es diesmal anders als beim Eröffnungsturnier im Vorjahr um keinen Pokal, sondern vor allem um den Spaß und eine Flasche Sekt ging. Diese gewannen die “Borgnager”. Ihre Freude an den fesselnden Spielen hatten alle Beteiligten sowie die zahlreichen Zuschauer, so dass für nächstes Jahr bereits ein weiteres, drittes Turnier geplant ist. Die Beach-Volleyballer der TGT waren aber auch darüber hinaus aktiv und veranstalteten am 13. August am Familientag im Hochschulstadium ein weiteres Fun Turnier für alle Interessierten. Auch hier kam es zu knappen und spannenden Matches, wobei sich letztlich das Team der TGT (Joachim Walter, Christian Weber) durchsetzen konnte. Auch diesmal war das Wetter uns hold, fast zu hold, so dass im nahegelegenen Schwimmbecken Abkühlung gesucht und gefunden wurde. An dieser Stelle sei noch einmal den zahlreichen fleißigen Helfern bei Organisation und Durchführung der beiden Turniere gedankt. Die Beach-Volleyballer der Abteilung Leichtathletik trainieren jeden Dienstag um 18 Uhr auf dem Sportplatz Traisa (im Winter oder bei schlechtem Wetter: Hans-Seely-Halle). Interessenten sind jederzeit herzlich willkommen. An einem sonnigen Spätnachmittag im Juni versammelten sich wie jedes Jahr einige Leichtathleten auf dem Ludwigsplatz in Darmstadt, um beim Cup da Franco mitzulaufen. Der Wettkampf begann wie immer mit den jüngsten Teilnehmern und Teilnehmerinnen. Mit tatkräftiger Unterstützung von Seiten der Zuschauer absolvierten sie vorbildlich die 1500 bzw. 2000 Meter lange Strecke. Über die 1500-Meter-Distanz überzeugte Jana Grimm, die mit einer Zeit von 6:44,0 Minuten Siebte in ihrer Altersklasse wurde. Über 2000 Meter ist besonders Kati Merker hervorzuheben, die in ihrer Altersklasse mit 8:01,7 Minuten den ersten Platz belegte. Besonders sehenswert war auch der Lauf der Asse. Hier traten über eine Strecke von 7800 Metern Läufer aus der ganzen Welt an, die den Zuschauer durch ihre enorme Geschwindigkeit ins Staunen versetzten. Alles in Allem war die Atmosphäre in der Darmstädter Innenstadt an diesem Abend wieder unvergesslich. Es stand mal wieder die Zeit bevor, wo es hieß: „Wann fahren wir wieder auf die Kinderfreizeit?“ Die Übungsleiter hatten natürlich schon alles vorbereitet und so startete diese auch schon am 1.6. Man traf sich am Bahnhof Traisa/Nieder-Ramstadt; verstaute das Gepäck und dann stiegen alle schnell in den Zug. Nach einem Fußmarsch der mittleren Kategorie gelangten sie alle endlich in ihre Zimmer. Zur Olympiade wurden erst einmal Mannschaften gewählt wobei den Ältesten die Verantwortung übertragen worden war. Dazu wurden am ersten Abend bunte Fahnen gemalt und an Bambusstöcke gebunden. Bereits am nächsten Tag traten die Gruppen gegeneinander an: Beim „Spiel ohne Grenzen“ in der praller Sonne machten die Disziplinen den Athleten zu schaffen. Besonders nach dem Propellerlauf war eine Abkühlung offenbar erforderlich den die Sportler stürzten sich mit ihrer Kleidung in den nahe gelegenen Bach. Aber die beliebteste Abkühlung war ohne Zweifel das kühle Nass des Schwimmbades am nächsten Tag. Ob der Strudel, die Fontänen oder das Beach-Volleyballfeld die Zeit so kurzweilig werden ließ, konnte am Ende des Tages keiner vor Erschöpfung sagen. Wahrscheinlich war es einfach auch die Möglichkeit, die Trainer mal so richtig zu tunken! Danach waren die Sportler an der Reihe. Mit allerlei Einfallsreichtum gestalteten sie einen bunten Abend, bestehend aus Sketchen, Spielen, Witzen und Gaukeleien. Leider musste am nächsten Tag die Jugendherberge schon wieder geräumt werden, doch den Vormittag nutze man noch für eine anspruchsvolle Stadtrallye bevor der Zug die Kinder und Trainer nach Traisa zurück bringen sollte. Besonders schwierig bei der Rallye war hierbei die Aufgabe, das von den Trainern mitgegebene rohe Ei hartgekocht wiederzubringen. Oder möglichst viele fremde Personen zu sammeln, die bereit waren, ein Lied zu singen. Selbstverständlich gab es auch Kritik: “Die Nachtruhe war total bescheuert, denn niemand konnten einfach nur leise sein!” Aber mit dieser Kritik kann man leben. Die Ankunft war teils heiter teils betrübt. Einige fielen ihren Eltern um den Hals andere waren eher traurig, dass das Wochenende schon vorbei war. Doch alle hatten ein breites Lächeln auf den Lippen und ein superspitzenmäßiges Wochenende hinter sich! Wer den Bericht über die Leichtathletik-Freizeit für unsere jüngeren Leichtathleten gelesen hat, dem wird aufgefallen sein, dass diese Freizeit allen – sowohl den Betreuern, als auch den über 40 Kindern – sehr gut gefallen hat. Natürlich würde es uns freuen, wenn wir nächstes Jahr wieder eine ähnlich hohe Teilnehmerzahl erreichen könnten. Aus diesem Grund war uns schon während der Freizeit klar, dass diese ein Nachspiel haben wird. Besser gesagt: Ein Nachtreffen im Rahmen eines Grillfestes für alle Kinder der Abteilung – mit Eltern versteht sich. Das gute Wetter war bestellt und siehe da: am Freitag, den 11. August konnten sich die 80 Besucher wirklich nicht beschweren. Damit alle mal sehen konnten, was genau auf solchen Freizeiten von den Übungsleitern veranstaltet wird, gab es viele Photoalben und als Höhepunkt den Videofilm der Freizeit auf Leinwand. Ein weiterer Pluspunkt war sicherlich, die Möglichkeit der Eltern, sich mit den Übungsleitern zu unterhalten, wozu im Training meist zu wenig Zeit ist. Alles in allem war der Abend auf dem Traisaer Sportplatz gut gelungen; dem ein oder anderen Kind konnte man sogar den Wunsch ganz deutlich von den Augen ablesen, das nächste Jahr auch einmal mit dabei zu sein. Felix Spahn wurde von der Stadt Darmstadt in die Leichtathletik-Auswahlmannschaft berufen, die für neun Tage nach Hamilton (Kanada) fliegen durfte um bei den Weltschülerspielen die Stadt Darmstadt zu vertreten. Als Grundlage der Auswahl dienten die Vorschläge der Vereine und die Qualifikationsleistungen der Athleten, die im Laufe diesen Jahres erbracht worden waren. Felix durfte sich im Weitsprung und in der Staffel über die Nominierung freuen. Es dauerte dann aber noch bis zu den Sommerferien, bis der Abflug in greifbare Nähe rückte. Am Freitag, den 30. Juni ging es los. Mit dem Bus nach Frankfurt, dort in den Flieger nach Kanada, für alle Teilnehmer ein tolles Erlebnis. In Hamilton wurden die Athleten auf dem dortigen Universitätsgelände untergebracht. Insgesamt nahmen 32 Nationen, aus über 78 Städten mit mehr als 2000 Athleten an diesen Spielen teil. Es war eine tolle Atmosphäre, man lernte sich kennen, lieferte sich spannende Wettkämpfe und besichtigte die Naturschönheiten Kanadas, unter anderem die Niagarafälle. Die sportlichen Leistungen konnten sich im internationalen Vergleich sehen lassen, so belegte Felix Spahn einen guten 17. Platz im Weitsprung und mit der Staffel, bei einem Starterfeld von meist über 40 Athleten und Mannschaften. Es war ein unvergessliches Erlebnis. Die Organisation in Hamilton war hervorragend, so gab es zum Abschluss eine Grillfete für alle 2000 Athleten und ihre Betreuer. An dieser Stelle sei den verantwortlichen Betreuern gedankt, die ihre Freizeit und ihren Urlaub opferten, damit die Athleten in Hamilton teilnehmen konnten. Die Weltschülerspiele finden unter der Schirmherrschaft des Internationalen Olympischen Komitees statt. Als Anerkennung ihrer Teilnahme erhielten alle Athleten eine Urkunde des IOC-Präsidenten Antonio Samaranch. Die TGT-Leichtathletikabteilung gratuliert Felix Spahn sehr herzlich zu seiner Teilnahme und den guten sportlichen Ergebnissen. Leider konnten nicht alle zur Nominierung vorgeschlagenen Athleten der TGT mitfahren, so standen als Nachrücker noch Matti Merker und Joachim Langner auf der Liste. Bei den Leichtathletik-Kreismeisterschaften in Egelsbach am 14. Mai ging es für die Schüler und Schülerinnen äußerst impulsiv zur Sache. Bei vielen Teilnehmern deren Leistungen bei Kreismeisterschaften nicht unterschätzt werden darf, war es eine wahre Freude als Bruno Lange (12) den Kreismeistertitel im Dreikampf für die TG Traisa erringen konnte. Beim Weitsprung, Ballwurf und 75-Meter-Lauf verwies er durch überzeugende Ergebnisse die Konkurrenz auf ihre Plätze und wurde erster. Erfreulich waren auch die Plätze 3 von Matti Merker (13), 4 von Felix Spahn (15) sowie zwei fünfte Plätze von Bruno Shoenmaekers (12) und Kati Merker (11). Wie letztes Jahr veranstalteten Tobias Schweighöfer und Michael Delp, auch in diesem Jahr wieder ein Trainingslager für die Trainingsgruppe „Projekt 1“. Mit acht Trainingshungrigen jungen Leuten fuhren sie am Freitag den 6. Oktober nach Annweiler am Trifels, um dort bis Sonntag Mittag zu verweilen. Untergebracht waren alle im Jugendgästehaus des Pfälzer Turnerbundes. Vor dem Abendessen um 18 Uhr legten man noch eine kleine Trainingseinheit ein, in der Videoaufnahmen von dem im Laufe des letzten Jahres Gelernten gemacht wurden, um sie dann mit den Aufnahmen des letzten Trainingslagers zu vergleichen. Beachtliches hat sich im Bereich der Laufkoordination getan, welche bei jedem einzelnen analysiert wurde. Danach schaute sich die Gruppe noch Videoaufnahmen von den Olympischen Spielen an und hier insbesondere den Weitsprung der alle im Laufe des Trainingslagers hauptsächlich beschäftigen sollte. Weiterhin erfuhren die Schützlinge der beiden Trainer an diesem Abend grundlegende Dinge über die Umstrukturierung des Vereins und die Gestaltung des gemütlichen Teils des Abends, welchen man im „Burgunderkeller“ des Jugendgästehauses verbrachte. Am nächsten Morgen nach dem Frühstück um ca. 9 Uhr fand die zweite Trainingseinheit statt, in der die Athleten, begleitet von Videoaufnahmen, weitsprungspezifische Sprungübungen machten, bei denen sie das Hauptaugenmerk auf die Koordination und die Ausführung legen sollten. Am Nachmittag folgten Rhythmusübungen und Laufkoordination hinsichtlich des Anlaufs beim Weitsprung. Am Abend folgten dann wieder Analysen der Videoaufnahmen vom Tage. Danach widmeten man sich den Geheimnissen des Weitsprungs, welche auf Plakaten festgehalten wurden. Sonntag Morgen, Nebel, Sichtweiten nicht weit unter 50 Metern. Die Trainingsgruppe „Projekt 1“ legte ihre letzte Trainingseinheit für dieses Wochenende ein. Diesmal galt es die Lauf- und Sprungkoordination miteinander zu verbinden und diese anschließend mit einem Satz in die Weitsprunggrube zu vollenden. Es folgten weitere Videoanalysen vor dem abschließenden Mittagessen. Unmittelbar nach dem Mittagessen machten sich die Athleten auch schon wieder auf den Heimweg. Sie hatten unheimliches Glück mit dem Wetter, geregnet hat es nicht und man hatten stellenweise sogar Sonnenschein. Frei nach dem Motto „Alle Jahre wieder…“ zog es die Leichtathleten auch im Jahr 2000 wieder in den beliebten Garten nach Eberstadt, um dort ihre Weihnachtsfeier zu veranstalten. Nicht in Form einer Schnitzeljagd, dafür aber mit Fackeln ausgestattet, wanderten zahlreiche junge und etwas ältere Athleten von Trautheim aus durch den leider nicht „weißen“ wohl aber winterlich kalten Wald in Richtung Eberstadt. Dort war natürlich schon alles vorbereitet, der Punsch erhitzt, der Nikolaus bestellt und das Lagerfeuer entflammt. Entflammt hat sich trotz der Fackeln auf dem Hinweg zum Glück niemand und so konnte die Weihnachtsfeier losgehen. Nachdem sich alle mit Punsch, Würstchen und Brezeln wieder gestärkt hatten, kam es dann auch zu dem herbeigesehnten Höhepunkt des Abends: Dem Besuch des Nikolaus. Dieser hatte selbstverständlich einiges zu erzählen, zu loben und zu tadeln, doch am Ende bekam jeder ein kleines Weihnachtsgeschenk. Außerdem hatte der Nikolaus dieses Jahr eine ganz tolle Idee, denn er schenkte den einzelnen Gruppen Sport- und Spielgeräte für das Training. Alles in allem war die Weihnachtsfeier wieder eine gelungene Veranstaltung und hat allen Teilnehmer sehr viel Spaß bereitet. Wir hoffen, ihr seid auch im nächsten Jahr wieder dabei.

