Frau Holle begeisterte das Publikum

Märchenhafte Erlebnisse bei der Jungen Bühne Ohlebach

Am 21. und 22. März schneite es in der Hans-Seely-Halle in Traisa. Der Grund? Die Junge Bühne Ohlebach spielte zweimal vor vollem Haus das von Susanne Buhlinger-Seipp und Tilmann Wabel geschriebene Stück „Frau Holle“, angelehnt an das bekannte Märchen der Gebrüder Grimm.

Aufgepeppt durch viele Ideen der 20 jungen Darsteller erlebten die Zuschauer ein kurzweiliges Bühnenstück von knapp 60 Minuten, in dem die klassischen Elemente des Grimm’schen Märchens mit der heutigen Welt der Kinder verschmolzen wurden und damit Groß und Klein wieder einmal in den Bann zog.

Ein bunter Hahn begrüßt die Zuschauer und führt sie sicher und gekonnt durch die Handlung, die mit einem kleinen Vorspiel beginnt.

Die beiden ungleichen Schwestern Mia und Mira treffen ihre Schulfreundinnen, die schon bereit sind, um Rodeln zu gehen. Die fleißige und strebsame Mia und die etwas faule und unordentliche Mira müssen aber noch ihre Schlitten holen und kommen zu spät zum Treffpunkt. Bei dem Versuch, rasch noch ein Selfie von ihrem tollen Winteroutfit zu machen, fallen zunächst das Smartphone und dann die beiden selbst in den Brunnen – direkt in die Märchenwelt der Frau Holle.

Die Zuschauer lernen die Dorfbewohner, die fleißige Marie, ihre böse Stiefmutter und die faule Stiefschwester Maria kennen.

Wie aus dem Märchen bekannt, wacht Marie auf einer Wiese auf. Doch hier trifft sie die erstaunte Mia, die sich nicht erklären kann, wie sie in die Märchenwelt gekommen ist. Gemeinsam retten sie die zankenden Brote aus dem Ofen und schütteln die bunten Äpfel von einem sprechenden Baum herunter.

Bei Frau Holle angekommen ist Mia wieder verschwunden. Marie erledigt fleißig alle Aufgaben und schüttelt die Betten aus, sodass es auf der Erde schneit. Belohnt wird sie mit einem Goldregen und wird zuhause von nun an die „Goldmarie“ genannt.

Auch ihre Stiefschwester Maria wacht nach einem Sturz in den Brunnen auf der Wiese auf und trifft hier Mira. Während sich Maria aber nicht am Ofen schmutzig machen möchte und keine Zeit für die Äpfel hat, hilft Mira gerne.

Anders als die fleißige Marie ist Maria auch bei Frau Holle faul und die Schneeflocken wollen nicht fliegen. „Belohnt“ wird sie mit einer Ladung Pech und wird im Dorf vom Hahn als die „Pechmarie“ begrüßt.

Doch die Geschichte war noch nicht zu Ende…Mia und Mira wachen gemeinsam am Brunnen auf und erzählen sich verwundert, was sie im Traum erlebt haben. Als beide Mädchen ein Taschentuch und eine Haarschleife aus der Märchenwelt aus der Tasche holen, fragen sie sich, ob das alles wirklich nur ein Traum war.

Die Kinder wurden mit begeistertem Applaus belohnt und das leidenschaftliche Spiel der jungen Darsteller von allen Seiten gelobt. Besonders gut kamen die Tänze der Schneeflocken und der Schlittenkinder an, sowie die schönen Kostüme und die vielen wechselnden bunten Bühnenbilder. Auch die Technik und die fleißigen Helfer trugen zum großen Erfolg bei

Auch für 2027 plant das Ensemble der Jungen Bühne die Aufführung eines Stückes und probt (außer in den Schulferien) immer montags von 16:00 – 17:30 Uhr in der Hans-Seely-Halle. Kinder im Alter von 6-12 Jahren, die sich für das Theaterspielen interessieren, sind herzlich eingeladen, reinzuschnuppern und mitzumachen. Infos dazu auf der Homepage der TG Traisa (www.tgtraisa.de).