Zurück

Ungarn, Turnfest und neue Weitsprunganlage (2001)

Pünktlich um 9 Uhr begann das Hallensportfest der TG Traisa mit einer wünschenswerten Teilnehmerzahl in Höhe von 220 Athleten. Der Wettkampf fing mit allen Disziplinen an, für die Älteren zuerst mit Kugelstoßen, wobei einige hierbei recht gut waren. Nachdem alle Jahrgangstufen (ab W/M 12/13) mit Kugelstoßen fertig waren wurde in diesem Teil der Halle schon für die Rundenläufe umgebaut. Aber erst mussten die Ballwürfe und die Sprints zu Ende geführt werden. Inzwischen sorgten Musik und gute Laune für einen recht schnellen Zeitvertreib. Dann wurde die gesamte Halle für die Rundenläufe umgebaut. Die Jüngsten begannen, dabei wurde schon hart um die Platzierungen gekämpft. Aber einer der spannensten Läufe war der bei den fünfzehnjährigen Schülern, bei dem sich Matti Merker (TG Traisa) und Sebastian Schimmelschmidt (TSV Hoechst) nichts schenkten. Ein anderer faszinierender Lauf war der von Daniel Walter (TG Traisa, M 15), er legte einen staunenswerten Vorsprung vor und überrundete bis zum Ende des Laufes fast alle seine Gegner. Nachdem die Rundenläufe beendet waren begannen die Staffeln. Hierbei schnitt die Turngemeinde erwartungsgemäß gut ab. Im allgemeinen waren unsere Athleten recht erfolgreich, wie man bei der anschließenden Siegerehrung unschwer erkennen konnte. Diese war fast schon zu schnell zu Ende. In jedem Fall genoss man das pünktliche Ende Am 23.9.01 fand, wie jedes Jahr der Kreisvergleichskampf statt, bei dem die Kreise Darmstadt-Dieburg, Esslingen, Raststadt – Baden-Baden – Bühl und der Bezirk Südpfalz gegeneinander antreten um den stärksten Kreis zu ermitteln. Zwei Athleten der TG Traisa wurden nominiert und schließlich vom Kreis Darmstadt-Dieburg aufgestellt und durften somit am Wettkampf teilnehmen. Gegen 8 Uhr morgens trafen sich Bruno Schoenemakers und Bruno Lange am Chausseehaus um per Bus mit den anderen Athleten aus dem Kreis nach Bellheim zu fahren, wo der Wettkampf stattfinden sollte. Als sie dort eintrafen bekam jeder von ihnen sofortein knallgelbes T-Shirt und die Startnummer in die Hand gedrückt. Nach einer kurzen Ansprache begann der Wettkampf, bei dem Bruno Schoenemakers im Hochsprung eine Höhe von 1,55 Meter erreichte und so mit in seiner Altersklasse Zweiter wurde. Doch auch Bruno Lange wurde mit 12,79 Sekunden Zweiter beim Hundertmeterlauf. Nach einem besonders kalten und anstrengenden Nachmittag fuhren wir dann kaputt aber glücklich nach Hause. Zwei junge Leichtathleten der Turngemeinde 1879 Traisa wurden dieses Jahr auf dem Podest der Gemeinde Mühltal geehrt. Für herausragende sportliche Leistungen erhielten Bruno Shoenmaekers (13) und Felix Spahn (16) eine Einladung zur Jugendsportlerehrung 2000/2001 ins Traisaer Schwimmbad. Bruno gewann die Kreismeisterschaften im Hochsprung. Mit 1,42 Meter sprang er sich im Seeheimer Stadion an die Spitze. Felix setzt sich bei den Kreismeisterschaften im Weitsprung gegen die Konkurrenten durch und gewann den Wettkampf mit 5,56 Meter. Für brillante Leistungen verlieh die Gemeinde Mühltal an diesem Tag die Ehrenpreise an insgesamt 28 jungen Sportler. Der Vorstand der Turngemeinde Traisa gratulierte ebenfalls und wünschte Bruno und Felix für die weitere sportliche Laufbahn alles Gute und viel Erfolg. Nicht nur der Wettkampf, vor allem das gemeinsame Feiern stand für 5 Tage in Bad Homburg beim Hessischen Turnfest im Vordergrund. Rund 8000 Turner aus Hessen reisten vom 13. bis 17. Juni an, um am 12. Hessischen Landesturnfest teilzunehmen. Alle vier Jahre organisiert der Hessische Turnverband dieses Event, welches sich über die gesamte Stadt erstreckte. Sämtliche Schulen und deren Klassensäle wurden von den Sportlern als Schlafquartiere „beschlagnahmt“, Turnhallen, Sportplätze, Schwimmbäder und Parkanlagen dienten als Wettkampfstätten. Doch nicht nur dort sah man turnerische Leistungen, auch auf den Showbühnen und in den Fußgängerzonen der Innenstadt wurde getanzt, geturnt und gefeiert. 400 Vereine nahmen an diesem Landesturnfest teil und verwandelten die Stadt in ein riesiges Sportfest. Auch die Turngemeinde Traisa reiste mit 40 Turnern und Leichtathleten an. Aus 280 Disziplinen, die in allen Altersklassen angeboten wurden, stellte sich jeder seinen individuellen Vierkampf zusammen. Ob Turnen, Schwimmen, Trampolin oder Leichtathletik: Das Turnfest steht für Breitensport und Vielseitigkeit. Neben den Vierkämpfen für jedermann sah man natürlich auch turnerische Höchstleistungen. Bei den Meisterschaften im Kunstturnen oder der Sportakrobatik konnte man hessische und deutsche Spitzenturner bewundern. Flexibilität war auch beim Internationalen Jugendlager des Turnfestes gefordert: Kinder und Jugendliche aus vielen Ländern der Welt zelteten und feierten hier gemeinsam. Die Wettkämpfe waren für die TGTler zwar an einem Tag absolviert, doch Langeweile kam deshalb nicht auf. Die fünf Tage waren vollgestopft mit Programm zum Zusehen und Mitmachen. Das Organisationskomitee lies sich dazu einiges einfallen. Ob Turnschau, Römerspiele, Turnfestmeile oder Fitnesstest, ein Höhepunkt war sicherlich die Tuju-Fete: Organisiert von der Hessischen Turnerjugend fand diese auf einem gewaltigen Reiterhof statt. Die Reithalle – ausgelegt mit Holzboden – diente als Tanzfläche, darum herum war von einer eigenen Brauerei bis zum hofeigenen Metzger alles vorhanden um die 3000 Gäste bei Laune zu halten. Im übrigen wurde hier eigens ein Turnfestbier gebraut und in entsprechende Flaschen mit dem Logo des 12. Landesturnfestes abgefüllt. Vom 8. bis 10. Juni fuhren wir – das sind 30 kleine Leichtathleten – für drei Tage auf die Loreley bei St. Goarshausen zur Kinderfreizeit. Am Freitag trafen wir uns alle am Hauptbahnhof in Darmstadt um von dort aus unsere 3-tägige Reise anzutreten. Angekommen sind wir zum Glück auch, allerdings mit etwas Verspätung, da unser Zug auf sich warten ließ und wir dann auch noch einen netten Busfahrer finden mussten der uns auf den Loreleyfelsen brachte. Am Abend nachdem wir unsere Blockhütten bezogen und zu Abend gegessen hatten, bastelten wir Gespenster, die mit fluoreszierenden Farben angesprüht im Dunklen sehr schön leuchteten. Den Rest des Abends verbrachten wir mit Fußball spielen und dem Lagerfeuer, dass direkt vor unseren Hütten brannte. Am nächsten morgen nach dem Frühstück schmierten wir unsere Lunchpakete und machten uns auf den Weg zur Burg Maus entlang den Weinbergen und am Rhein. Angekommen sahen wir eine spannende Greifvogelschau. Daniel musste sogar als Helfer herhalten, 0er bekam von dem Züchter ein Stück Fleisch auf den Kopf gelegt, welches der Falke im Flug runterholte. Sogar einen kleinen Babyseeadler bekamen wir zu sehen und den alten Uhu durfte jeder von uns einmal streicheln. Übrigens: Die Nachbarburg war die Burg Katz! Nachdem langen und beschwerlichen Heimweg kamen wir sehr hungrig wieder in unsere Hütten zurück und waren ganz überrascht über das, was sich im Laufe des Tages dort alles getan hatte. Am Abend sollte nämlich in dem angrenzenden Freilichttheater ein Peter-Maffay-Konzert stattfinden und dazu waren Tausende von Menschen angereist. Aber das alles sollte uns erst einmal gar nicht stören und deswegen fingen wir an unsere Würstchen zu grillen und den leckeren Nudelsalat zu verdrücken, als plötzlich über unseren Köpfen zwei Hubschrauber auftauchten und nur ein paar Meter neben uns (nämlich auf der Wiese der Jugendherberge, auf der bis vor wenigen Minuten noch Fußball gespielt hatten) zur Landung an setzten. Jetzt kamen sogar diejenigen von uns, die Peter Maffay ja total blöd fanden herbeigerannt um zu sehen wer da kam, aber wie so oft hatten wir natürlich Pech und es stiegen nur vier Gewinner eines Preisausschreiben aus. Na ja – was heißt da Pech, dafür hatten wir den ganzen Abend ohne Aufpreis Live-Musik am Lagerfeuer. Am letzten morgen packten wir nach den Frühstück unsere Sachen und verstauten diese wieder alle im Anhänger, der von Schweigl nach Hause gefahren wurde. Danach machten wir uns wieder auf den Weg zum Bahnhof um die Heimreise anzutreten, die dieses mal auch glatt lief. Als wir am Bahnhof in Traisa ankamen waren wir alle sehr glücklich wieder da zu sein, fanden es aber auch schade, dass das schöne Wochenende so schnell zu Ende gegangen war. Wirklich warm war das Wasser der Lahn kurz nach Limburg nicht. Das Kanu Nummer 7 wollte es trotzdem wissen: Es griff das Kanu der Trainer mit den Paddeln an. Doch als sich alle vier Matrosen mit vereinten Kräften über die Rehling lehnten um das Trainerkanu zu erreichen bekam das nur 70 Zentimeter breite Boot Schlagseite und schwupp – na ja, das Bild kann sich jeder vorstellen… Gaudi und Bombenstimmung war auf jeden Fall angesagt bei den Leichtathleten auf der Jugendfreizeit. Drei Tage zelteten wir auf dem Campingplatz Obernhof an der Lahn. Am ersten Tag ging es mit dem Zug flussaufwärts und mit den Kanus zum Campingplatz zurück. Nach zahlreichen freiwilligen und unfreiwilligen Badeorgien war dann am Abend das Lagerfeuer zwingend notwendig um die Kleidung wieder zu trocknen. Für Abwechslung bei der 20 Kilometer langen Paddelstrecke war durchaus gesorgt. Immer wieder wurden die Leichtathleten durch große Schleusen gepumpt: Tor auf, Kanus rein, Tor zu, alle festhalten – dann ließ der Schleusenwärter das Wasser ab. Bis zu 5 Metern sanken wir an den glitschigen Wänden entlang, ehe sich das untere Schleusentor öffnete. Strömung ist für den Fluss hierdurch ein Fremdwort, und so wurde die Muskulatur der Sportler so richtig in Anspruch genommen. Aber glücklicherweise gab es genügend Gelegenheit sich Abkühlung zu verschaffen. Und wer sich nicht so sicher war, ob er da nun baden gehen sollte, der fiel unter Garantie mal ins Wasser… Dafür winkte am Nachmittag die warme Dusche auf dem Campingplatz und das von den Betreuern gekochte Abendessen fand reißenden Absatz. Am zweiten Tag ging es direkt am Campingplatz mit den Kanus los. Wiederum 20 Kilometer weiter, zogen wir die Boote an Land und gaben sie bei der Kanuvermietung ab. Anfangs war noch genügend Zeit zum baden ehe der Zug im Bahnhof einrollte, doch plötzlich ging die Uhr schneller als uns lieb war. Rennen war angesagt, aber wenige Sekunden später standen wir alle mit tropfenden Badehosen und in Schlappen oder gar Barfuss im Zug. Zurück am Campingplatz ließen wir den Tag bei Kaffe und Kuchen ausklingen, ehe der Bus uns abholte. Am Samstag den 9.Juni wurde im Rahmen eines Jubiläums des SV Traisa der Startschuss zum 24-Stunden-Lauf dem Sportplatz in Traisa gegeben. Klar, dass sich die Leichtathleten der TG Traisa da nicht lumpen lassen konnten . Eine Mannschaft von 18 Teilnehmern traute sich die Strapazen zu und so ging Felix um Punkt 18.00 Uhr als erster unseres Teams mit 31 anderen Läufern auf die Bahn. Das Reglement sah vor, dass Mannschaften mit maximal 24 Teilnehmern über 24 Stunden hinweg immer einen Läufer auf der Bahn haben mussten. Anschließend wurden die Runden aller Läufer zusammengezählt und errechnet, wie viel Geld wir für den Verein ‚KGF Knochenmarktransplantation e.V., Frankfurt ‚ zusammengelaufen hatten. Hier ein herzliches Dankeschön an unseren Sponsor!!! Wir ließen die Lauferei zunächst ruhig angehen und begannen reihum mit langsamen Dauerläufen von etwa zehn bis fünfzehn Minuten Dauer. Hier zeigte sich der Teamgedanke der Veranstaltung : Jedes Mannschaftsmitglied lief so gut es konnte und trug seinen Anteil am Gesamtresultat bei (Joachim lief in fünfzehn Minuten eben fast vier Kilometer die anderen etwas weniger). Leider war das Wetter nicht ganz optimal und so hatten wir bis ein Uhr in der Frühe doch einige Nieselphasen und Schauer bei sinkenden Temperaturen zu überstehen. Gegen zwei Uhr kam dann doch etwas Müdigkeit auf und so beschlossen wir, die Taktik umzustellen. Ab sofort waren immer fünf Teammitglieder eine Stunde lang dafür verantwortlich, dass der Laden lief. Die anderen zehn, die ‚Übernachtung gebucht hatten‘ konnten sich im Zelt ausstrecken und entspannen . Richtig Schlafen konnten eigentlich nur unsere ‚Murmeltiere‘ Nicole, Bruno S. und Daniel W., die sich nicht von der lauten Musik (deutlich über 80 dB(A)) aus den fünfzehn Meter entfernten riesigen Boxen stören ließen. Wie erwartet kam der Tiefpunkt kurz vor Sonnenaufgang. Wir hatten noch nicht einmal die Hälfte der Zeit geschafft und waren es aber schon ziemlich. Unser Zwischenergebnis um sechs in der Früh war wegen eines Fehlers des elektronischen Rundenzählers nicht berauschend, die angepeilten 700 Runden schienen weit entfernt. Als Sven dann kurz nach acht mit frischen Brötchen aufkreuzte und sich kurz darauf sogar die Sonne mal sehen ließ ging’s mit der Stimmung bergauf. Sven wurde sofort in den ‚Dienst‘ eingewiesen, während sich die Läufer der ‚Pausenschichten‘ erstmal stärkten. So ging die Zeit langsam voran. Wer gerade nicht mit Laufen dran war, konnte beim Beach-Volleyballturnier, beim Torwandschiessen oder dem sonstigen Rahmenprogramm zuschauen oder döste faul auf der Isomatte liegend vor sich hin. Für die letzten zwei Stunden wurden dann noch einmal alle Kräfte mobilisiert. Während andere Mannschaften nun mit stark ausgedünnter Personaldecke nur noch Walkingrunden hinlegen konnten, lief bei uns jeder mit größter Intensität. Wir lieferten uns teilweise erinnerungswürdige 400 m-Duelle gegen die Sprinter der ‚Qualmenden Socken‘, die in Rundenzeiten von deutlich weniger als 70 Sekunden gipfelten. Und das nach einer fast schlaflosen Nacht und 23 ½ Stunden Lauf. m 17.58 Uhr wurden dann mit allen verbliebnen Läufern eine Ehrenrunde gelaufen mit der die 24 Stunden Laufen, Anstrengung und Spaß endeten. Letztendlich waren wir laut offiziellen Rundenzählung 662 Runden oder 264,8 Kilometer gelaufen. Das brachte uns Platz sieben von 32 teilnehmenden Teams und dem Verein für Knochenmarktransplantation 1622 DM ein. Insgesamt wurden 48.131,73 DM an Spendengeld erlaufen. Im letzten Jahr richteten die Beach-Volleyballer der TGT bereits zum dritten Mal ihr eigenes Beach-Volleyballturnier auf dem Waldsportplatz in Traisa aus. Es war Teil des Programms rund um den 24-Stunden-Lauf des SV Traisa am 9. und 10. Juni 2001. Dadurch war für alle Beteiligten nicht nur bestens für Speis und Trank, sondern auch für zahlreiche begeisterte Zuschauer und vielfältige Unterhaltung gesorgt. Wie im Vorjahr kämpften zehn Mannshaften im doppelten K.O.-System (das bedeutet, dass eine Niederlage noch nicht zum Ausscheiden führt) um den Sieg. Da das Wetter den Sportlern deutlich besser gesonnen war als an den Turnieren zuvor und die Sonne sich etwas zurückhielt, gab es viele spannende und Action geladene Matches zu sehen. Leider gewann wieder kein Team der TGT das Turnier, sondern eine Abordnung der Ober-Ramstädter Volleyballer. Die TGTler schlugen sich aber tapfer und kamen immerhin mit einer ihrer Mannschaften ins Finale, das anders als die Vorrunden nicht zeitlich begrenzt, sondern in vollen Sätzen ausgetragen wurde. Die Sieger des Finales konnten sich über Kino-Gutscheine freuen. Spaß hatten jedoch alle Beteiligten, egal ob Sieger oder Verlierer, was sich auch daran zeigt, dass sich die Zahl der Beach-Volleyballer der TGT seit dem Turnier erhöht hat. Aufgrund der positiven Erfahrungen ist bereits für das nächste Jahr das dann 4. Beach-Volleyballturnier geplant. An dieser Stelle sei noch einmal den zahlreichen fleißigen Helfern bei der Organisation und der Durchführung des Turniersgedankt! Eine Mannschaft der TGT (Holger Gümmer, Norbert Ploesser, Peter Rode, Gero Schäfer, Frank Weber) nahm darüber hinaus an einem Beach-Volleyballturnier in Wehrheim am 4. und 5. August 2001 teil. Neben dem Beach-Volleyballturnier, das im dortigen Freibad auf zwei Sandplätzen stattfand, richtete der Wehrheimer Sportverein auch ein Beach-Handballturnier aus, so dass über beide Tage verteilte in umfangreiches Ballsportprogramm geboten wurde. Insbesondere am zweiten Tag mussten die TGTler bei sehr durchwachsenem Wette ein Mammutprogramm absolvieren, das sie aber dank ihrer Kondition meisterten. Nach fünf Gruppenspielen waren sie Gruppendritter, unterlagen dann aber leider bei gleich viel gewonnenen Sätzen knapp nach Punkten im Spiel um Platz fünf. Somit erreichten sie bei immerhin 13 gestarteten Mannschaften den beachtlichen 6. Platz. Auch bei der 25. Auflage des Darmstädter Stadtlaufs nahmen wieder etliche Leichtathleten der TG Traisa teil. Wie in jedem Jahr war die Stimmung für die mehr als 2000 Läufer und Läuferinnen enorm hoch. Als dann endlich der Startschuss zu hören war wurden die Läufer von Massen an Zuschauer durch den, durch die Innenstadt verlaufenden Kurs, getragen. Kaputt und geschwitzt, aber froh mit einem T-Shirt, Haarshampoo und jede Menge Traubenzucker entlohnt zu sein, konnte man nun beim Lauf der Asse staunen. Diese liefen in faszinierendem Tempo an Wänden von begeisterten Zuschauern vorbei. Es gab auch wieder erfreuliche Ergebnisse bei uns zu vermelden; so z. B. der Zweite Platz von Patrick Sauer. Aber auch die anderen jungen Läufer der TG Traisa erzielten sehr gute Ergebnisse: Matti Merker (11. Platz), Phillip Regula (55. Platz), Nicole Müller (56. Platz), Kati Merker (28. Platz), Tobias Köhler (66. Platz), Pascal Köhler (80. Platz), sowie Fabienne Müller (94. Platz) erzielten gute Platzierungen in den Schülerläufen. Das aber spektakulärste Resultat gelang Tobias Reinhart und Joachim Langner, die in verschiedenen Läufen starteten und es trotzdem schaften auf weniger als eine Sekunde genau die gleiche Zeit zu laufen. Alle Athleten waren mit ihren Zeiten zufrieden, insbesondere Barbara Reinhardt und Annika Mauer, die ihre Trainingszeit um mehr als zwei Minuten unterbieten konnten. Mit diesen vielseitigen Eindrücken freut sich jeder schon wieder auf den nächsten Stadtlauf und wie üblich rundete ein schon fast traditionelles Einkehren im Datterich das Ereignis ab. Die Qualifikation zu den Internationalen Weltschülerspielen, die dieses Jahr in Ungarn ausgetragen wurden, war wohl einer der größten Erfolge von Matti Merker . Dazu wurden Schüler von einem Verein oder einer Schule nominiert und in einem Gremium der Stadt Darmstadt ausgewählt. Mitte August dieses Jahres durfte er dann auf große Reise gehen. Nach zwölf Stunden spannender Busfahrt war auch der Fitteste am Ende und sehnte sich nach sich auf Komfortbetten. Aber ihre ersehnte Unterkunft erwies sich als marodes Schülerinternat, mit einem extrem sterilen Krankenhausflair. Im Gegensatz dazu war die Organisation und die Wettkampfstätte sehr gut. Nach einem olympiaverdächtigen Einlauf aller zweiunddreißig Teams von drei Kontinenten konnten sich diese packende Duelle leisten, die oft genug mit hervorragenden Leistungen abgeschlossen wurden. Zwischendurch blieb natürlich Zeit für internationale Begegnungen. Bei 28°C im Schatten und strahlendem Sonnenschein konnte man sich auch nicht über das Wetter beklagen. Für Matti hat es sich jedenfalls gelohnt dabei zu sein, meinte er, und er würde sich sehr freuen wenn in Zukunft auch weiter Athleten der TGT diese Erfahrung machen dürfen. Das wäre ja dann fast schon Tradition, denn er war schon der zweite Athlet der TG Traisa, der nach Felix Spahn im vergangenen Jahr in Kanada dabei gewesen ist. Zusammen mit der Turngemeinde 1879 Traisa weihte die Gemeinde Mühltal am Freitag, den 17. August die neue Weitsprunganlage auf dem Sportplatz in Traisa ein. So neu ist sie gar nicht mehr, wurde die Anlage doch im Frühjahr schon fertiggestellt und seitdem von der Schule und den Leichtathleten intensiv genutzt. Ein passender Termin ließ sich jedoch früher nicht finden. Mit den Worten „liebe Turnschwestern, liebe Turnbrüder“ begann Wolfgang Rohm, zweiter Vorsitzender der Turngemeinde Traisa, seine Rede. Nicht ohne Grund: Schließlich hatte die Turngemeinde und die Fußballgruppe in den 60er Jahren den Sportplatz gebaut. Als Rohm das Wort dem Bürgermeister der Gemeinde Mühltal, Herrn Gernot Runtsch übergab, erinnerte sich dieser, dass der erste Bauantrag bereits 1994 von der TG Traisa einging. Mit Kostenvoranschlägen und Angeboten bat damals der Abteilungsleiter Leichtathletik Schweighöfer um den Neubau der Weitsprunganlage. Bis zum Jahr 2000 hatte es gedauert ehe hierfür Gelder bewilligt werden konnten. „Aber um so mehr freue ich mich, das Band zu Eröffnung durchschneiden zu können.“ Mit diesen Worten schritten Runtsch und der Vorsitzende der Gemeindevertretung Steuernagel an das blau-weiße Band, dass zwei Leichtathleten symbolisch vor die Weitsprunggrube spannten und festhielten. Im Anschluss fand ein kleiner Wettkampf mit Weitsprung und Kugelstoß bzw. Ballwurf statt. Der Weitsprung mochte bei Ingo Burger vom Kraftsportverein Nieder-Ramstadt nicht so 100-prozentig gelingen, dafür klappte das Kugelstoßen umso besser. Trotz der nicht gerade optimalen Witterung war die Weitsprungeinweihung eine gelungene Veranstaltung und hat allen Beteiligten Freude bereitet. Es war so weit, es war mal wieder Weihnachten. Doch anstatt einer Weihnachtsfeier mit Plätzchen und Punsch, überlegten sich unsere Trainer diesmal etwas anderes: ein gemeinsames Weihnachtstraining aller Gruppen! Gesagt, getan – promt wurden alle Teilnehmer in sechs Gruppen aufgeteilt. Das Ganze begann mit einem Hindernislauf durch die Halle. Dabei war aber nicht Jeder auf sich allein gestellt: Nein, die Älteren halfen den Kleineren. Darauf folgte dann ein Memorie der besonderen Art. Ein Laufspiel bei dem jede Gruppe Bierdeckel in ihrer Farbe finden musste. Und plötzlich wurde die Halle dunkel. Das nächste Spiel war vorbereitet: die Kerzenstaffel. Kaum war das Licht wieder an, pochte es an die Tür. Und wer war das wohl? Natürlich der Nikolaus. Alle freuten sich auf Geschenke, aber nein, erst mussten ein paar Gedichte aufgesagt werden. Doch für die tollen TGT-Tassen, die später dabei herauskamen, hatte man doch gerne einen kleinen Reim auf Lager. Als Abschied wurden dann noch die sechs Gruppenleiter von ihren Gruppen in fünf Minuten zum Weihnachtsbaum umgestaltet. Alles in allem eine ungewöhnliche, aber auf alle Fälle gelungene Weihnachtsfeier. „We make a Party“ hieß es in diesem Jahr zu Weihnachten bei der TG Traisa. Die Leichtathletik-Jugend organisierte in diesem Jahr zum ersten Mal selbst eine Weihnachtsparty. Im Keller der Katholischen Kirche Nieder-Ramstadt traf man sich um 19.30 Uhr und feierte bei Chili und Getränken so richtig. Man saß zusammen unterhielt sich oder tanzte einfach ein wenig. Das Glück war uns an hold und schenkte uns an diesem Abend noch einen halben Meter Neuschnee, sodass eine rissige Schneeballschlacht rund um die Kirche stattfand. Allen hat es sehr viel Spaß bereitet und wir hoffen, dass das Motto im nächsten Jahr wieder heißt: „We make a Party!“

Zurück

Taiwan, Polen + Deutsches Turnfest- tolle Ergebnisse (2002)

Anfang März war es mal wieder soweit, unser 17. Hallensportfest stand an. Etwa 90 Teilnehmer waren gekommen um sich im sportlichen Dreikampf zu messen . Leider haben in diesem Jahr nicht so viele Mädchen und Jungen wie sonst den Weg in die Kreisporthalle am Pfaffenberg gefunden, was wohl daran lag das zeitgleich die Hallenkreismeisterschaften im Bürgerpark in Darmstadt statt fanden. Trotzdem konnte die Turngemeinde wieder zahlreiche gute Leistungen für sich verbuchen. Zum Beispiel gewann Vahap Adiquzel mit 1072 Punkten in seiner Altersklasse überlegen. In der Klasse der Schüler M11 konnte sich David Maurer nach Bestleistung den Sieg holen. Jens Hartmann überzeugte deutlich bei den 14-jährigen. Bei den Mädchen hatte Kati Merker ( W 1 3 )und Julia Spahn (W14) in ihren Wettkämpfen die Nase vorn und gewannen klar vor der Konkurrenz, aus den anderen teilnehmenden Vereinen. Bei der Siegerehrung standen weitere sieben Athleten aus Traisa ganz oben, des weiteren konnte man vier Staffelsiege für sich verbuchen. Die Rundenläufe waren wieder das Highlight der ganzen Veranstaltung. Wolfgang Rohm heizte die Läufer und Läuferinnen bei lauter Musik an. Abschließend ist zusagen das bei blendender Stimmung wieder ein schönes Hallensportfest vorbeiging und das im nächsten Jahr hoffentlich wieder mehr dieses erleben werden. Mit einer grandiosen Stadiongala und einem Feuerwerk der Spitzenklasse beendeten am Freitag den 25. Mai der Deutsche Turner-Bund und die Stadt Leipzig offiziell das 31. Deutsche Turnfest. Während sich 40.000 Zuschauer oben auf den Rängen nach einer Woche Turnfest bei der Show genüsslich entspannten, zeigten die 4.000 Mitwirkenden der bunten Stadiongala noch einmal konzentriert athletische und darstellerische Höchstleistungen. „Es war nicht nur ein Turnfest in Leipzig, es war ein Turnfest mit Leipzig“, resümierte der Vorsitzende des DTB Dr. Reiner Brechtken. In der Tat gab es neben den Wettkämpfen eine Fülle von M i t m a c h a n -geboten, verteilt über die ganze Stadt. Die Messehallen boten hierbei neben den Wettkämpfen im Turnen und Trampolin sicher das vielfältigste Sportangebot für jedes Alter. Klettertürme, eine Airtrackbahn und andere Spielgeräte waren in nahezu unüberschaubarer Menge vorhanden. Langeweile kam aber auch im Hauptbahnhof oder im Clara-Zetkin-Park nicht auf. Hier boten ebenfalls einige der insgesamt 4.000 freiwilligen Helfer unermüdlich sportliche Spiele an. Hinzu kamen eine Fülle von geführten Wanderungen oder Orientierungsläufen, die rege in Anspruch genommen wurden. Sogar im Leipziger Zoo war Turnfest: Kinder konnten bei einer Zooolympiade ihr „tierisches“ Können unter Beweis stellen. Wer die Stationen erfolgreich absolvierte erhielt eine Urkunde. Mit 62 Turnern und Leichtathleten stellte die Turngemeinde 1879 Traisa immerhin den drittgrößten Verein aus dem Landesturnverband Hessen. Ein beachtliches Ergebnis erzielte Jens Hartmann von der TG Traisa. Im Wahl-Vierkampf erreichte er mit 27,75 Punkten immerhin den 6. Platz bei einem 113 Mann starkem Teilnehmerfeld. Sein Vierkampf setzte sich aus den Disziplinen der Leichtathletik Lauf, Kugelstoß, Weitsprung, Schleuderball zusammen. Aber auch die Wettkämpfe anderer TGTler konnten sich sehen lassen. So kam Julia Spahn beispielsweise auf Rang 13 und setzt sich damit gegen 210 andere Teilnehmerinnen durch. Ferner erreichten Tobias Reinhardt, Christian Kunkelmann, Joachim Langner und Matti Merker im 2,5 km Orientierungslauf mit 16:52 Minuten den 2. Platz von 77 gestarteten Teams. Herzlichen Glückwunsch! Während der Festwoche beförderte der Leipziger Nahverkehr ca. 2,8 Millionen Fahrgäste zusätzlich. Rund um die Uhr waren täglich 480 Bahnen und gut 100 Busse unterwegs. Zwischen der Messe und dem Hauptbahnhof pendelten ca. 8.000 Turner pro Stunde, die Bahnen fuhren im 1,5-Minuten-Takt – auch nachts. „Das läuft ja hier wie ein Schweizer Uhrwerk“ – so ernteten die Fahrer viel Lob von den Turnerinnen und Turnern. Kein Wunder, schließlich fuhren die Bahnen und Busse 140.000 Kilometer zusätzlich in dieser Woche. „Leipzigs Schulen sind voll“ verkündete der Turnfestbeauftragte der Stadt Leipzig, sogar so voll, dass 11.000 Athleten in den Schulen der Stadt Halle, in leerstehenden Wohnungen und einer Kaserne untergebracht waren. Geschlafen wurde auf Luftmatratzen oder Isomatten in den Klassensälen. Karstadt Sport, einer der Hauptsponsoren, erfuhr hierdurch eine willkommene Umsatzsteigerung: „Vergangenen Samstag haben die Turner die ganze Luftmatratzenabteilung leer geräumt. Viele haben erst bei der Anreise festgestellt, dass ihre Matratze kaputt ist oder noch zu Hause liegt“, freute sich Geschäftsführer Prause. Auch das Frühstück fand in den Schulen statt, ein Catering-Unternehmen lieferte dieses jeden Morgen an die Schulen aus. Die knapp 100.000 Teilnehmer kamen aus 4.083 Vereinen. Der Hessische Turnverband stellte mit 8.380 Sportlern die zweitgrößte Teilnehmerzahl beim Deutschen Turnfest nach dem Westfälischen Turnerbund. Jugendliche zwischen 12 und 18 Jahren stellten 30 Prozent der Teilnehmer. Der jüngste Teilnehmer war Friedrich Ludwig Jahns Urenkel in vierter Generation, John Rohr junior aus den USA, im Alter von elf Monaten. Jahn gilt als der Gründer des Turnens und der Turnbewegung. Ältester Teilnehmer aller Zeiten war der Winzer aus dem rheinhessischen Undenheim, Richard Kalbfuß. Mit 101 Jahren nahm er noch an den Wettkämpfen der Altersklasse 75 und älter im Wahlwettkampf Leichtathletik teil. Mit einer Weite von 1,06 im Weitsprung aus dem Stand, 20,7 sec beim 50m-Lauf, 4,05 m im Kugelstoß mit der 4kg-Kugel und beim Vollballwurf über 8,91 m konnte er zwar nicht mit den Leistungen der 59 „jungen Burschen“ seiner Riege mithalten, sich aber als Turnfestsieger dennoch über eine verdiente Siegerauszeichnung freuen. Alles in allem war das Deutsche Turnfest mal wieder eine gelungene Sache. Selbstverständlich werden wir auch im Jahr 2005 nach Berlin fahren. Dort findet das nächste Deutsche Turnfest wegen der Fußball-Weltmeisterschaft ein Jahr früher statt. Drei Tage Zelten auf dem Platz, an dem man sonst Leichtathletik-Training hat? Warum nicht, wenn dann sogar die fünfjährigen ohne Heimweh mit Spaß bei der Kinderfreizeit dabei sein können! Vierzig Leichtathletik-Kinder zwischen fünf und zehn Jahren erlebten vom 14. bis 16. Juni ein prall gefülltes Programm auf dem Sportplatz in Traisa. Mit Sport- und Freizeitspielen aber auch Bastel- und Malstunden füllten die Trainer drei erlebnisreiche Tage. Am Freitagnachmittag ging es mit Zeltaufbauen los, gefolgt von lustigen Wettspielen wie Sackhüpfen, Zeitungslauf oder Wassertragen. Auch die Kreativität wurde hierbei gefordert: Es sollten Skulpturen aus selbst zusammengesuchten Naturmaterialien hergestellt werden. Nach Einbruch der Dunkelheit folgte noch eine aufregende Nachtwanderung durch den Traisaer Wald. Der Samstag begann um 8 Uhr mit frischen Brötchen vor den Zelten; im Anschluss startete die Fahrradtour zum Oberwaldhaus. Dort standen natürlich der Spielplatz, das Minigolf und die Tretboote auf dem Programm. Zurück am Sportplatz wurde nach einer leckeren Portion Nudeln, die uns von der Sportplatzgaststätte serviert wurden, auf Grund des einsetzenden Regens gebastelt und gemalt. Mit einem großen „selbstgemachten“ Feuer unter der Aufsicht unserer Jugendleiter (Felix und Matthias sind ja bei der Feuerwehr) ging der Abend schließlich zu Ende. Wegen der hohen Temperaturen stand der Sonntagvormittag ganz im Zeichen des Schwimmbads. Hier absolvierten alle Kinder ihre Schwimmdisziplinen für das Sportabzeichen. Doch vom Wasser nicht genug, wurden im Anschluss die Wassersprenger auf dem Sportplatz in Betrieb gesetzt. Auch tobten sich die Kinder bei einer umfangreichen Schnitzeljagd im Wald noch mal so richtig aus. Ausklingen ließ man das Wochenende am Sonntagnachmittag mit den Eltern bei einer gemütlichen Kaffeerunde. Und da zu einem Kaffee auch ein gutes Stück Kuchen gehört, brachten dies die Eltern in Fülle mit. Kaiserwetter zum Silberjubiläum: Der Wetterfrosch ist seit 25 Jahren ein Fan des Darmstädter Stadtlaufs. Prima Klima und prima Stimmung -Läuferherz, was begehrst du mehr?“ So war es am 27. Juni im Darmstädter Echo im Sportteil über den diesjährigen Stadtlauf zu lesen. Besonders erfreulich für uns war in diesem Jahr die Tatsache, dass wir so stark vertreten waren wie lange nicht mehr. 21 (!) TGTler – gut verteilt auf nahezu sämtliche Läufe – wies die offizielle Teilnehmerliste aus. Nachdem sich alle mehr oder weniger pünktlich am 26. Juni um 18.30 Uhr am Ludwigsbrunnen direkt am Start eingefunden und sich die begehrten Stadtlauftüten mit T-Shirt und zahlreichen Give-Aways der Sponsoren abgeholt hatten, konnte es endlich losgehen. Die Nervosität stieg bei einigen während des Warmlaufens noch mal bis ins Unermessliche. Doch kaum fällt der Startschuss verfliegt die Nervosität und man kann fast uneingeschränkt die tolle Stimmung in der Darmstädter Innenstadt genießen. „Fast uneingeschränkt“ deswegen, weil die Streckenführung ziemlich anspruchsvoll ist. Je nach Alter geht es vom Ludwigsplatz zum Luisenplatz und von dort aus eine oder drei Runden durch das Carree, weiter Richtung Stadtkirche, dann über die Schulstraße am Ludwigsplatz vorbei zur Wilhelminenstraße. Dort finden die Läufer das „Schmankerl“ des Stadtlaufs vor: der Anstieg zur Kuppelkirche. Von dort aus geht es dann wieder hinunter zum Luisenplatz, wo sich nach zwei beziehungsweise fünf Kilometern (endlich!) das Ziel befindet. Selbstverständlich glänzten wir nicht nur durch eine enorme Präsenz, sondern auch durch sehr gute Einzelleistungen. David und Sebastian belegten in ihrem Lauf beispielsweise den 34. und 35. Platz von 201 LäuferInnen. Aber auch die „älteren“ Herrschaften – ganz vorneweg Joachim Langner – ließen sich nicht lumpen und liefen allesamt im ersten Drittel ihres Laufes mit. Bei den Frauen konnte man unser Trikot auch ganz weit vorne ausmachen: Maren Grimm wurde 43. von 291 Läuferinnen. Ich persönlich würde mich sehr darüber freuen, wenn es uns im nächsten Jahr wieder gelingen würde, so viele Leute zu melden. Denn je mehr Leute wir sind, desto mehr Spaß macht die ganze Sache auch – ganz davon abgesehen, dass der Jubel an unserem traditionellen Standpunkt „Ludwigsbrunnen“ umso kräftiger ausfällt, wenn man mal wieder keuchenderweise vorbeiläuft. „Beim 29. nationalen Schülersportfest am 7. und 8. September der SG Egelsbach trat die Turngemeinde Traisa mit 18 Teilnehmern an den Start. Bereits am ersten Tag konnten die jüngeren Schüler beachtliche Ergebnisse erzielen, so wurde Johanna Lask vierte im 50-Meter-Endlauf mit einer Zeit von 8,58 Sekunden. Samuel Scharlach, der mit 6 Jahren seinen ersten Wettkampf bestritt, sicherte sich im Dreikampf den achten Platz. Am zweiten Tag konnte sich dann Christian Seiler erfolgreich gegen die Konkurrenz durchsetzten und errang zwei 2. Plätze und einen 3. Platz. Die 2. Plätze schaffte er im Weitsprung mit 4,58 Metern und im Kugelstoßen mit 8,27 Meter. Beim 75-Meter-Lauf erreichte er den eben erwähnten 3. Platz mit 11,14 Sekunden. Aber auch sein Bruder Andreas errang im 1000-Meter-Lauf den 3. Platz mit einer Zeit von 3:57,4 Minuten. Überhaupt schien der dritte Platz die TGTler magisch angezogen zu haben: Bei der 4 mal 50-Meter-Staffel schafften es David Maurer, Christian Seiler, Steffen Strobl und Lukas Auerbach ebenfalls auf den 3. Platz mit 32,82 Sekunden. Beachtlich war die Leistung von Kati Merker im Hochsprung: Mit 1,33 Meter konnte sie sich gegen die Mehrheit der acht Konkurrentinnen behaupten und belegte den… na ihr wisst schon 😉 Auch Nicole Müller und Johanna Lask freuten sich über ihre Platzierungen, diesmal zwei 4. Plätze. Nicole schaffte dies im Kugelstoßen mit 7,64 Meter und Johanna im 50-MeterLauf mit 8,58 Sekunden. Anfang Juli hieß es für einige Athleten der TG Traisa: Hüttenwandern in den bayerischen Alpen rund um den Königssee. Bei strahlendem Sonnenschein starteten sieben schwer bepackte Leichtathleten die Tour. Da am ersten nur wenige Stunden zur Verfügung standen schummelten wir uns sozusagen um den ersten Anstieg herum und fuhren mit der Gondelbahn. Durch eine typische Almlandschaft ging die circa vier Stunden lange Einstiegstour bis man auf der Gotzenalm (1685 Meter) ankam. Von dort konnte man nach dem Abendessen auf einer Aussichtsplattform bei herrlichem Wetter eine tolle Fernesicht genießen. Mit acht Stunden Wanderung waren die TGTler am zweiten Tag voll ausgelastet. Hinzu kam ein anspruchvolles Wetter, die letzten zwei Stunden tapste man durch dicken Nebel bis zum Kärlinger Haus (1636 Meter). Angekommen, erfreuten sich die Damen einer heißen Dusche ( keine Angst, die Herren haben auch geduscht, aber bitterkalt) und einer warmen Mahlzeit bis alle todmüde in die Matratzen fielen. Am dritten Ausflugstag führte der Weg durch das sagenumwobene Steinerne Meer – ein riesiges Gebiet, dass nur aus schroffen Steinkonturen besteht. Kurz vor der Mittagspause durchquerte man die ersten Schneefelder! Eine fetzige Schneeballschlacht war jetzt natürlich Pflicht bevor es bis zum Ingolstädter Haus auf 2119 Meter Höhe noch einmal ganz schön steil wurde. Auf zur letzen Etappe hieß es am Schlusstag. Die Stimmung die am Vorabend einen Höhepunkt bei Mäxchen & Co gefunden hatte, fand aber ihr jähes Ende: Als die Wanderer am Morgen aus den Fenster schauten sahen sie nichts als strömenden Regen. In dieser „entspannten Stimmung“ ging es gut zwei Stunden etwas unterhalb eines Kamms entlang und zu dem Regen kam dann noch ein netter Schneesturm, der die Stimmung auf der einen Seite „perfekt“ machte, auf der anderen durchnässte er uns bis auf die Knochen. Doch nach der Überquerung der letzten Höhenmeter, ging es nur noch hinab und mit dem immer angenehmer zu begehenden Weg wurde auch das Wetter immer angenehmer. So stieg man durch die wild zerklüftete Wimbachklamm talwärts zur Bushaltestelle. Doch bevor es endgültig nach Hause zurück ging, nahm man in Berchtesgaden noch eine deftige Stärkung im Hoffbräuhaus zu sich. Alles in allem ein großartiges Naturerlebnis, gute Gemeinschaft und eine echte körperliche Herausforderung. Im Jahre 2002 fanden die Weltschülerspiele an zwei Austragungsorten statt. Nämlich in Plock / Polen und in Taipei / Taiwan. Kati Merker nahm in Plock teil. Am Abend des 27. Juni fuhr der Bus um 20 Uhr ab. Nach 16 Stunden Schlafen, Fernsehen, zahlreichen Pausen und Kennenlernen, kamen die Schülermannschaft der Stadt Darmstadt gegen Nachmittag in ihrem Quartier, einem Studentenwohnheim mit zehn Stockwerken, an. Manch einer denkt jetzt: „Angekommen und jetzt erst mal schön auspacken und relaxen“, doch die Sportler besichtigten erst noch die Wettkampfstätten und ihre Quartier mit der gegenüberliegenden Kantine. Am darauffolgenden Tag hatten sie dann noch Training in einem nagelneuen Stadion, das extra für die Weltschülerspiele gebaut worden war. Was ihnen allen bei der Eröffnungsfeier imponierte war der wirklich kurz gefasste Vortrag des IOC-Präsidenten Antonio Samaranch: “Hiermit erkläre ich die 34. Weltschülerspiele für eröffnet!“ Auch am Wettkampftag war super Stimmung, denn das Wetter war klasse. Die Mannschaft schnitten bei der Staffel nicht schlecht ab, so wurden sie allein in unserem Lauf dritte! Zum Entspannen schauten sich die Darmstädter die Altstadt mit den zahlreichen Geschäften neben zahlreichen internationaler Begegnungen an. Diese waren meist sehr amüsant, da die Verständigung mit mehr als zwei Sprachen von Statten gehen musste. Danach kannte man auch ein paar Leute und Langeweile trat so gut wie gar nicht auf. Nach der Abschlussfeier war noch ein DiscoBesuch vorgesehen, bei dem die Sportler alle mächtig viel Spaß hatten. Zum Ende hin besuchten sie noch Warschau und traten anschließend ihre Rückfahrt an, nach 19 Stunden voller guter Laune kamen sie gegen 15 Uhr in Darmstadt an. Vom 26.8. bis zum 6.9.2002 nahmen zwei Athleten der TG Traisa an den 35. Internationalen Schülerspielen in Taiwan (erstmals in Asien) teil. Da beiden waren 20 Jugendliche aus Darmstadt und Umgebung, die mit ihrer sportlichen Leistung die Qualifikation für die Schülerspiele erreicht hatten. Darunter eben auch die beiden TGTler Bruno Schoenmaekers und Bruno Lange. Am Dienstag, den 27.8. bezogen sie ihre Betten in ihrer Unterkunft, einer große Universität in Taipei, der Hauptstadt von Taiwan. Das Auffälligste was den Eintreffenden als erstes ins Auge sprang, – oder vielmehr unter die Haut ging – war das nahezu tropische Klima. Es war um die 35°C heiß und bei einer sehr hohen Luftfeuchtigkeit vermied man es – anfangs jedenfalls – sich lange außerhalb von klimatisierten Räumen aufzuhalten. Aber nicht nur wegen des Klimas, sondern auch wegen des Verkehrs, der Tag und Nacht zugange war. Doch schon bald hatten man sich daran gewöhnt und genossen die Zeit, die ihnen neben den recht gut verlaufenen drei Wettkampftagen und Paraden wie zum Beispiel der Eröffnungsfeier, einem Stadtmarsch oder der Abschlusszeremonie noch blieb. Diese Zeit nutzten die Sportler, indem sie in der Stadt bummeln gingen oder die Nachtmärkte besuchten, auf denen man für Europäer wohl unvorstellbar Tiere wie Schlangen, Vogelspinnen oder Hunde kaufen und essen (!) konnte. Genauso interessant waren die Ausflüge außerhalb Taipeis. So besuchten die Darmstädter unter anderem mehrere buddhistische Tempel, eine Teeplantage und machten einen Ausflug an den Strand. Die Verständigung zwischen den Teilnehmern, welche aus der ganzen Welt kamen, war sehr gut, sodass sogar internationale Freundschaften entstehen konnten. Es war so weit, es war mal wieder Weihnachten. Doch anstatt einer Weihnachtsfeier mit Plätzchen und Punsch, überlegten sich unsere Trainer diesmal etwas anderes: ein gemeinsames Weihnachtstraining aller Gruppen! Gesagt, getan – prompt wurden alle Teilnehmer in sechs Gruppen aufgeteilt. Das Ganze begann mit einem Hindernislauf durch die Halle. Dabei war aber nicht Jeder auf sich allein gestellt: Nein, die Älteren halfen den Kleineren. Darauf folgte dann ein Memoire der besonderen Art. Ein Laufspiel bei dem jede Gruppe Bierdeckel in ihrer Farbe finden musste. Und plötzlich wurde die Halle dunkel. Das nächste Spiel war vorbereitet: die Kerzenstaffel. Kaum war das Licht wieder an, pochte es an die Tür. Und wer war das wohl? Natürlich der Nikolaus. Alle freuten sich auf Geschenke, aber nein, erst mussten ein paar Gedichte aufgesagt werden. Doch für die tollen TGT-Tassen, die später dabei herauskamen, hatte man doch gerne einen kleinen Reim auf Lager. Als Abschied wurden dann noch die sechs Gruppenleiter von ihren Gruppen in fünf Minuten zum Weihnachtsbaum umgestaltet. Alles in allem eine ungewöhnliche, aber auf alle Fälle gelungene Weihnachtsfeier. „We make a Party“ hieß es in diesem Jahr zu Weihnachten bei der TG Traisa. Die Leichtathletik-Jugend organisierte in diesem Jahr zum ersten Mal selbst eine Weihnachtsparty. Im Keller der Katholischen Kirche Nieder-Ramstadt traf man sich um 19.30 Uhr und feierte bei Chili und Getränken so richtig. Man saß zusammen unterhielt sich oder tanzte einfach ein wenig. Das Glück war uns an hold und schenkte uns an diesem Abend noch einen halben Meter Neuschnee, sodass eine rissige Schneeballschlacht rund um die Kirche stattfand. Allen hat es sehr viel Spaß bereitet und wir hoffen, dass das Motto im nächsten Jahr wieder heißt: „We make a Party!“

Zurück

Ein erfolgreiches Jahr (2003)

500 Beinchen flitzten am Sonntag den 23. März in der Kreissporthalle Nieder-Ramstadt um die Wette: 250 Schülerinnen und Schüler aus Südhessen kämpften beim Hallensportfest der TG Traisa hier um die Medaillen; allein knapp 80 Athleten stellten die TGT. Zum 18. mal haben wir zum Drei- bzw. Vierkampf eingeladen. Mit viel Ehrgeiz und Konzentration aber auch mit einer großen Portion Spaß gingen die Sportler an die Sache. So konnte Anna Rosar bei den Schülerinnen D mit 981 Punkten den ersten Platz erkämpfen. Vor allem im 35-Meter-Lauf setzte sie sich mit 6,2 Sekunden erfolgreich gegen die Konkurrenz durch. Jana Hiller, Schülerinnen B, gelang ein zweiter Platz mit 968 Punkten. Auf unserem Foto steht Ruth Hildebrandt zwischen Nicole Müller und Ruth Langner auf dem Treppchen: 5,6 Sekunden in der Kurzstrecke und 7,71 Meter im Kugelstoß sicherte ihr den Sieg. Bei den Jungs setzte Tom Bormann sich gegen 44 der insgesamt 48 Wettkämpfer durch und errang den vierten Platz. Pascal und Tobias Köhler sicherten sich jeweils den dritten Platz ihrer Altersklasse mit 1049 und 1023 Punkten. Mit jeweils 5,3 Sekunden über die 35 Meter ließen sie die Konkurrenz deutlich hinter sich. Mit Jens Hartmann errang ein weiterer schneller Läufer bei den Schülern A den ersten Platz. Einmalige Ergebnisse lieferte Christian Seiler bei den Schülern B: Bei allen drei Disziplinen war er der Stärkste im Feld. Mit 5,2 Sekunden über die 35 Meter, 9,42 Meter im Kugelstoß und 1:58 Minuten über 600 Meter erkämpfte er den ersten Platz. So richtig ins Schwitzen kamen alle bei den Runden- und Staffelläufen. Von dem 200-Meter-Lauf der kleinsten bis zum 800-Meter-Lauf der Jugend war für Spannung gesorgt: Gut 300 Zuschauer verfolgten die 6-stündige Veranstaltung, angereichert durch ein umfangreiches kulinarisches Angebot. Den Abschluss bildeten die Staffelläufe und die darauffolgende Siegerehrung. Traditionsgemäß findet diese unmittelbar nach den Staffelläufen statt, die Urkunden werden innerhalb von Minuten fertiggestellt und den Sportlern an dem Siegerpodest ehrenvoll überreicht. Bei strahlend schönem Strandwetter fand am Sonntag, dem 13. Juli das nunmehr fünfte Turnier der Beachvolleyballabteilung der TG Traisa auf dem Waldsportplatz statt. Acht Teams, die aus bis zu vier spielbegeisterten Frauen und Männern bestanden, kämpften sieben Stunden lang engagiert um Platz und Ehre und verbrauchten dabei viele Liter an Getränken und Sonnenschutzmitteln. Die wahrhaft kalifornischen Temperaturen verlangten den Teilnehmern einiges ab und die meisten hätten sich in den Spielpausen gerne bei einem Sprung in kühles Nass erfrischt. Es wird noch nach einem Sponsor für ein Schwimmbecken neben dem Spielfeld gesucht… Manch ein Team hatte Freunde und Familie für die unterstützenden Anfeuerungsrufe aufgeboten, es fanden sich jedoch auch einheimische Zuschauer, die das Geschehen interessiert von möglichst schattigen Plätzen aus verfolgten. Um fortschreitender Entkräftung vorzubeugen, wurde ab mittags durch die Gastgeber der Grillrost bestückt, wodurch der eine oder andere ob des Verzehrs von zwei Steaks samt Beilagen verwundert seine Sprungkraft schwinden sah. Dies tat jedoch dem allgemeinen Spielvergnügen keinen Abbruch und als nachmittags die Endplatzierungen feststanden, waren sich alle einig, dass es sich um einen rundum gelungenen Tag handelte. Die ersten zwei Plätze belegten die Teams „Jochen, unser Hauptangreifer“ aus Ober-Ramstadt und die „Sandflöhe“ gemischter Herkunft, den dritten Platz teilten sich punktgleich eines der Teams der TGT sowie „Molotow Breuberg“. Drei Tage zelteten hieß es für die knapp 60 unserer Jüngsten, welche bei der Kinderfreizeit auf dem Sportplatz in Traisa teilnahmen. Nach dem Zeltaufbau, einigen sehr amüsanten Spielen wie Propellerlauf und einer Eierlaufstaffel durften die Kinder am Freitagabend ihrer Kreativität zu-nächst freien Lauf lassen und sich mit Textilstiften ein eigenes T-Shirt gestalten. Gut gestärkt mit Bratwürsten und zahlreichen Salaten ging es daraufhin mit dem Förster in den Wald. Mit Einbruch der Dunkelheit wurde es nicht nur spannend und manchmal auch etwas unheimlich, sondern der Förster konnte den Kindern auch einige Tierspuren, Felle und nachtaktive Waldbewohner zeigen. Um ein Uhr nachts ins Bett, um sechs Uhr wieder raus. Das war von den Trainern zwar so nicht geplant, doch die Kinder hatten keine Ruhe. Nachdem alle ausführlich gefrühstückt hatten und sämtliche Taschenlampen, Pullis, Rücksäcke und vieles mehr, was über Nacht scheinbar spurlos verschwunden war, wieder aufgetaucht war, fuhren wir in den Opel-Zoo nach Kronberg im Taunus. Hier absolvierten alle Athleten eine vom Zoo organisierte und sehr abwechslungsreiche Rallye. Die Aufgaben waren je nach Altersgruppe verschieden, wodurch jeder auf eine interessante Art und Weise in die Tierwelt eingeführt wurde. Am Nachmittag, der eigentlich zur freien Verfügung vorgesehen war, konnten die Kinder den super Spielplatz des Opel-Zoo leider nicht lange nutzen, weil uns das Wetter etwas im Stich lies: Heftiger Regen zwang uns einen Unterschlupf aufzusuchen und den Bus für die Heimfahrt etwas früher zu bestellen. Auf dem Weg zum Sportplatz war die Stimmung etwas getrübt, weil sich die meisten nun Sorgen machten, ob ihr Zelt wohl den Wassermassen standgehalten hatte. Kurze Zeit später stellten wir fest, dass – toi toi toi – fast alle Zelte trocken geblieben waren. Mit einem leckeren Abendessen, nämlich selbstgemachten Hamburgern, stieg die Laune und hielt trotz des einsetzenden Nieselregens. Kein Wunder eigentlich, denn am Lagerfeuer war es ja behaglich warm. Ein bisschen anstrengend muss der Samstag gewesen sein, denn Sonntags wurde allgemein etwas länger geschlafen. Das Wetter schien uns nun auch besser gesonnen zu sein und so ging es planmäßig aufs Fahrrad und mit diesem ins Mühltal-Bad in Eberstadt. Rutschen, springen, planschen, gemeinsam Trainer tunken, Eis essen, faulenzen, …bis zum Nachmittag. Dann mussten wir nämlich zurück auf dem Sportplatz sein, denn die Eltern kamen mit Kuchen auf den Sportplatz und ließen die Freizeit ausklingen. Die Trainer kochten Kaffee und Tee und man saß gemütlich beisammen, während die Kinder unter dem Rasensprenger ihre letzten Kräfte austobten. „Auf die Plätze fertig los” hörte man um 19 Uhr aus den Lautsprechern rund um den Ludwigsbrunnen. Es war wieder soweit. 2000 Hobbyathleten gingen beim diesjährigen Darmstädter Stadtlauf an den Start. Auch eine Abordnung aus Traisa wollte wieder mal ins Geschehen eingreifen. Das Wetter war wie in den vergangenen Jahren prächtig (blauer Himmel, Sonnenschein und um die 35 C°). Als erste ging Katharina Kliehm (W 8) im Bambinilauf an den Start. Sie bewältigte die 1500 Meter lange Strecke hervorragend und freute sich im Ziel über ihre vollbrachte Leistung. Nun mussten sich die Schüler und Schülerinnen der Jahrgänge 1988-1990 der Strecke (2000 Meter) stellen. Julien Seitz (M 13) lief in sehr guten 7:03,8 Minuten auf den 25. Platz, gefolgt von Malte Karb (M 15) der den 35. Platz in 7:18,6 Minuten belegte. Im nächsten Lauf musste David Maurer (M 12) nur 22 der 192 Teilnehmer den Vortritt lassen und war sehr zufrieden über seine gute Form. Es folgten die älteren Athleten der Turngemeinde über die 4900 Meter. Darunter bei den Frauen Annika Mauer (26:23 Minuten) und Barbara Reinhardt (26:53 Minuten), die im letzten Jahr wegen ihrer Schwangerschaft zuschauen musste. Bei den Jungs waren Christian Kunkelmann (18:05 Minuten), Tobias Reinhardt (18:37 Minuten), und Joachim Langner (18:51 Minuten) mit ihren Zeiten sehr zufrieden. Insgesamt nahmen in diesem Jahr 25 unserer Leichtathleten beim Stadtlauf teil und für jeden stand fest das dieser Termin im nächsten Jahr wieder einen festen Platz im Terminkalender hat. Knapp 24 Grad maß das Wasser der Kocher bei Heilbronn. Und bei 32 Grad im Schatten war das nicht nur das ideale Wetter zum paddeln, sondern vor allem auch um baden zu gehen oder die anderen Kanuten mit ihrem Boot baden gehen zu lassen. Gaudi und Bombenstimmung war auf jeden Fall garantiert als 26 Leichtathleten am zweiten Juliwochenende drei Tage an die Kocher auf Jugendfreizeit fuhren, um dort zelteten. Die Kocher führte zwar stellenweise sehr wenig Wasser – ja so wenig, dass man die Boote hier und da ein paar Meter schieben musste – aber dafür sorgte eine an anderen Stellen doch recht starke Strömung für viel Spaß und Jux. Samstags ließen wir uns von dem Kanuveranstalter knapp zwanzig Kilometer flussaufwärts fahren. Allgemein sind wir es eher etwas gemütlich angegangen und haben viele Pausen eingelegt. Teils um etwas zu entspannen und teils weil mal wieder ein Kanu an Land gebracht und „ausgeschüttet“ werden musste. Sportliche Herausforderungen gab es dennoch. An einem Wehr beispielsweise musste man bei starker Strömung in Richtung eines Baumstumpfes heftig einlenken, um kollisionsfrei zu bleiben . Hundertprozentig geschafft hat es kein einziges unserer Boote, jedoch gaben wir ein besseres Bild ab als andere Gruppen. Zwar machten wir wohl auch einen machtlosen Eindruck als fast alle unserer Boote das Wehr zwangsweise rückwärts hinter sich – oder viel mehr vor sich – ließen, aber viele andere gingen vollständig baden. Zum Glück waren alle Wertsachen in wasserdichten Tonnen verstaut, denen man nur schnell genug hinterher schwimmen musste. Für den Fall, dass man mal kein Boot in der Nähe hatte, konnte man die Tonnen kurzfristig auch als „Bootersatz“ zweckentfremden, was Christian Seiler sich zu Nutze machte. Das Ziel der ersten Etappe war praktischerweise unser Campingplatz in Künzelsau. Mit diesem hatten wir ohnehin einen Glücksgriff gemacht. Er lag nicht nur direkt am Fluss, sondern hatte auch noch ein integriertes Schwimmbad, lag fünf Gehminuten von der Innenstadt entfernt und bot damit alles, was man sich nach einem anstrengenden Kanutag noch wünschte. Und davon nicht genug war an diesem Wochenende in Künzelsau ein Stadtfest mit etlichen Bühnen, Live-Musik und Attraktionen, die den Abend kurzweilig werden ließen. Sonntags war eigentlich geplant, dass wir direkt am Campingplatz starten und knapp zwanzig Kilometer später von einem Bus erwarten wurden, der uns zum Campingplatz zurück bringen sollte. Das war aufgrund des geringen Wasserstandes nicht ganz umsetzbar und so starteten wir etwas weiter flussabwärts und mussten auf die ersten Kilometer verzichten. Darüber beschwerte sich allerdings niemand, denn die Arme waren nach dem ersten Tag doch nicht mehr ganz so frisch. Auf dem Programm standen außerdem zahlreiche Wehre, an denen die Boote getragen werden mussten. Unglücklicherweise blieb genug Kraft für zahlreiche Kenterattacken übrig. Anders sah es dagegen auf der Heimfahrt aus. Diese war geprägt von äußerst kargem Wortwechsel und unsere Fahrer mussten nicht wie auf der Hinfahrt ständiges Lärmen „von hinten“ ertragen. Wenn der 3. Oktober auf dem Kalenderblatt erscheint, freut sich jeder Deutsche über einen freien Tag aber Laufbegeisterte dürfen sich zusätzlich wie jedes Jahr über den Traisarer Volkslauf freuen. Ein für die Jahreszeit übliches kühles Wetter mit einem frischen Wind begrüßte die Sportler am Vormittag. Um 10 Uhr sollte wie jedes Jahr der Waldlauf für die Altersklassen von den Älterwerdenden (17-jährige) bis zu den schon ganz Altseinenden (70-jährige) starten. Das tat er dann auch bei einer Brise Sonnenschein und einer riesigen Stimmung. Für die TG Traisa waren Annika Maurer, Annette Nagel, Joachim Langner und Tobias Reinhardt am Start. Die anderen 150 Läufer aus Traisa, Umgebung und, man glaubt es kaum, einer kaum aus Holland, füllten das Starterfeld gut auf. Der größte Teil der Läufer nahm die 11km Rundstrecke in angriff der Rest wollte lieber 10km walken. Aber sie alle waren gekommen, um den Sportsgeist zu spüren, der sich bei jedem Volkslauf – und gerade beim Trasa – breit macht: da läuft man mit Menschen zusammen, an denen man sonst nur im alltäglichen Leben vorbei geht, da klopft man sich nach abgeschlossenem Lauf gegenseitig auf die Schulter und freut sich, dass alles so gut abgelaufen ist, denn die wenigsten sind hier auf sportliche Höchstleistung aus und wenn sind die nach spätestens 3km den Blicken der übrigen Läufer entschwunden. Dass sich für jeden ein Laufpartner findet ist eigentlich selbstverständlich, da sich das Feld zuletzt auf gut 4km verteilt. Aber zurück zu unseren Sportlern, die alle einen sehr guten Lauf machten. Während Tobias 44:01min brauchte um wieder am Sportplatz anzukommen, benötigte Joachim eine Minute und ein paar Zerquetschte länger, nämlich 45:08min. Annika dagegen lief zum ersten Mal mit und stand nach 63:31min überglücklich im Ziel. Auch Annette war mit ihren 55:25min sehr zufrieden. Nach den Läufen für die Alten starteten die Kinder und Jugendlichen, die nicht einem Rundkurs sondern einen Kurs mit Wendmarke abzulaufen hatten, der sich wiederum in Richtung Tennisplätze (1000m), Forsthaus Eiserne Hand (2000m) und von dort noch links den Berg hinunter (3000m) erstreckte. Als erstes starteten die 6-12 Jährigen, die 1000 m liefen. David Maurer wurde von seinem Jahrgang Dritter mit der Zeit von 3:35min. und Steffen Strobel belegte mit 3:39min. den 4. Platz. Danach folgten die 13-14 Jährigen mit ihrem 2000 m Lauf. In seiner Altersgruppe belegte Julien Seitz mit einer Zeit von 6:47min. den 3. Platz. Mit 8:03min. belegte Katharina Lask den 4. Platz meines Jahrgangs. In ihren Altersgruppen wurden Sirkka Grimm (2000 m) mit 10:02min. und Nicole Müller (3000m) mit 14:38min. jeweils erste! In die fast funkelnagelneue Hirschbachhalle in Zeilhard ging es am 15. November zum Schülerhallensportfest der LG Reinheim/Groß-Bieberau. Dieses Sportfest feierte erst im letzten Jahr Premiere. Umso erfreulicher für die Veranstalter, dass in diesem Jahr immerhin 110 Schüler gemeldet waren. Die TGT stellte mit 16 Schülerinnen und Schülern also einen beachtlichen Teil des Starterfelds. Auf dem Programm stand „ein etwas anderer Dreikampf“ aus Sprint, Ballwurf und Hindernislauf. Beim Hindernislauf waren die Kinder circa eineinhalb Minuten unterwegs und mussten unter Anderem über Kästen klettern, unter Hürden hindurch kriechen, einen Slalomparcours durchlaufen und drei Bälle durch einen aufgehängten Reifen werfen. Der Wettkampf versprach also spannend und sehr abwechslungsreich zu werden. Leider gab es einige Probleme. Zunächst war die Halle durch den Hindernisparcours recht zugestellt, sodass der Ballwurf ziemlich nah am Sprint ausgetragen wurde und die Werfer öfter mal die Sprinter oder Unbeteiligte trafen. Schade war auch, dass beim Hindernislauf keine rechte Stimmung aufkommen wollte, weil jedes Kind alleine startete. Dadurch wurde die Ganze Sache stark in die Länge gezogen und es fehlten die typischen Endspurte und Zweikämpfe, wie man sie normalerweise bei den Rundenläufen auf Hallensportfesten erleben kann. Um mehrere Kinder gleichzeitig starten zu lassen hätte der Hindernisparcours allerdings wesentlich einfacher ausfallen müssen. Jedoch wäre das sicherlich im Sinne eines flüssigen und spannenden Wettkampfablaufs gewesen und hätte die allgemeine Stimmung höher kochen lassen. Trotz dieser Schwierigkeiten war es sehr interessant mal auf einen Wettkampf zu gehen, der eben nicht wie viele andere ist. Unsere Schülerinnen und Schüler erreichten im Allgemeinen auch sehr zufriedenstellende Leistungen. So erreichten zum Beispiel Laura Cüppers (W 6) und Tom Bormann (M 8) jeweils den ersten Platz in ihrer Altersklasse. Auch die zweiten Plätze von Florian Cüppers (M 9) und Matthias Barth (M 10) und die dritten Plätze von Hannah Nagel (W 8) und Till Volkmer (M 10) waren sehr erfreulich. Doch nicht nur im Gesamtklassement konnte sich die TGT behaupten. Auch in den einzelnen Disziplinen sind einige unserer Kinder positiv aufgefallen. So warf zum Beispiel Marcel Hönig (M 8) den Schlagball auf fast 30 Meter während sich Anna Rosar (W 9) und Joscha Ufermann (M 8) sehr gut im Sprint schlugen. In jedem Fall werden wir nicht ausschließen mal wieder auf dieses Hallensportfest zu gehen. Gerade die Idee mit dem Hindernislauf lockt sicher auch in den nächsten Jahren wieder viele Vereine an. Jedoch ist deutlich geworden, dass die Veranstalter noch eine Menge Erfahrungen sammeln können.

Zurück

Die Leichtathletik Senioren

Heute sind noch einige der ehemals aktiven Wettkämpfer in der Senioren – Leichtathletik – Gruppe anzutreffen, andere stehen als Übungsleiter zur Verfügung. Und gerade diese „Leichtathletik – Senioren“ – und seit einigen Jahren auch Seniorinnen – haben sich inzwischen zu einer verschworenen Gemeinschaft zusammengefunden. Der Donnerstagabend ist für sie „heilig“. Denn seit eh und je ist dieser Tag der Tag der Senioren – Leichtathleten. Auch nur der Versuch, diesen anderweitig zu verplanen, käme einer „Palastrevolution“ gleich. Die Anzahl der Wettkampfbeteiligung ist zwar inzwischen in kleinerem Umfang zurückgegangen, doch ist es fast schon eine Pflicht an herausragenden Ereignissen, wie Deutschem Turnfest, Landesturnfest und Frankenstein – Bergturnfest, teilzunehmen. So ist unter anderem die Turngemeinde Traisa einer der wenigen Vereine, der an fast allen Frankenstein- Bergturnfesten teilgenommen hat. Und gerade bei diesen Wettkämpfen konnten jeweils hervorragende Plätze belegt werden, d.h. die „Alten“ haben noch nichts verlernt, sie sind nur inzwischen etwas langsamer geworden. Sie beteiligten sich weiterhin am Deutschen – Turnfest 1987 in Berlin, am Landesturnfest in Wiesbaden 1989 und am Deutschen -Turnfest 1990 in Dortmund – Bochum, 1994 in Hamburg, 1998 in München, 2002 in Leipzig.

Zurück

Geselligkeit gehört dazu

Doch wie es halt so ist, wenn der Wettkampfehrgeiz etwas nachlässt, nehmen die geselligen Ereignisse in entsprechendem Maße zu. Auch dies ist ein Betätigungsfeld, auf dem die Leichtathletik – Senioren zuhause sind. Ob es das traditionelle Angrillen oder das Abgrillen im Dezember ist. Voraussetzungen hierbei sind allerdings, es ist möglichst kalt und liegt außerdem Schnee. Bei diesen Veranstaltungen wird selbstverständlich die ganze Familie mit einbezogen. Alles in allem ist die Gruppe der Leichtathletik – Abteilung eine Gemeinschaft, bei der Sport nicht zu kurz kommt, die Geselligkeit gepflegt wird und jeder „Neue“ sofort als vollwertiges Mitglied aufgenommen wird – vorausgesetzt er zahlt seinen Einstand.

Zurück